Prof. Zimmermanns Stammzellentherapie Eigenfett gegen Kniearthrose


Stammzellentherapie

Prof. Dr. med. Gerald Zimmermann vom Theresienkrankenhaus Mannheim hat als erster Orthopäde in Baden-Württemberg die Zulassung erhalten, Stammzellen aus körpereigenem Bauchfett zur Behandlung von Kniearthrosen einzusetzen. 

Susanne Amrhein, Primo Medico

 

Seit Anfang August behandelt Prof. Dr. med. Gerald Zimmermann Patienten, die aufgrund von Knorpelschäden im Kniegelenk unter starken Schmerzen und Bewegungs-einschränkungen leiden, mit Stammzellen aus ihrem eigenen Bauchfett. Dazu werden bei örtlicher Betäubung bis zu 120 ml Bauchfett entnommen, wie bei einer herkömmlichen Fettabsaugung. Dieses Fett wird anschließend in einem 45-minütigen Arbeitsprozess zerkleinert, mehrfach zentrifugiert und in seine Einzelbestandteile aufgetrennt. Die separierten Stammzellen, die in der Lage sind, die Funktionen jeglicher Körperzellen zu übernehmen, werden anschließend in das geschädigte Knie eingespritzt. „In fast allen Fällen genügt eine einmalige Transplantation“, bestätigt Prof. Zimmermann. „Bei der Arthrose ist dann in 80 Prozent der Behandlungen ein signifikanter Effekt der Schmerzlinderung und Verbesserung der Kniefunktion für mehrere Jahre zu erwarten. Das zeigen Daten aus den USA. Dort wird diese Therapie mit Erfolg bereits seit mehr als 10 Jahren angewendet.“

Der Erfolg der Stammzellbehandlung stellt sich rasch ein: Nach einer Woche, spätestens aber nach drei Monaten, sollten die Kniebeschwerden deutlich besser oder ganz verschwunden sein. Ob nach der Behandlung eine Krankschreibung notwendig ist, hängt vom ausgeübten Beruf ab. Patienten mit sitzenden Bürotätigkeiten können bereits am Tag nach der Stammzelltherapie wieder zur Arbeit gehen. „In der ersten Woche kann es am behandelten Kniegelenk zu einer leicht schmerzhaften Schwellung oder einem Erguss kommen. Beides verschwindet aber nach kurzer Zeit von selbst und kann mit den gängigen Schmerzmitteln gelindert werden“, erklärt Prof. Zimmermann. Der große Vorteil: Das Knie darf sofort nach der Behandlung wieder voll belastet werden. Lediglich bei Sportarten, bei denen das Kniegelenk stark beansprucht wird, sollte man eine Woche pausieren, so der Orthopädie-Spezialist.

Die Stammzellentherapie aus Fettgewebe kommt für Patienten in Frage, deren Knorpelschäden nicht für eine klassische Knorpelzelltransplantation geeignet sind, bzw. die den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks vermeiden oder hinauszögern möchten. Das Verfahren ist deutlich schonender als eine klassische Knorpelzelltherapie, bei der zwei Eingriffe am Kniegelenk notwendig sind: zur Entnahme einer Knorpelprobe und zum Implantieren der nachgezüchteten Knorpelzellen. Allerdings sind die Kosten für eine Stammzelltherapie am Knie nicht ganz günstig. Sie liegen bei etwa 3.500 € pro Gelenk und werden von den Gesetzlichen Krankenkassen häufig nicht übernommen. Einige Private Krankenkassen zahlen die Behandlungskosten anteilig oder ganz.

Kontakt für weitere Informationen, Bildmaterial oder Interviewwünsche: Prof. Dr. med. Gerald Zimmermann, Tel. 0621 424 4435

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