Wirbelsäulentumoren

Sie suchen Informationen zu Wirbelsäulentumoren und Spezialisten für die Behandlung oder Operation? Hier finden Sie ausschließlich erfahrene Fachärzte und Kliniken in Deutschland, Schweiz oder Österreich. Informieren Sie sich über Ursachen, Behandlung und Operation und kontaktieren Sie unsere Experten.

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spezialisierte Ärzte und medizinische Zentren für Wirbelsäulentumoren

Ärzteliste Wirbelsäulentumoren


Informationen zum Bereich Wirbelsäulentumoren

Was sind Wirbelsäulentumoren?

Ein Tumor bezeichnet im wörtlichen Sinn die Zunahme des Volumens eines Gewebes im Körper. Dabei können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Umgangssprachlich verwendet man den Begriff meistens um einen Krebs auszudrücken. Unter Wirbelsäulentumore versteht man also Krebsgeschwüre, die in der Wirbelsäule liegen. Dabei kann es sich um primäre Tumore handelt, solche die in der Wirbelsäule entstehen, und sekundäre Tumore, solche die ihren Ursprung woanders haben und durch eingeschwemmte Tumorzellen anderer Gewebe entstanden sind.

Welche Tumore der Wirbelsäule gibt es?

Die primären Wirbelsäulentumore sind relativ selten. Sie entstehen aus Zellen der Wirbelkörper und wachen sehr langsam. Allgemein können die Tumore aus Zellen des Knochen, des Knorpels, der Blutgefäße, des Bindegewebes und der Blutzellen entstehen.

Gutartige Tumoren der Wirbelsäule

Gutartige Tumore sind gut vom umliegenden Gewebe abgrenzbar, wachsen und verdrängen dieses nur langsam. Außerdem metastasieren sie meist nicht in anderes Gewebe. Zu den gutartigen Wirbelsäulentumoren werden unter anderem gezählt:

Bösartige Wirbelsäulentumoren

Bösartige Tumore wachsen in der Regel schnell, halten sich nicht an Grenzen zu benachbarten Gewebe und streuen auch über Blut- oder Lymphbahnen in andere Körperteile. Zu den bösartigen Wirbelsäulentumoren werden unter anderem gezählt:

Wirbelsäulenmetastasen

Metastasen treten im Bereich der Wirbelsäule im Gegensatz zu primären Tumoren relativ häufig auf. Im Unterschied zu den meisten primären Tumoren sind die Metastasen oft invasiv und destruktiv, das heißt sie zerstören den Wirbelkörper und führen so zu Instabilitäten und Deformitäten der Wirbelsäule. Die häufigsten Tumorarten, die in die Wirbelsäule metastasieren sind: Brustkrebs , Prostatakarzinom , Lungenkrebs und Nierenkrebs .

Symptome und Häufigkeit von Wirbelsäulentumoren

Primäre Tumore der Wirbelsäule können oft länger symptomfrei bleiben und werden oft nur zufällig entdeckt, zum Beispiel im Rahmen einer Bildgebung wegen anderer Beschwerden. Das häufigste und erste Symptom bei Wirbelsäulenmetastasen sind Schmerzen. Diese können nicht nur im befallenen Segment der Wirbelsäule auftreten, sondern auch in die Körperregionen, die durch die entsprechenden Nerven aus der Wirbelsäule versorgt werden. Die Schmerzen entstehen durch die Schädigung der Knochenhaut der Wirbelkörper, Periost genannt, die im Gegensatz zum Knochen selbst schmerzempfindlich ist. Die durch die eingedrungenen Krebszellen verursachte Entzündung fördert die Schmerzen weiter. Manche Metastasen verursachen einen Umbauprozess an den Wirbelkörpern, sodass Calcium ins Blut freigegeben wird. Der hohe Calciumspiegel führt zu Funktionsstörungen der Niere und kann auch zu Herzrhythmusstörungen führen.

Behandlung von Wirbelsäulentumoren und Metastasen

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie (Radiotherapie) ist neben der Operation und Chemotherapie eine der drei Grundpfeiler der Krebstherapie. Bei dieser Methode werden die Krebszellen mithilfe ionisierender Strahlung oder Teilchenstrahlung zerstört. Die Strahlung schädigt die DNA der Zellen soweit, dass diese untergehen. Somit können Tumore verkleinert werden oder sogar gänzlich therapiert werden.

Protonentherapie

Die Protonentherapie ist ein besonders präzises Verfahren der Strahlentherapie, das eine neue schonende Möglichkeit darstellt Krebs zu behandeln. In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass Patienten mit Chondromen und Chondrosarkomen, die primäre Tumore der Wirbelsäule sein können, von dieser Art der Strahlentherapie profitieren.

Operation

Die operative Entfernung des Tumors bildet die dritte Säule der Krebstherapie . Sie kann auch diagnostischen Wert haben, zum Beispiel können Proben des Tumors entnommen werden und unter dem Mikroskop untersucht werden. Tumore, die sich gegenüber dem Rückenmark gut abgrenzen können gut entfernt werden.

Heilungschancen bei Wirbelsäulentumoren

Die Heilungschancen sind sehr individuell und richten sich unter anderem nach:

  • Zeitpunkt der Erstdiagnose
  • Art des Tumors
  • Ausbreitung des Tumors
  • Größe des Tumors
  • Alter und Allgemeinzustand des Patienten
  • Ansprechen auf Behandlungsmethode

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für die Behandlung von Wirbelsäulentumoren?

Da es sich in den meisten Fällen bei Wirbelsäulentumore um Metastasen von Primärtumoren aus anderen Körpergeweben handelt, werden die Tumore meist von Fachärzten der Gynäkologie, Urologie oder Onkologie entdeckt, da sich diese um den Primärtumor z.B. in der Brust, Prostata oder anderen Geweben kümmern. Die Operation an der Wirbelsäule wird von Fachärzten der Neurochirurgie durchgeführt. Ärzte der Fachrichtung Strahlentherapie und Radioonkologie kümmern sich um die Bestrahlung des Wirbelsäulentumors. In sogenannten Tumorboards der städtischen Kliniken und Universitätskliniken treffen sich Ärzte der Fachrichtungen der verschiedenen Fachrichtungen und besprechen den Patientenfall, um einen individuellen interdisziplinären Therapieplan festzulegen.

Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Wirbelsäulentumoren überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen :

  • Wannemacher et al. (Hrsg.): Strahlentherapie . 2. Auflage. Springer 2013, ISBN 3-540-88304-5.
  • Piper: Innere Medizin . 2. Auflage. Springer 2012, ISBN 978-3-642-33107-7.
  • Wirth et al.: Facharztprüfung Orthopädie und Unfallchirurgie, 1000 kommentierte Prüfungsfragen . 2. Auflage. Thieme 2013, ISBN 978-3-131-40652-1.
  • Grifka, Krämer: Orthopädie Unfallchirurgie . 9. Auflage. Springer 2013, ISBN 978-3-642-28875-3.
  • Herold et al.: Innere Medizin . Eigenverlag 2012, ISBN 978-3-981-46602-7.
  • Böcker et al.: Pathologie . 3. Auflage. Urban & Fischer 2004, ISBN 3-437-44470-0.

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