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Informationen zum Bereich Stereotaktische Radiochirurgie

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Informationen zum Bereich Stereotaktische Radiochirurgie

Sie suchen einen erfahrenen Facharzt für den medizinischen Bereich Stereotaktische Radiochirurgie? Bei PRIMO MEDICO finden Sie ausschließlich Spezialisten, Kliniken und Zentren in Ihrem Fachgebiet in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

Was ist Radiochirurgie?

Die Radiochirurgie beschreibt einen strahlentherapeutischen Eingriff, bei dem ein kleiner klar begrenzter Tumor hochpräzise bestrahlt wird. Die Größe des Zieltumors kann einen Durchmesser zwischen 0,5-4cm aufweisen. Durch einen steilen Energieabfall der angewandten Strahlen an der Grenze des Tumors zum gesunden Gewebe wird dieses geschont.

Welche Bestrahlungsmethoden werden zur Radiochirurgie eingesetzt?

  • Linearbeschleuniger

Für die Radiochirurgie können moderne Hochleistungslinearbeschleuniger (= LINAC-basiert) angeboten werden. Dabei handelt es sich um Teilchenbeschleuniger, die durch Spannung Teilchen beschleunigen und durch Magnetfelder in ihre gewünschte Richtung lenken.

  • Cyberknife

Das Cyberknife ist ein radiochirurgisches Strahlentherapiegerät. Im Gegensatz zum Gamma-Knife, dessen Anwendungsgebiet auf den Kopf beschränkt ist, kann es zur Behandlung von Tumoren am ganzen Körper eingesetzt werden. Diese Technologie nutzt hochdosierte Photonenstrahlung aus einem Linearbeschleuniger und richtet diese mit Hilfe eines frei beweglichen Roboterarms präzise auf das definierte Ziel.

  • Gamma Knife

Das Gamma-Knife ist ein radiochirurgisches Strahlentherapiegerät. Es dient ausschließlich der Bestrahlung intrakranieller Prozesse. Im Gerät befinden sich Cobalt-60-Quellen, die halbkugelförmig angeordnet sind. Aus 192 Quellen werden Strahlen auf den Zieltumor gerichtet, sodass sich diese dort treffen und dort gezielt ihre Energie freisetzen. Während der Bestrahlung überwachen zwei Röntgenkameras die Lage des Patienten und korrigieren in Echtzeit etwaige Schwankungen zu den Planungsbildern.

Vorteile der Radiochirurgie gegenüber herkömmlicher Strahlentherapie

Die Radiochirurgie ermöglicht die präzise Therapie von Körperregionen, die chirurgisch nur schwer zugänglich sind. Außerdem können Körperstellen behandelt werden, die mitten im Körper „versteckt“ sind, sodass im Gegensatz zur konventionellen Strahlentherapie das Gewebe auf dem Weg der Strahlen von der Haut bis zum Tumor nicht mitgeschädigt wird. Dabei handelt es sich oft um Tumore im Schädel, da durch den Schädelknochen der Zugang erschwert ist. Durch den Dosisabfall an der Tumorgrenze wird das umliegende Gewebe geschont, sodass die zu erwartenden Nebenwirkungen geringer sind und die Therapie insgesamt besser verträglich ist. Dies eröffnet neue Therapieoptionen für Menschen höheren Alters oder Patienten mit Begleiterkrankungen.

Welche gutartigen und bösartigen Tumoren durch eine Radiochirurgie Behandlung behandelt werden?

  • Hirnmetastasen

Patienten mit einem Primärtumor außerhalb des Gehirns, die an Metastasen innerhalb des Schädels leiden, können mit Radiochirurgie behandelt werden. Dabei kommen Patienten infrage, die bis zu vier Metastasen bis zu einer Größe von 3cm vorweisen in Frage.

Tumore, die innerhalb des Schädelknochens sitzen, sind nur schwer zugänglich und befinden sich zusätzlich oft nahe empfindlicher Strukturen wie Gehirngefäße. Daher eigenen sich diese Tumore besonders für die Radiochirurgie. Meningeome sind durch ein geringes Risikoprofil und geringer Größenzunahme gezeichnet. Sie können nach einer vollständigen operativen Entfernung bestrahlt werden oder nach einer inkompletten Entfernung nachbestrahlt werden.

Akustikusneurinome waren die ersten Tumore, die durch Radiochirurgie behandelt wurden. Ziel ist es, das Wachstum des Tumors zu stoppen, welches in 90% der Fälle gelingt. Somit kann nicht-invasiv das Gehör in den meisten Fällen erhalten werden.

  • Gefäßmissbildungen (Arteriovenöser Malformationen, Kavernome)

Mit der Radiochirurgie können Fehlbildungen der Gehirngefäße in funktionswichtigen Hirnregionen versorgt werden. Diese Fehlbildungen sind durch schwächere Gefäßwände gekennzeichnet und stellen ein hohes Risiko für einen Schlaganfall dar. Die Radiochirurgie dieser Fehlbildungen, die aufgrund der elektiven Lage chirurgisch nicht zugänglich sind, vermindert signifikant die symptomatische Blutungsrate.

  • Funktionelle Neurochirurgie - Gesichtsschmerzen

Radiochirurgie wird in der Behandlung der Gesichtsschmerzen auf dem Boden einer Trigeminusneuralgie angewandt. Auch bei Patienten mit Multiple Sklerose oder Schädelbasismeningeomen mit Infiltration des Nervus trigeminus profitieren von einer radiochirurgischen Therapie.

Nebenwirkungen der Radiochirurgie

Das Auftreten von Nebenwirkungen ist sehr selten und stark abhängig von der behandelten Erkrankung, der Lokalisation des erkrankten Gewebes sowie der benötigten Bestrahlungsdosis. Daher ist eine pauschale Aussage darüber im Vorfeld nicht möglich. Individuelle Risiken für bestimmte Nebenwirkungen werden im Vorgespräch mit dem behandelten Arzt besprochen.

Bei der Bestrahlung von Tumoren im Gehör kann es anschließend zu Schwindel oder Schwerhörigkeit bis Gehörlosigkeit kommen. Allgemein können behandelte Tumoren anschwellen, sodass es zu einer Drucksymptomatik kommt, falls die Schwellung im Schädel stattfindet. Im Rahmen höherer Dosen, kann es zum Auftreten von sogenannten Radionekrosen kommen, das heißt zu Gewebezerfall durch externe Einflüsse. 

Radiochirurgie Kosten und Kostenübernahme durch die Krankenkassen

Typische Kosten liegen in der Größenordnung von 7000 bis 10.000 Euro. In vielen Ländern, z.B. den Niederlanden und Frankreich, ist die Radiochirurgie fester Bestandteil der Regelversorgung und wird von der Krankenkasse übernommen. In Deutschland werden die Kosten für eine radiochirurgische Behandlung noch nicht durch den allgemeinen ambulanten Vergütungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen abgebildet, sodass eine automatische Abrechnung über die Versichertenkarte nicht möglich ist. Grundsätzlich können gesetzliche Krankenkassen aber die Kosten für die Therapie übernehmen. Zum einen können Einzelfallentscheidungen herbeigeführt und zum anderen Verträge zur Integrierten Versorgung mit medizinischen Leistungserbringern abgeschlossen werden.

Welche Ärzte sind Spezialisten für eine Radiochirurgie?

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.
Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Stereotaktische Radiochirurgie überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Cyberknife Standorte in Deutschland und der Schweiz

  • Zentren in Deutschland:
    • München: Europäisches Cyberknife Zentrum München-Großhadern
    • Güstrow: Saphir Radiochirurgie Zentrum Norddeutschland
    • Bochum: Deutsches Cyberknife Zentrum
    • Berlin: Charité Cyberknife Zentrum
    • Hamburg: Cyberknife Zentrum Hamburg
    • Köln: Cyberknife der Universitätsklinik Köln
    • Erfurt: Cyberknife Centrum Mitteldeutschland
  • Zentren in der Schweiz:
    • Universitätsspital Bern
    • Gammaknife Zentrum Zürich

Gamma Knife Standorte in Deutschland und der Schweiz

  • Gamma Knife Behandlungen für den Kopf sind in Deutschland möglich in:
    • Krefeld: Gammaknife Zentrum Krefeld
    • Aachen: Universitätsklinikum RTWH Aachen
    • Frankfurt: Gammaknife Frankfurt
    • Hannover: Gammaknife Center Hannover
  • Gamma Knife Zentren in der Schweiz:
    • Zürich: Klinik im Park und Klinik Hirslanden
    • Lausanne: Hirslanden und Clinique Cecil

Quellen:

  • Tej D.Azad, Rogelio Esparanza: Stereotactic radiosurgery for metastasis to the craniovertebral junction preserves spine stability and offers symptomatic relief, J Neurosurg, Spine Volume 24, February 2016.
  • Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Springer 2012, ISBN 978-3-642-33107-7.
  • Hien: Praktische Pneumologie. 2. Auflage. Springer 2011, ISBN 978-3-642-10209-7.
  • Wannemacher et al. (Hrsg.): Strahlentherapie. 2. Auflage. Springer 2013, ISBN 3-540-88304-5.

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