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Ein Nierenkrebs  ist ein bösartiger Tumor, der von Nierenzellen ausgeht, die unkontrolliert wachsen und sich teilen. Nierenkrebs wird auch Grawitz-Tumor und ...

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Informationen zum Bereich Nierenkrebs

Definition

Ein Nierenkrebs  ist ein bösartiger Tumor, der von Nierenzellen ausgeht, die unkontrolliert wachsen und sich teilen. Nierenkrebs wird auch Grawitz-Tumor und Nierenzellkarzinom (NZK) genannt.

Häufigkeit und Ursachen

Nierenkrebs ist für 2% aller Krebserkrankungen verantwortlich und die Häufigkeit gipfelt um das 50. Lebensjahr herum. Dabei sind Männer zweimal häufiger betroffen als Frauen. Die genaue Ursache warum man einen Nierenkrebs entwickelt ist unbekannt, das Rauchen ist jedoch der wichtigste Risikofaktor. Die langjährige Einnahme von Schmerzmitteln, berufliche Schadstoffe und Nierenzysten bei Dialysepatienten werden auch mit einer erhöhten Erkrankungsrate verbunden.

Das von-Hippel-Lindau-Syndrom ist eine Erbkrankheit bei der etwa jeder dritte Betroffene in seinem Leben auch einen Nierenkrebs entwickelt. In 1% der Fälle findet man den Nierenkrebs an beiden Nieren.

Eine besondere Form des Nierenkrebs, der vor allem bei Kindern auftritt, ist der Wilms-Tumor (Nephroblastom).

Symptome

Das wichtigste Merkmal aller Tumore in der Niere ist die Harnblutung, auch Hämaturie genannt. 40% der Erkrankten haben Schmerzen in der Flanke und immer wieder können Koliken auftreten. Manchmal ist der Nierenkrebs auch tastbar. Es gibt keine Frühsymptome, weswegen der Nierenkrebs oft bei asymptomatischen Patienten zufällig im Ultraschall (Nierensonografie) entdeckt wird und Symptome eher für ein fortgeschrittenen Krebs sprechen. Unklares Fieber und Blutarmut (Anämie) sind unspezifische Zeichen die bei einem Nierenkrebs auftreten können, sowie Müdigkeit und Gewichtsverlust.

Manchmal produziert ein Nierenkrebs Hormone und es kommt zu sogenannten paraneoplastischen Syndromen wie erhöhtes Kalzium im Blut, erhöhter Blutdruck, vermehrte Anzahl von Blutzellen und Leberfunktionsstörungen.

Der Tumor kann Gerinnsel bilden und dadurch den Druck in der Nierenvene oder der unteren Hohlvene erhöhen. Dies kann in kurzer Zeit zur Enstehung von Krampfadern der Hodenvenen (Varikozelen) führen. Vor allem der linke Hoden ist dabei betroffen.

Bildet der Krebs Töchtergeschwülste (Metastasen) aus, dann frühzeitig über die Blutbahn in die Lunge, Knochen, Leber und das Gehirn.

Behandlung

Der Befund eines Nierenkrebses wird mittels Farbdoppler-Ultraschall und Angio-CT gesichert.

Weil der Nierenkrebs sehr früh metastasiert, muss bei der Diagnose Nierenkrebs immer eine ausführliche Suche nach Metastasen begonnen werden. Ein Röntgenbild des Brustkorbs kann Lungenmetastasen ausschließen und mit Ultraschall der Bauchraum, insbesondere Nieren und Leber untersucht werden. Eine Skelettszintigrafie schließt Knochenmetastasen aus und das Gehirn kann mittels Computertomographie (CT) durchsucht werden.

Die operative Entfernung ist die Therapie erster Wahl.

Ist die Diagnose für einen Nierenkrebs gesichert, wird die Niere in frühen Stadien teilentfernt. Ist der Krebs über 7 cm groß wird die Niere radikal entfernt. Das bedeutet, dass die betroffene Niere mitsamt Nebenniere, Lymphknoten und umgebendem Bindegewebe entfernt wird.

Durch Chemotherapie ist keine Verbesserung der Prognose möglich. Bei vorhandenen Einzelmetastasen, kann selten eine chirurgische Entfernung Erfolg bringen. Sind mehrere Metastasen vorhanden, ist eine palliative Therapie angezeigt, durch die ein unheilbarer Verlauf gemildert und verlangsamt werden soll. Zum Beispiel kann eine Bestrahlung die Beschwerden von Knochenmetastasen lindern. Die Embolisation der Nierenarterie, also die herbeigeführte Verstopfung des zur Niere hinführenden Gefäß, wirkt Beschwerden von Harnblutungen entgegen.

Noch keine Erfolge, aber einen vielversprechenden Ansatz für zukünftige Behandlungen liefert die Immuntherapie. Sie wird momentan nur palliativ genutzt, kann dabei aber eine deutliche Verzögerung des Tumorfortschritts bewirken und die Gesamtlebenszeit verlängern. Ansatz war lange Zeit die Zytokintherapie, die immer mehr durch den Ansatz der zielgerichteten Aktivierung des Immunsystems abgelöst werden könnte. Dieser Ansatz basiert auf der Erkenntnis, dass das Immunsystem gegen die Oberflächenproteine von Tumorzellen sensibilisiert werden kann und daraufhin gezielt Krebszellen zerstört.

Heilungsaussicht und Lebenserwartung

Je früher ein Tumor behandelt wird, desto besser fällt seine Prognose aus. Jeder Vierte Erkrankte weist zum Zeitpunkt der Diagnose bereit Metastasen auf. Lungenmetastasen haben eine günstigere Prognose als Metastasen der Leber und des Skeletts.

Ist der Tumor auf die Niere begrenzt dann beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate bis zu 90%. In fortgeschrittenen Stadien sinkt diese Rate auf 60%, sind Lymphknoten mit befallen oder einzelne Fernmetastasen vorhanden überleben 30% der Erkrankten die nächsten 5 Jahre. Die schlechteste Prognose hat der Nierenkrebs, wenn mehrere Metastasen vorhanden sind. In diesem Fall beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate unter 8%.

Der bei Kindern auftretende Wilms-Tumor hat eine aussichtsreiche 5-Jahres-Überlebensrate von 90%.

Wenden Sie sich bei Fragen vertrauensvoll an Ihren Spezialisten für Urologie.

 

Quellen:

http://www.uro-tuebingen.de/aktuelles/news-leser/nierenzellkarzinom-renaissance-der-immuntherapie.html

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