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Informationen zum Bereich Lungenkrebs

Trotz vieler Antiraucherkampanien, Verbot von Zigarettenwerbung in Kinos und prägnanten Hinweisen auf die Folgen des Tabakkonsums auf Zigarettenpackungen ist das Bronchialkarzinom, oder ...

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Informationen zum Bereich Lungenkrebs

Trotz vieler Antiraucherkampanien, Verbot von Zigarettenwerbung in Kinos und prägnanten Hinweisen auf die Folgen des Tabakkonsums auf Zigarettenpackungen ist das Bronchialkarzinom, oder auch in der Alltagssprache als Lungenkrebs bezeichnet, die Haupttodesursache aller Krebserkrankungen bei Männern. Das Rauchverhalten bei Frauen ist in den letzten Jahren sogar gestiegen und führte dort ebenso zum Anstieg der Krebstodesfälle. Insgesamt macht das Bronchialkarzinom zirka ein Viertel aller Krebsfälle aus. Das durchschnittliche Erkrankungsalter beträgt 60 Jahre.

Erschreckend sind die geringen Überlebensraten. Nur ungefähr 15-20 Prozent der Betroffenen leben fünf Jahre nach Diagnose noch. Die Ursache liegt hierfür in der oft zu späten Entdeckung des Krebsgeschwürs, in einem Zustand, in dem sich die Krebszellen schon in den gesamten Körper ausgebreitet haben (Metastasen).

Was sind die Ursachen für Lungenkrebs?

Die Hauptursache des Bronchialkarzinoms ist im Zigarettenrauch zu finden. Rund 85% der Fälle sind dadurch verursacht. Dabei führt nicht nur das aktive Rauchen sondern ebenso das passive Einatmen des Rauchs zu Zellveränderungen bis hin zur krankhaften Entartung von Zellen (Mutation) in den Lungenwegen. Ausschlaggebend für die Entwicklung des Tumors (hier bösartiges Geschwür) sind sowohl die Dauer, als auch das Ausmaß des Zigarettenkonsums. Das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken kann durch die Multiplikation von Anzahl der gerauchten Packungen pro Tag und Anzahl der Raucherjahre eingeschätzt werden (sogenannte PackYears). So entsteht bei 40 PackYears ein 10-faches Krebsrisiko.

Jedoch gibt es neben dem Tabakrauch auch weitere Auslöser für das Bronchialkarzinom. So zählten insbesondere berufliche Belastung durch krebsauslösende Stoffe wie Asbest, Quarz und Nickelstäube zu den Ursachen.

Auch Feinstaub und insbesondere Dieselabgase haben einen Einfluss.

In den letzten Jahren wurden auch der Einfluss von Infektionserkrankungen wie EBV (Pfeiffersches Drüsenfieber) und HPV (Humanes Papillomavirus, verantwortlich auch für Gebärmutterhalskrebs) besprochen.

Zusätzlich kann sich auch im Narbengewebe der Lunge (zum Beispiel nach Entzündungen oder Lungenoperationen) ein Tumor entwickeln.

Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen ist auch beim Lungenkrebs von einem erhöhten Risiko auszugehen (ungefähr 2-3 faches Risiko), wenn ein Elternteil davon betroffen ist (genetische Disposition).

Wie genau das Bronchialkarzinom entsteht ist nicht eindeutig geklärt.

Die Zellen der Atemwege haben grundsätzlich die Möglichkeit zur Regenerierung. Kommen sie in Kontakt mit schädigenden Substanzen versuchen sie sich anzupassen. Dies kann dazu führen dass die Oberflächenzellen der Luftwege sich zu Oberflächenzellen umändern, die der Haut ähneln oder vermehrt Schleim produzieren. Ist der Kontakt mit der schädigenden Substanz zu lange, entarten diese Zellen und greifen das umliegende Gewebe an. Sie hören auch nicht mehr auf Signale die der Körper sendet.

So entstehen verschiedene Arten des Lungenkrebses, die entsprechend der Art der Zellen  eingeteilt werden in eine kleinzellige und eine großzellige Tumorform.

Was sind die Symptome dieser Erkrankung?

Aufgrund der guten Kompensationsmechanismen treten Symptome bei Lungenkrebs meist erst relativ spät auf. Zudem handelt es sich dabei um unspezifische Symptome wie Fieber, Husten, Brustschmerzen, Heiserkeit und Atemnot, die gerne mit einer verschleppten Erkältung abgetan werden.

Treten dann Gewichtsabnahme und Blut im Auswurf dazu, führt dies meist zu einem Besuch beim Allgemeinmediziner. Leider handelt es sich dabei oft schon um Spätsymptome, in denen der Tumor schon über das Organ hinaus die umliegenden Nerven beschädigt (Heiserkeit und Atemnot).

Die Ausbreitung der Tumorzellen über die Blutbahn (Metastasierung) führt zu verschiedensten Symptomen je nach Ort der Metastasierung. Hauptsächlich befallen werden Gehirn, Leber, Nebennieren (produzieren beispielsweise Kortison und Adrenalin) und die Knochen (insbesondere die Wirbelsäule).

Was sind die Diagnoseverfahren?

Anhand von Raucheranamnese oder beruflicher Noxenbelastung (Noxe ist eine schädigende Substanz) und den körperlichen Symptomen, kann der Allgemeinarzt oder Internist im Gespräch mit dem Patienten eine Tumorerkrankung vermuten.

Zur weiteren Abklärung wird daher ein Radiologe zu Rate gezogen. Mittels Röntgenbild lassen sich im Bereich der Lunge, besonders in den Luftwegen der Lunge (Bronchien) verdächtige Herde erkennen. Das Röntgenbild gibt erste Hinweise. Zur genaueren Untersuchung müssen jedoch weitere Untersuchungen stattfinden.

So folgen eine Computertomographie von Oberkörper und Bauch. Dies dient der Abschätzung der Tumorausbreitung. Befallene Lymphknoten sowie suspekte Läsionen in Organen wie der Leber lassen sich hier erkennen.

Zur exakten Diagnostizierung erfolgt dann eine Bronchoskopie. Hier geht man mit einer Kamera über die Luftröhre in die Bronchien. Hier kann mittels einer kleinen Zange eine Gewebeprobe entnommen werden. Diese wird vom Pathologen ausgewertet.

Vor einer möglichen Operation müssen zudem noch die Lungenfunktion und die Blutwerte überprüft werden. Diese geben Anhaltspunkte ob eine Operation überhaupt möglich ist.

Wie wird Lungenkrebs behandelt?

Die Therapie des Lungenkrebses ist abhängig von der Tumorart (kleinzellig versus nicht-kleinzellig), der Größe und dem Befall von anderen Organen.

Im Gespräch mit dem Onkologen (Krebsspezialist) werden die im Spezialfall möglichen Optionen eingehend besprochen.

Grundsätzlich erfolgt bei nicht-operablen Tumoren (was beim kleinzelligen Bronchialkarzinom in rund 70% der Fall ist) eine palliative (lindernde Therapie, da Heilung nicht mehr möglich). Hierbei kommen sowohl Strahlentherapie als auch Chemotherapie in Frage. Das Ziel dabei ist es Schmerzen zu lindern, die Atmung zu erleichtern und die Lebensqualität zu verbessern. Trotzdem hat auch diese Therapie ihre Nebenwirkungen, wie beispielsweise eine Entzündung der Herzmuskulatur aufgrund der hohen Strahlendosis. Die Vor- und Nachteile müssen mit ihrem betreuenden Arzt besprochen und speziell für Ihren Fall gegeneinander abgewogen werden.

Bei frühzeitiger Diagnose erfolgt die Therapie des kleinzelligen Lungenkarzinoms mit dem Ziel der Heilung. Dabei handelt es sich meist um eine Polychemotherapie (Chemotherapie bestehend aus verschiedenen Medikamenten). Vorsorglich sollte auch die Bestrahlung des Schädels erfolgen, da die Verschleppung von Tumorzellen (Metastasierung) dorthin recht häufig geschieht. Die Operation erfolgt hier nur in Ausnahmefällen (Zufallsbefund bei anderer Operation, minimale Tumorgröße, etc.).

Handelt es sich um ein nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom ist die Therapie der Wahl die operative Entfernung (Resektion) des Tumors. Je nach Größe des Tumors werden Teile der Lunge bis hin zu einem ganzen Lungenlappen (die linke Lunge besteht aus zwei, die recht aus drei Lappen) oder einer ganzen Lungenhälfte entfernt. Besteht die Möglichkeit zu einer Operation aus bestimmten Gründen (hohes Alter, schlechte Lungenfunktion) nicht, kann auch alternativ eine Bestrahlung erfolgen.

Bei größeren Tumoren muss eventuell zusätzlich eine Bestrahlung und/oder Chemotherapie erfolgen.

Die palliative Therapie erfolgt wie beim kleinzelligen Lungenkarzinom.

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe beim Lungenkrebs?

Die Prognose beim Bronchialkarzinom ist im fortgeschrittenen Stadium schlecht. In fünf Jahren überlebt nur einer von fünf Patienten. Der Grund dafür liegt im späten Entdecken der Erkrankung aufgrund fehlender und fehlgedeuteter Symptome.

In diesem Zustand ist meist nur noch eine Schmerzlindernde (palliative) Therapie möglich.

Wird der Tumor in einem frühen Stadium entdeckt, sind die Überlebenschancen mit erfolgreicher Therapie vergleichsweise hoch (ca. 50%).

Hierbei sind die Verlaufskontrollen äußerst wichtig. Dazu gehören unter anderem Kontrollen von bestimmten Tumormarkern (die aber zur Früherkennung nicht verwendet werden können), Blutwerten und Röntgenkontrollen in vorgegebenen Zeiträumen.

 

Quellen:

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/020-007.html

Arastéh, Keikawus; Baenkler, Hanns-Wolf : Innere Medizin. 2., vollst. überarb. und erw. Aufl. Stuttgart: Thieme 2009.

Herold, Gerd: Innere Medizin. Köln, Eigenverlag 2012.


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