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Informationen zum Bereich Knorpeltransplantation

(Knorpelzelltransplantation)

Der reibungslose Ablauf von mechanischen Teilen in Maschinen wird durch Schmierfett oder Schmieröl gewährleistet. So ähnlich funktionieren auch menschliche Gelenke. Um ...

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Informationen zum Bereich Knorpeltransplantation

(Knorpelzelltransplantation)

Der reibungslose Ablauf von mechanischen Teilen in Maschinen wird durch Schmierfett oder Schmieröl gewährleistet. So ähnlich funktionieren auch menschliche Gelenke. Um Reibung zwischen Knochen und Druckspitzen zu vermindern, gibt es in unserem Körper über den Gelenkflächen der Knochen einen unterstützenden Mantel aus Knorpel. Umgeben wird dieser von der Gelenkflüssigkeit (der sogenannten Synovialflüssigkeit), die dem Schmierfett in Maschinen entspricht.

All das garantiert die sanften Bewegungsabläufe, die wir gewohnt sind. Problematisch wird es dann, wenn sich der Knorpel im Alter mit der Zeit ablöst. Durch Überbelastung kann dies auch schon vorzeitig geschehen (Kniearthrose). Das Krankheitsbild der Kniearthrose führt zu schmerzhaften Knorpelschäden und eine Einschränkung der Beweglichkeit des Kniegelenks.

In diesen Fällen ist eine frühzeitige Therapie durch Knorpeltransplantation nötig, denn die Alternative bei einem zu stark zerstörten Gelenkknorpel ist der Gelenkersatz (Knieendoprothese). Der Gelenkersatz wird dabei niemals der ursprünglichen Qualität des eigenen Gelenks entsprechen. Die Knorpeltransplantation aber heilt den defekten Bereich mit körpereigenem Knorpelmaterial und garantiert dadurch die bestmögliche Materialähnlichkeit zum Kniegelenksknorpel.

Was sind die Anwendungsgebiete für die Knorpeltransplantation?

Die Knorpeltransplantation kann bei verschiedenen Arten der Knorpelschädigung im Kniegelenk Verwendung finden. Ein häufiger Grund ist der vorzeitige Gelenkverschleiß bei arthrosebedingter Knorpelschädigung. Ebenso kann die Knorpelzelltransplantation aber auch bei unfallbedingten Knorpelschäden oder frühzeitiger Abnutzung bei Leistungssportlern (Skifahren, Fußball, etc.)  angewandt werden. Ziel ist hier das Vorbeugen einer starken Knorpelschädigung und somit der möglichst lange Erhalt des körpereigenen Gelenkknorpels.

Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Möglichkeiten untersucht, Defekte im Kniegelenksknorpel zu heilen. Von der Knorpelglättung durch Gelenkspiegelung bis hin zu Stammzellen aus dem Knochenmark, welche den Knorpel erneuern sollen. Das Problem damit war die narbige Defektheilung, welche zu einem erneuten frühzeitigen Verschleiß des Kniegelenkknorpels geführt hat.

Auch wurde Knorpel aus einer anderen Stelle in die Defektstelle transplantiert. Hierdurch wurde aber der Defekt mit einem anderen Defekt ausgetauscht.

Voraussetzungen für die Knorpelzelltransplantation sind kleine, tiefe Knorpeldefekte (bis auf den Knochen) von 2-6 cm² oder große, flache Knorpeldefekte bis 10cm². Für ein gutes Ergebnis sollte das Alter der zu Behandelnden zwischen 16 und 50  Jahren betragen.

Wie läuft die Knorpeltransplantation ab?

Zu Beginn der Knorpeltransplantation steht das Patientengespräch mit dem Orthopäden bzw. Unfallchirurgen. Hier berichten Sie unter anderem von Ihren Beschwerden, körperlichen Symptomen, der Dauer der Probleme und früheren Operationen.

Darauf folgt die körperliche Untersuchung  mit spezifischen Knietest, die Bewegungsumfang, Stabilität und Schmerzen überprüfen.

Die Gewinnung der Knorpelzellen erfolgt durch eine Kniegelenkspiegelnung (Arthroskopie). Dabei entnimmt der Orthopäde ein winzig kleines Stückchen Knorpel am nicht belasteten Randbereich des Kniegelenks. Die so gewonnenen Zellen können im Labor vermehrt werden. Die Knorpelzüchtung beansprucht circa 4-6 Wochen.

Dann können die, um ein Vielfaches vermehrten Knorpelzellen in den Bereich des Kniegelenkdefekts eingebracht werden.

Im Fachjargon wird dieses Verfahren der Knorpeltransplantation auch als ACT = Autologe Chondrozyten Transplantation bezeichnet (autolog = aus dem eigenen Körper, Chondrozyten= Knorpelzellen)

Die Transplantation findet wie bereits die Knorpelentnahme durch die Schlüssellochtechnik der Arthroskopie statt.  Hierbei werden drei kleine Löcher im Bereich des Kniegelenks gesetzt. Durch eines wird die Optik eingeführt, die anderen bieten Raum für mikrochirurgische Instrumente. Damit die Knorpelzellen genau an den Defektbereich angepasst werden können, werden sie in ein passendes Vlies- oder Gelstück gegeben, welches in den Defekt eingebracht wird.

Nach der Knorpeltransplantation dauert es einige Zeit, bis sich der implantierte Knorpel mit dem bereits vorhandenen verbunden hat.

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe nach einer Knorpeltransplantation?

Während des langsamen Einwachsens des Knorpels ist eine 6-wöchige Teilbelastung des Kniegelenks wichtig. Die Aufrechterhaltung der Beweglichkeit und des Bewegungsumfangs soll durch passive Bewegungsübungen des Knies garantiert werden. Hierbei helfen Physiotherapie und elektrische Bewegungsschienen.

Nach dieser Zeit kann mit knieschonenden Sportarten begonnen werden (Schwimmen). Ab dem 6. Monat ist auch Joggen wieder erlaubt. Kniebelastende Sportarten wie Skifahren oder Fußballspielen sollten erst nach ca. einem Jahr wieder aufgenommen werden.

Rund 80% der Behandelten haben auch 10 Jahre nach der Knorpeltransplantation keinerlei Schmerzen im Kniegelenk und erfreuen sich verschiedenster sportlicher Betätigungen.

Die Knorpeltransplantation ist eine einfache und schnelle Operation mit sehr guten Erfolgsaussichten. Da der defekte Knorpel mit körpereigenem Knorpel ersetzt wird, ist die Knorpelzelltransplantation auch mit keinerlei Abstoßungsreaktion des Körpers verbunden.

Sollten Sie unter Kniegelenksschmerzen aufgrund von Knorpeldefekten leiden, wenden Sie sich an den Orthopäden/Unfallchirurgen ihres Vertrauens. Dieser wird mit Ihnen die Möglichkeiten einer Knorpeltransplantation ausführlich besprechen.

 

Quellen:

Winker, Karl-Heinrich (2011): Facharzt Orthopädie Unfallchirurgie. Munich: Urban & Fischer.

Grifka, Joachim (2011): Orthopädie und Unfallchirurgie. Für Praxis, Klinik und Facharztprüfung ; mit 155 Tabellen. Berlin [u.a.]: Springer.


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