Knorpeltransplantation: Ablauf, Erfolgsaussichten und Experten in Deutschland, Schweiz und Österreich

spezialisierte Ärzte und medizinische Zentren für Knorpeltransplantation

Informationen zum Bereich Knorpeltransplantation

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Informationen zum Bereich Knorpeltransplantation

Sie suchen einen erfahrenen Facharzt für den medizinischen Bereich Knorpelschaden? Bei PRIMO MEDICO finden Sie ausschließlich Spezialisten, Kliniken und Zentren in Ihrem Fachgebiet in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Oder informieren Sie sich über den Ablauf und die Erfolgsaussichten einer Knorpeltransplantation des Knies, der Hüfte oder des Sprunggelenks.

Was ist eine Knorpelzelltransplantation?

Bei der Knorpelzelltransplantation handelt es sich um ein medizinisches Verfahren zur Therapie von minderschweren Knorpelschäden. Bei der Knorpelzelltransplantation werden zunächst körpereigene Knorpelzellen mit Hilfe einer Nährlösung vermehrt und anschließend in den geschädigten Gelenkknorpel eingebracht. Dieser kann sich so wieder regenerieren. Ausgeprägte oder beidseitige Knorpeldefekte sind Ausschlusskriterien für eine Knorpeltransplantation. Ziel ist das Vorbeugen einer starken Knorpelschädigung und somit der möglichst lange Erhalt des körpereigenen Gelenkknorpels.

Wann ist eine Knorpeltransplantation sinnvoll?

Die Knorpeltransplantation kann bei verschiedenen Arten der Knorpelschädigung eine Therapieoption sein. Ein häufiger Grund ist der vorzeitige Gelenkverschleiß bei arthrosebedingter Knorpelschädigung. Ebenso kann die Knorpelzelltransplantation aber auch bei unfallbedingten Knorpelschäden oder frühzeitiger Abnutzung bei Leistungssportlern (Skifahren, Fußball, etc.) angewandt werden.

Voraussetzungen für die Knorpelzelltransplantation sind kleine, tiefe Knorpeldefekte (bis auf den Knochen) von 2-6 cm² oder große, flache Knorpeldefekte bis 10cm². Für ein gutes Ergebnis sollte das Alter der zu Behandelnden zwischen 16 und 55 Jahren betragen.

Welche Gelenke kommen für eine Knorpeltransplantation in Frage?

Die Knorpeltransplantation ist seit circa 15 Jahren im Einsatz. Im Fachjargon wird dieses Verfahren der Knorpeltransplantation auch als ACT = Autologe Chondrozyten Transplantation bezeichnet (autolog = aus dem eigenen Körper, Chondrozyten= Knorpelzellen). Am häufigsten wird das Verfahren am Kniegelenk durchgeführt. Aber auch bei Knorpelschäden der Hüfte und des Sprunggelenks kann eine Knorpeltransplantation eine Therapieoption darstellen.

Wie läuft die Knorpeltransplantation ab?

Zu Beginn der Knorpeltransplantation steht das Patientengespräch mit dem Orthopäden bzw. Unfallchirurgen. Hier berichten Sie unter anderem von Ihren Beschwerden, körperlichen Symptomen, der Dauer der Probleme und früheren Operationen. Darauf folgt die körperliche Untersuchung mit spezifischen Gelenktests, die den Bewegungsumfang, Stabilität und das Schmerzempfinden überprüfen.

Die Gewinnung der Knorpelzellen erfolgt durch eine Gelenkarthroskopie. Dabei entnimmt der Orthopäde ein winzig kleines Stückchen Knorpel am nicht belasteten Randbereich des Gelenks. Die so gewonnenen Zellen können im Labor vermehrt werden. Die Knorpelzüchtung beansprucht circa 4-6 Wochen. Anschließend werden die Knorpelzellen in den Bereich des Gelenkdefekts eingebracht.

Die Transplantation findet wie bereits die Knorpelentnahme durch die Schlüssellochtechnik der Arthroskopie statt.  Hierbei werden drei kleine Löcher im Bereich des Kniegelenks gesetzt. Durch eines wird die Optik eingeführt, die anderen bieten Raum für mikrochirurgische Instrumente. Damit die Knorpelzellen genau an den Defektbereich angepasst werden können, werden sie in ein passendes Vlies- oder Gelstück gegeben, welches in den Defekt eingebracht wird. Diese Operation dauert circa 30-60 Minuten.

Erfolgsaussichten der Knorpeltransplantation

Während des langsamen Einwachsens des Knorpels ist eine 6-wöchige Teilbelastung des Gelenks wichtig. Die Aufrechterhaltung der Beweglichkeit und des Bewegungsumfangs soll durch passive Bewegungsübungen des Knies, der Hüfte oder des Sprunggelenks garantiert werden. Hierbei helfen Physiotherapie und elektrische Bewegungsschienen.

Nach dieser Zeit kann mit gelenkschonenden Sportarten begonnen werden (Schwimmen). Ab dem 6. Monat ist auch Joggen wieder erlaubt. Kniebelastende Sportarten wie Skifahren oder Fußballspielen sollten erst nach ca. einem Jahr wieder aufgenommen werden. Rund 80% der Behandelten haben auch 10 Jahre nach der Knorpeltransplantation keinerlei Schmerzen im Kniegelenk und erfreuen sich verschiedenster sportlicher Betätigungen.

Die Knorpeltransplantation ist eine einfache und schnelle Operation mit sehr guten Erfolgsaussichten. Da der defekte Knorpel mit körpereigenem Knorpel ersetzt wird, ist die Knorpelzelltransplantation auch mit keinerlei Abstoßungsreaktion des Körpers verbunden.

Welche Fachärzte und Kliniken sind Spezialisten für eine Knorpeltransplantation in Deutschland, Schweiz und Österreich?

Wer eine Knorpeltransplantation benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik oder einen Spezialisten? Knorpeltransplantationen des Kniegelenks, der Hüfte oder des Sprunggelenks sind erprobte Verfahren der Knorpelrekonstruktion in der Orthopädie. Aber auch hier gilt: Je mehr Knorpelzelltransplantationen ein Arzt durchführt, desto erfahrener wird er in seinem Spezialgebiet.

Somit sind Spezialisten für eine Knorpeltransplantation Orthopäden, die sich auf Behandlung von Knorpelschäden spezialisiert haben. Durch ihre Erfahrung und langjährige Tätigkeit als Orthopäden mit dem Schwerpunkt Knorpelchirurgie sind sie für die Durchführung einer Knorpeltransplantation der richtige Ansprechpartner. Viele Orthopäden spezialisieren sich heute auf die Versorgung bestimmter Gelenke. Bei uns finden Sie Kniespezialisten und Fußspezialisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Quellen:

Winker, Karl-Heinrich (2011): Facharzt Orthopädie Unfallchirurgie. Munich: Urban & Fischer.

Grifka, Joachim (2011): Orthopädie und Unfallchirurgie. Für Praxis, Klinik und Facharztprüfung ; mit 155 Tabellen. Berlin [u.a.]: Springer.

 


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