Sprunggelenksarthrose

Sie suchen Informationen zur Fuß- und Sprunggelenksarthrose und Spezialisten für die Behandlung oder Operation? Hier finden Sie ausschließlich erfahrene Fachärzte und Kliniken in Deutschland, Schweiz oder Österreich. Informieren Sie sich über Ursachen, Diagnose und Therapie oder kontaktieren Sie unsere Experten.

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Ärzteliste Sprunggelenksarthrose


Informationen zum Bereich Sprunggelenksarthrose

Was ist eine Sprunggelenksarthrose?

Die Sprunggelenksarthrose beschreibt die degenerative Erkrankung des Knorpels im Sprunggelenk, die nicht entzündlich verläuft. Meistens entsteht die Arthrose physiologisch durch Abnutzung im Alter. Dahingegen entstehen Arthrosen im Sprunggelenk am meisten nach (Sport-)Verletzungen und nicht altersbedingt.

Anatomie des Sprunggelenks

Bild Sprunggelenksarthrose „Das Sprunggelenk“ bezeichnet eigentlich zwei Gelenke, nämlich das obere und untere Sprunggelenk. Im oberen Sprunggelenk erfolgt die Beugung und Streckung des Fußes, während im unteren Sprunggelenk die Kippung zu beiden Seiten möglich ist, sogenannte Eversion und Inversion. Das Besondere an diesen Gelenken ist, dass das gesamte Körpergewicht auf ihnen lastet und sie so eine gewisse Stabilität garantieren müssen. Gleichzeitig ist ihre Flexibilität essentiell für den normalen Gang, sodass eine komplette Versteifung des Gelenks mittels Bändern die Funktionalität einschränken würde.

Ursachen für eine Arthrose des Sprunggelenks

Die Sprunggelenksarthrose kann unterschiedliche Ursachen haben. In den wenigsten Fällen handelt es sich um einen normalen Alterungsprozess des Körpers wie es bei der Hüft- und Kniearthrose der Fall ist, bei der die Arthrose erst im hohen Lebensalter eintritt.

Sprunggelenksarthrose in den meisten Fällen folge einer Verletzung

In den meisten Fällen handelt es sich um die Folge einer Knorpel-, Knochen und/oder Bandverletzung . Bei einer Verletzung der Bänder kann die Stabilität der Sprunggelenke verloren gehen, sodass es zu Fehlbelastungen kommt. Dadurch wird an Stellen mit höheren Druck der Knorpel schneller „abgenutzt“. Gleiches gilt für angeborene Fehlstellungen des Fußes, z.B. Klumpfüße, Plattfüße und Hohlfüße. Wird bei einem Unfall der Knorpel verletzt, kann es zu einer unvollständigen Heilung führen, sodass an den Stellen mit weniger Knorpel der Knochen bei Bewegung belastet wird und es so zu Schmerzen kommt.

Symptome der Sprunggelenksarthrose

Eine Arthrose kann eine Vielzahl von Beschwerden auslösen, welche vom Stadium der Krankheit abhängig sind. In frühen Stadien kann die Arthrose auch asymptomatisch bleiben und so unerkannt bleiben. Anfangs verspüren die Betroffenen Schmerzen lediglich bei Bewegungsbeginn und während längerer starker Belastung.

Erst im weiteren Verlauf der Krankheit können Dauer- und Nachtschmerzen auftreten. Im Endstadium ist das Gelenk funktionell und durch Schmerzen soweit eingeschränkt, dass Betroffene nicht nur Probleme beim Sport haben, sondern auch in ihrem Alltag beeinträchtig sind.

Der Knorpelrückgang lässt sich auch radiologisch im Röntgenbild erkennen. Der Gelenkspalt wird kleiner und die Knochenflächen zeigen spezifische Zeichen, die für eine versuchte Kompensation des Körpers gegen die erhöhte Reibung sprechen.

Wie wird eine Arthrose des Sprunggelenks behandelt?

Ziel der Therapie dieser Erkrankung ist die Schmerzlinderung und die Verlangsamung der Krankheitsfortschreitung. Durch eine adäquate Schmerztherapie nach WHO-Schema, werden Patienten optimal auf die individuellen Tätigkeiten des Tages eingestellt.

Eine gezielte Behandlung des Knorpels mindert die Schäden des darunterliegenden Knochens und verhindert so weitere Schmerzen. Eine Fußoperation zur Korrektur von Fehlstellungen oder zur Wiederherstellung von Bandstrukturen kann zu einer besseren Stabilität des Fußes beitragen. So kann das Fortschreiten der Arthrose verlangsamt werden. Eine andere Möglichkeit der Behandlung ist die autologe Knorpeltransplantation , bei der körpereigenes Knorpelgewebe an den betroffenen geschädigten Knorpelflächen des Sprunggelenks eingebracht wird.

Ist durch diese Methoden eine gerechte Therapie der Arthrose nicht mehr möglich, kann eine Versteifung des Sprunggelenks oder eine Sprunggelenksprothese zum Einsatz kommen. Diese ersetzt das natürliche Gelenk und ermöglicht den ursprünglichen Bewegungsumfang mit schmerzfreier Funktionalität.

Weitere Formen von Fuß Arthrose

Im Fuß sind weitere Gelenke vorhanden, die von einer Arthrose betroffen sein können. Die zwei häufigsten Arthrosen dort sind:

  • Fußwurzelarthrose im Lisfranc-Gelenk zwischen Mittelfuß und Fußwurzel
  • Hallux rigidus im Großenzehengrundgelenk

Hierbei handelt es sich so wie bei der Sprunggelenksarthrose weniger um eine Alterserscheinung, als um Folgen von Verletzungen oder angeborenen Fehlstellungen. Die Symptomatik ist ähnlich zu anderen Gelenkarthrosen : anfangs leiden die Betroffenen vor allem morgens unter Schmerzen und nach längerer Belastung, während im fortgeschrittenen Stadium auch Schmerzen in Ruhe und nachts verspürt werden.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für Sprunggelenksarthrose in Deutschland, Schweiz und Österreich?

Die Sprunggelenksarthrose fällt in das Fachgebiet der Orthopädie. Die Fachärzte der Orthopädie beschäftigen sich mit Erkrankungen des Bewegungsapparates. Der Orthopäde oder die Orthopädin übernehmen die Diagnose, Behandlung und Nachsorge der Sprunggelenksarthrose. Falls eine Prothese nötig ist, können sich Patienten an spezielle Kliniken für Spezielle Chirurgie und Endoprothetik wenden.

Quellen:

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Schünke et al. (Hrsg.): Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem . 4. Auflage. Thieme 2014, ISBN 978-3-131-39524-5.

Boeck et al.: Prüfungswissen Physikum . Thieme 2009, ISBN 978-3-131-45221-4.

Wolfgang Miehle: Rheumatologie in Praxis und Klinik . Georg Thieme Verlag 2000, ISBN 978-3-137-01102-6.

Furger, Suter: SURF-med Guidelines Medizin der Schweiz . 3. Auflage. Editions D&F 2008, ISBN 3-905-69910-9.

Herold et al.: Innere Medizin . Eigenverlag 2012, ISBN 978-3-981-46602-7.


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