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Informationen zum Bereich Kniearthrose

(Gonarthrose)

Egal ob Sommer oder Winter, viele Menschen  erfreuen sich an diversen sportlichen Aktivitäten. Fit sein, aktiv sein, gesund sein ist das ...

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Informationen zum Bereich Kniearthrose

(Gonarthrose)

Egal ob Sommer oder Winter, viele Menschen  erfreuen sich an diversen sportlichen Aktivitäten. Fit sein, aktiv sein, gesund sein ist das Motto Jedoch bergen einige Sportarten auch Gefahren, beispielsweise durch extreme Fehlbelastungen unserer Gelenke.

Bei der Kniearthrose oder im Fachjargon auch Gonarthrose genannt, handelt es sich um eine vorzeitige Abnutzung des Kniegelenks mitsamt des Gelenkknorpels. Frauen sind dabei weit häufiger betroffen als Männer. Bei dieser degenerativen, nicht entzündlichen (im Gegensatz zur Arthritis) Zerstörung des Kniegelenks können nur einzelne oder alle Knochen des Kniegelenks betroffen sein (Oberschenkelknochen, Schienbein und Kniescheibe). Die Kniearthrose ist eine der häufigsten Erkrankungen von Gelenken im höheren Alter. Meist beginnt die Kniearthrose  im fünften Lebensjahrzehnt.

Was sind die Ursachen für die Kniearthrose ?

Die Auslöser der Gonarthrose sind vielfältig. Grundsätzlich unterscheidet der Orthopäde eine primäre Ursache von einer sekundären Ursache.

Die Ursache der primären Kniearthrose ist bislang unklar.

Die sekundäre Form kann durch Achsenfehlstellungen (X-, O-Beine), Knieverletzungen oder Entzündungen ausgelöst werden. Aber auch diverse Stoffwechsel- und Hormonstörungen  (Harnsäuregicht, Chondrokalzinose etc.) können zu einer progredienten Zerstörung des Kniegelenks führen.

Da die Kniearthrose durch eine andauernde Überbelastung (bsp. Übergewicht, bestimmte berufliche Tätigkeiten) ausgelöst werden kann, wurde sie vor wenigen Jahren als Berufserkrankung eingeordnet. Ob Ihr Beruf zu den besonders kniebelastenden Berufen zählt sollten sie mit einem Arbeitsmediziner abklären.

Was sind die Symptome dieser Erkrankung?

Hauptmerkmal der Kniearthrose sind die Schmerzen. Anfangs treten sie nur bei voller Streckung oder Beugung auf, später dann auch bei jeglicher Belastung. Meist ist die aktive Bewegung von einem unangenehmen Knirschen (Krepitation) im Gelenk begleitet.

Besonders auffällig ist die sogenannte Morgensteifigkeit. Sie können sich dies als Lösen eine festsitzenden Schraube vorstellen. Nach Ruhephasen ist das Kniegelenk nur sehr schwergängig und leicht schmerzhaft. Nach einiger Zeit der Bewegung (30 min.) ist es wieder leichtgängig und gut geschmiert (Gelenkflüssigkeit).

Mit der Zeit kann es schmerzbedingt zu einer Bewegungseinschränkung kommen. Da daraus Folgend eine volle Beugung bzw. Streckung des Kniegelenks vermieden wird, beginnen sich die Sehnen zu verkürzen (Beugekontraktur). Gehbehinderung, Instabilität, zunehmende Achsenfehlstellung des Kniegelenks und eine daraus entstehende Gangunsicherheit folgen.

Tritt begleitend zur Kniearthrose auch eine Entzündung des Gelenks auf (Kniesynovitis), spricht man von einer aktivierten Gonarthrose. Diese ist deutlich schmerzhafter und an einer Schwellung und Überwärmung des Kniegelenks zu erkennen.

Was sind die Diagnoseverfahren?

Meist führen die oben genannten Symptome den Patienten zum Arzt (Allgemeinmediziner oder Orthopäde).

Hier wird der Arzt zuerst ihre Kranken- bzw. Leidensgeschichte erfragen (Anamnesegespräch).

Bei der späteren körperlichen Untersuchung zeigen sich dem Orthopäden Bewegungseinschränkungen, Fehlstellungen und knöcherne Auftreibungen ( verbreiterte und vergrößerte Gelenke), die ihn der Diagnose näher bringen.

Meist wird daraufhin ein Besuch beim Radiologen veranlasst. Dieser kann anhand Ihrer Röntgenbilder arthrosetypische Veränderungen feststellen. Dazu gehören unter anderem Knochenneubildungen (Osteophyten) an allen gelenkbeteiligten Knochen sowie eine Verschmälerung des Gelenkspalts.

Eine weitere hilfreiche Diagnosemethode ist das Gelenkspunktat. Hierbei wird unter sterilen Bedingungen etwas Gelenkflüssigkeit gewonnen, welches dann in der Analyse typische Veränderungen aufweist.

Wie wird die Kniearthrose behandelt?

Am Anfang steht immer der Versuch einer konservativen Behandlung mit dem Erhalt des eigenen Kniegelenks. Erst bei Ausreizung dieser Methoden kommt eine operative Behandlung seitens der Kniechirurgie in Frage.

Zu den Konservativen Methoden gehört die Stärkung des Muskelapparats, welcher das Knie entlastet. Richtige Belastung bzw. Entlastung kann durch Gewichtsreduktion, Gehhilfen und Pufferabsätze geschaffen werden.

Zusätzlich können schmerzlindernde und antientzündliche Medikamente zur Überbrückung verschrieben werden (eine Dauereinnahme ist meist mit schweren Nebenwirkungen behaftet).

Eine andere Variante der Schmerzlinderung,  nicht aber der Gelenksschonung, ist die Kortisoninjektion in das Kniegelenk. Hiermit erfolgt eine deutliche Schmerzreduktion, welche bei Bedarf auch wiederholt werden kann.

Zu den gelenkerhaltenden Operationen zählen die Umstellungsosteotomie bei X-, O-Bein und die Entlastungsfeder, welche in das betroffene Kniegelenk einseitig eingebracht wird um bei jedem Schritt das Gelenk um ca. 13 kg zu entlasten.

In schweren Fällen von Kniearthrose ist zur Wiedergewinnung der ursprünglichen Funktion der Ersatz des Kniegelenks durch eine Endoprothese nötig. Hier gibt es verschiedene Methoden, welche je nach Abnutzung des Gelenks und der Bänder in einer Operation durch den Orthopäden bzw. Unfallchirurgen eingebracht werden.

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe bei der Kniearthrose?

Unbehandelt führt die Kniearthose zu ständigen Schmerzen, Instabilität der Gelenke  bis hin zu starken Bewegungseinschränkungen. Hier kann die Therapie Abhilfe schaffen.

Ob es sich dabei um eine konservative Therapie mit Muskelaufbau und Cortisonspritzen handelt oder ob bei Nichterhaltungsfähigkeit des Kniegelenks eine Knieprothese durch den Orthopäden eingebaut wird, beide Varianten bieten Ihnen die Möglichkeit schmerzfrei und mit altem Elan die Welt zu Fuß zu erkunden.

Knieendoprothesen haben hervorragende Überlebenszeiten. So müssen innerhalb 10 Jahren bei maximal fünf Prozent der Patienten die Vollprothesen gewechselt werden.

Warten Sie nicht bis sich ihr Kniegelenk verabschiedet, tun Sie aktiv etwas dagegen. Ihr Orthopäde unterstützt Sie in der Beratung der für Sie passenden Behandlung ihrer Kniearthrose.

 

Quellen:

http://dgrh.de/qualitaetsmanual3_32.html

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/012-008.html

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/arthrose/article/854647/kniegelenksarthrose-bewegung-schmerz.html

Arastéh, Keikawus; Baenkler, Hanns-Wolf : Innere Medizin. 2., vollst. überarb. und erw. Aufl. Stuttgart: Thieme 2009.

Herold, Gerd: Innere Medizin. Köln, Eigenverlag 2012.


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