Hirntumor (Gehirntumor)

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Informationen zum Bereich Hirntumoren

Was ist ein Hirntumor?

Als Hirntumore werden ganz allgemein in der Medizin alle Geschwülste im Inneren des Schädels bezeichnet. Hirntumoren machen mit etwa 2% beim Erwachsenen nur einen sehr geringen Teil aller Krebserkrankungen aus. Sie zählen damit zu den eher seltenen Erkrankungen. Im Kindesalter treten Hirntumoren im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen allerdings häufiger auf und ist die zweithäufigste Krebserkrankung.

Viel häufiger als die eigentlichen Hirntumoren, die aus Hirngewebe entsteht, sind Hirnmetastasen, also Tochtergeschwüre von anderen Tumoren im Körper. Hirnmetastasen stammen in vielen Fällen von Lungen-, Brust- oder schwarzen Hautkrebs. Diese Tumorzellen werden durch die Lymphgefäße oder Blutgefäße in das Gehirn eingeschwemmt und setzen sich dann dort fest.

Welche Hirntumoren gibt es?

Hirntumoren können aus unterschiedlichen Gewebearten bestehen. An der Zellart kann man eine Einteilung der Hirntumore vornehmen.

  • Nervenzellen: Neurinome
  • den Zellen der Hirnhäute: Meningeome
  • Fettgewebe: Lipome
  • Immunzellen: Lymphom
  • Astrozyten: Astrozytom
  • Gliazellen: Glioblastom

Hirntumoren werden außerdem nach ihrer Wachstums-, Verdrängungs-, und Metastasierungseigenschaft kategorisiert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Hirntumoren daher in verschiedene Tumorgrade ein, um die Gefährlichkeit und Prognose einschätzen zu können:

  • WHO-Grad I: gutartig, langsames Wachstum, sehr gute Prognose
  • WHO-Grad II: noch gutartig, Risiko des Übergangs zu bösartigem Tumor
  • WHO-Grad III: bereits bösartig
  • WHO-Grad IV: sehr bösartig, schnelles Tumorwachstum, schlechte Prognose

Gutartige Hirntumoren

Ein gutartiger Gehirntumor wächst nur langsam und bleibt dabei meist von benachbartem, gesundem Hirngewebe gut abgrenzbar. Die häufigsten gutartigen Hirntumore sind:

  • Astrozytom
  • Oligodendrogliom
  • Oligoastrozytom

Bösartige Hirntumoren

Ein bösartiger Gehirntumor nimmt dagegen häufig schnell an Größe zu und wächst dabei zerstörerisch in das umgebende Gewebe hinein, es zeigt sog. infiltratives Wachstum. Die häufigsten bösartigen Hirntumore sind:

  • Gliome
  • Meningeome
  • Hypophysentumore
  • Neurinome
  • Metastasen

Hirntumoren bei Kindern

Hirntumoren sind die häufigsten soliden Krebserkrankungen bei Kindern, die jünger sind als 15 Jahre. Außerdem sind Hirntumore die zweithäufigste Todesursache durch Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Die Tumore unterscheiden sich wesentlich von Hirntumoren bei Erwachsenen. Die häufigsten ZNS-Tumoren bei Kindern sind(in Reihenfolge):

  • Astrozytome
  • Medulloblastome
  • Ependymome

Die Diagnose „Gehirntumor“ bedeutet für die betroffenen Kinder, Geschwisterkinder und Sie als Eltern meist eine große psychische Belastung. Daher ist eine umfassende Betreuung mit Einbezug der Eltern und Lebenssituation umso wichtiger.

Anzeichen und Symptome von Hirntumoren

Hirntumoren können viele unterschiedliche Symptome auslösen. Welche Symptome genau beim Betroffenen auftreten, hängt von der Art des Tumors und dessen Lage ab. Bei langsamem Tumorwachstum kann sich das Gehirn adaptieren, indem die nicht betroffenen Hirnareale die Funktionen der geschädigten Hirnregion übernehmen. Dies erklärt, warum manchmal sehr große Gehirntumoren lange Zeit keine Beschwerden verursachen und daher unentdeckt bleiben. Erst bei schnellen Wachstum und damit schnellen Verdrängen und Ausfallen von Hirnfunktionen, kommt es zu Symptomen wie: Erbrechen, Sehstörungen, epileptische Anfälle, Lähmungen, Sprachstörungen, Kopfschmerzen und Veränderungen des Verhaltens und der Persönlichkeit. Oft sind die Symptome unspezifisch und man kann viele dieser Anzeichen erst im Nachhinein im Zusammenhang sehen und richtig deuten.

Hirntumor-Diagnostik

Hat der Arzt den Verdacht, dass sein Patient einen Hirntumor (Gehirntumor) haben könnte, sind verschiedene Untersuchungen nötig. Als Erstes wird im Gespräch zunächst die Symptomatik und Krankheitsgeschichte geklärt. Eine entscheidende Rolle bei der Diagnose spielen vor allem die sogenannte Bildgebung, bei der durch verschiedene Methoden Bilder des Kopfes gewonnen werden, wie durch

  • Magnetresonanztomographie (MRT) mit und ohne Kontrastmittel
  • Magnetresonanz-Spektroskopie (MRS)
  • Computertomographie (CT)
  • Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

Diese bildgebenden Verfahren  können durch weitere Untersuchungen ergänzt werden wie:

  • Liquoruntersuchung
  • Elektroenzephalographie
  • Angiographie

Um herauszufinden, aus welchem Gewebe der Tumor besteht, kann eine Gewebeprobe hilfreich sein. Diese wird dann durch den Pathologen unter dem Mikroskop und durch chemische Verfahren untersucht. Auch die Untersuchung des Erbguts in den Tumorzellen spielt eine Rolle in der Prognose und Therapie des Hirntumors.

Behandlungsmöglichkeiten von Hirntumoren

Bei Hirntumoren bildet eine Operation meist den ersten Schritt und ist die Grundlage für Diagnose und Therapie. Die Operabilität hängt aber von der Lokalisation und Größe des Tumors ab. Oberflächliche Tumore sind besser zugänglich, als solche, die tief liegen und durch empfindliche Gehirnregionen verborgen sind. Auch ist es so, dass oft eine Operation alleine nicht ausreicht. In diesen Fällen kommen weitere Therapieansätze hinzu, nämlich Chemotherapie und Strahlentherapie. Bei der Chemotherapie werden Medikamente über den Blutstrom in den Körper eingebracht. Diese Medikamente schädigen schnell wachsende Zellen, also hauptsächlich Tumorzellen. Bei der Strahlentherapie wird gezielt hochenergetische Strahlung auf den gewünschten Ort gerichtet. Dadurch werden die Zielzellen geschädigt oder getötet.

Das Ziel ist es immer, den Tumor komplett zu entfernen. Ist dies nicht möglich, kann eine Operation aber trotzdem sinnvoll sein, um den Tumor zu verkleinern und so neurologische Symptome zu mindern. Hier steht die Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund.

Prognose und Lebenserwartung

Bösartige Tumorerkrankungen bei Kindern haben oft eine günstigere Prognose als Krebserkrankungen im Erwachsenenalter. Je nach WHO-Grad kann die Lebenserwartung sehr unterschiedlich ausfallen. Bei Grad I Tumoren kann ein Patienten nach einer vollständigen Tumorentfernung als geheilt angesehen werden, während beim aggressiven Glioblastom WHO Grad IV gar keine Heilung trotz bester Therapie möglich ist. Statistisch betrachtet, beträgt die Überlebenszeit von Glioblastom-Patienten nach der Diagnosestellung im Mittel zwölf bis 14 Monate, sie kann im Einzelfall aber auch wesentlich darüber liegen. Auch muss die körperliche Verfassung, das Alter, die Nebenerkrankungen und die soziale Unterstützung zur Abschätzung der Prognose betrachtet werden.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten bei Gehirntumoren?

Wenn es um Hirntumore geht, arbeiten Fachärzte der Neurologie, Neuroradiologie, Neurochirurgie und Strahlentherapie in einem interdisziplinären Team zusammen. In Kliniken kommen diese Teams in regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenzen zusammen, um jeden Patienten individuell zu besprechen. Handelt es sich bei dem Patienten um ein Kind oder einen Jugendlichen, wird auch ein Facharzt der Pädiatrie hinzugezogen.

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.

Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Hirntumoren überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • Louis et al.: The 2016 World Health Organization Classification of Tumors of the Central Nervous System: a summary. In: Acta Neuropathologica. Band 131, 2016, doi: 10.1007/s00401-016-1545-1, S. 803–820.
  • Reuss et al.: IDH mutant diffuse and anaplastic astrocytomas have similar age at presentation and little difference in survival: a grading problem for WHO. In: Acta Neuropathologica. Band 129, 2015, doi: 10.1007/s00401-015-1438-8, S. 867–873.
  • Weller et al.: Gliome: Aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 113, 2016, doi: 10.3238/PersOnko, S. 18–20.
  • Recht et al.: Management of low-grade glioma. In: UpToDate. 2017.
  • International Agency for Research on Cancer: WHO Classification of Tumours of the Central Nervous System. World Health Organisation 2016, ISBN 978-9-283-24492-9.
  • van den Bent: Clinical features, pathology, and prognostic factors for oligodendroglial tumors. In: UpToDate. 2015


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