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Informationen zum Bereich Hirntumor-Operation

Hirntumoren, ob gut oder bösartig (das Wort Tumor, aus dem Lateinischen kommend, bedeutet grundsätzlich zunächst Schwellung, Wucherung, Geschwür und wird sowohl für ...

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Informationen zum Bereich Hirntumor-Operation

Hirntumoren, ob gut oder bösartig (das Wort Tumor, aus dem Lateinischen kommend, bedeutet grundsätzlich zunächst Schwellung, Wucherung, Geschwür und wird sowohl für gutartige, als auch bösartige Tumoren verwendet), sind bei ihrer Entdeckung ein Schock für Betroffene und Angehörige. Die Angst ist groß, zumal die Folgen ohne Behandlung Nervenausfälle, Wesensveränderungen und schließlich bis hin zum Tod führen können.

Seit der Erfindung von CT (Computertomographie), MRT (Magnetresonanztomographie) und den neuen Narkosetechniken konnten sich einige erfolgreiche Therapieoptionen festigen, welche die vollständige Heilung dieser Hirntumore ermöglichen oder in manchen Fällen zumindest die Lebensqualität erhöhen und Symptome mildern können.

Was sind die Ursachen für einen Hirntumor?

Zu den häufigsten Ursachen, die eine Hirntumor-Operation nötig machen, zählen gewiss die bösartigen Tumoren. Dabei treten im Erwachsenenalter am häufigsten Metastasen im Gehirn auf (Metastasen sind Ableger von Tumoren anderer Organe. Sie entstehen indem Tumorzellen über die Blutbahn vom Ursprungsort z.B. der Brustdrüse bei Brustkrebs, ins Gehirn gelangen und sich dort ansiedeln). Am nächst häufigsten sind Gliome und Astrozytome (bei beiden handelt es sich um hirneigenes Gewebe, die sogenannten Stützzellen des Gehirns).

Auch gutartige Tumore wie die Meningeome, die aus den Hirnhäuten entspringen, können eine Operation nötig machen.

Was sind die Symptome dieser Erkrankung?

Grundsätzlich können alle Wucherungen im Gehirn, egal ob gut oder bösartig, aufgrund der engen und festen Schädelbegrenzung und den geringen Ausweichmöglichkeiten zu Symptomen führen, die eine Operation notwendig machen.

Zu diesen Symptomen zählen Kopfschmerzen, Schwindel, epileptische Anfälle, Nervenausfälle aller Art (da die Steuerzentren für Sehen, Sprechen, Hören, Fühlen, Bewegung, Atmen, Hormone, etc. im Gehirn liegen), Persönlichkeitsveränderung und komaartige Zustände in schlimmeren Fällen. Diese Symptome kommen zustande durch: Eindringen (Infiltration) von Tumorzellen in bestimmte oder mehrere Bereiche des Gehirns, durch Verdrängung von Außen oder durch Abdrücken/Verlegen des Abflusses von Hirnwasser (Liquor) was zur Drucksteigerung im Kopf führt.

Was sind die Diagnoseverfahren?

Die Diagnose eines Hirntumors erfolgt mit Hilfe der Radiologie. Verschiedenste radiologische Verfahren (CT, MRT, Ultraschall, Angiographie) können den Tumor sichtbar machen und genau lokalisieren.

Wie wird der Hirntumor behandelt?

Wann ein Hirntumor durch eine Operation behandelt wird oder werden muss hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten der Tumortherapie. Dazu gehören Strahlentherapie, Chemotherapie und die Operation. Wobei Letzteres in den meisten Fällen die Therapie der Wahl ist und Erstere entweder zusätzlich angewandt werden oder wenn der Tumor chirurgisch nicht zu erreichen, lebenswichtige Hirnbereiche (Kleinhirn, Sprachzentrum, etc.) betroffen oder der Patient zu alt und krank ist (so dass die Risiken einer Operation größer wären als der Vorteil, der daraus entstünde). In diesen Fällen wird meist dennoch eine kleine Operation im Sinne einer Biopsie (Gewebeentname mit einer Art Nadel) durchgeführt und das Gewebe untersucht um die folgende Strahlen- bzw. Chemotherapie auf die genaue Art des Tumors anpassen zu können.

Im Detail muss das Wann, Warum und Wie speziell auf den Patienten angepasst  werden und vom behandelnden Arzt mit Patient und Angehörigen genau erläutert und besprochen werden.

Eine Hirntumor-Operation findet für gewöhnlich  in Vollnarkose statt (kein Bewusstsein und kein Schmerzempfinden). In speziellen Fällen, in denen sich nahe des Tumorgebietes wichtige Hirnbereiche befinden, kann eine Teilnarkose (Bewusstsein vorhanden bei fehlendem Schmerzempfinden) eingeleitet werden oder nach der Eröffnung des Schädelknochens das Bewusstsein des Patienten für einen bestimmten Zeitraum wiedererlangt werden. Hier kann dann mithilfe von Sprechübungen, Leseübungen, Bilder erkennen und Beschreiben überprüft werden, ob bestimmte Bereiche schon mit den Instrumenten erreicht werden oder ob keine Gefahr besteht diese Bereiche zu verletzen.

Da die Hirntumor-Operation in einem eng begrenzten Raum, dem menschlichen Schädel stattfindet, der gefüllt ist mit vielen lebenswichtigen Strukturen muss bei der Navigation in diesem Raum äußerste Sorgfalt und Präzision herrschen. Zur Hilfe des Operationsteam wurden daher verschiedene Verfahren entwickelt:

Bei der Neuronavigation handelt es sich um ein bildgestütztes Verfahren. Aus den Bilddaten, die vor der Operation gewonnen wurden (CT, MRT, Ultraschall, Gefäßdarstellung (Angiographie)) wird ein dreidimensionales Abbild des Gehirns zusammengesetzt. Innerhalb dieses Abbilds kann sie der Operateur schon vor der Operation gefährliche Bereiche markieren und den besten Zugangsweg erörtern. Zusätzlich kann mithilfe stereotaktischer Überwachung (Berechnung mittels mehrerer Punkte im Raum) während der Operation der genaue Ort des chirurgischen Instruments  mit dem dreidimensionalen Computerbild dargestellt werden.

Unterstützend kann auch einige Stunden vor der Operation ein bestimmtes Mittel eingenommen werden, welches durch die Blutbahn ins Gehirn gelangt und sich dort in bestimmten Tumoren absetzt. Während der Operation  fluoresziert das Medikament dann mittels Blaulicht (die Tumorzellen beginnen zu leuchten).

Das Neuromonitoring ist ein weiteres hilfreiches Verfahren welches Standardmäßig in Operationen nahe wichtige Hirnzentren eingesetzt wird. Hierbei wird durchgehend die Funktionsfähigkeit verschiedener Hirnnerven überprüft (Gesichtsmuskulatur, Zungenmuskulatur, etc.) sowie die sensiblen (Spüren) und motorischen (Bewegen) Bahnen die vom Gehirn ausgehen. Im Falle einer drohenden Schädigung kann innerhalb kürzester Zeit der Ort der Schädigung gefunden und weiterer  Schaden verhindert werden.

Zum Ende der Operation gibt es die Möglichkeit noch im Operationssaal das Ergebnis im CT oder MRT zu begutachten und den Erfolg zu überprüfen.

Danach geht es auf die neurochirurgische Überwachungsstation, wo nach erneuter CT-Kontrolle nach 1-2 Tagen und gutem Befinden eine Verlegung auf die Normalstation folgen kann.

Wie sind die Prognosen nach einer Hirntumor-Operation?

Ziel der Operation ist die Vollständige Entfernung des Tumors. Gelingt dies ist in einigen Fällen (besonders bei gutartigen Tumoren) die Behandlung damit erfolgreich und abgeschlossen.

Bösartige Tumoren wie das Gliom können auch durch eine Operation nicht komplett entfernt (geheilt) werden, da sie viele Tumorzellen in das ganze Hirngewebe verstreut haben. Hier ist das Ziel möglichst viel Tumormasse zu entfernen um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Gerade durch die hervorragende technische Unterstützung der Operationstechniken im Bereich des Gehirns und die ständige Überwachung aller gefährdeter Areale und Funktionen des Gehirns sind die Risiken der Operation im Laufe der letzten Jahre stetig gesunken und eine Operation immer schwieriger (und früher hoffnungsloser Fälle wurde möglich).

 

Quellen:

Tonn Jörg-Christian et al: Oncology of CNS Tumors, Springer Verlag 2010 

Siewert, Jörg Rüdiger: Chirurgie. Berlin, Heidelberg: Springer, 2006.


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