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Informationen zum Bereich Glioblastome

(Glioblastoma multiforme oder auch Astrozytom Grad IV)

Das Glioblastom ist der bösartigste und auch der häufigste hirneigene Tumor (im Gegensatz zu hirnfremden ...

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Informationen zum Bereich Glioblastome

(Glioblastoma multiforme oder auch Astrozytom Grad IV)

Das Glioblastom ist der bösartigste und auch der häufigste hirneigene Tumor (im Gegensatz zu hirnfremden Tumoren, wie beispielsweise Hirnmetastasen eines Brustkrebses) im Erwachsenenalter.

Das Glioblastom entsteht aus Gliazellen (Stützzellen) des zentralen Nervensystems (ZNS). Im Falle eines Glioblastoms entarten einige dieser Stützzellen und beginnen unbegrenzt zu wachsen.

Im Durchschnitt betrifft diese Erkrankung ältere Menschen (Mittleres Erkrankungsalter zwischen 50-70 Jahre) und häufiger Männer als Frauen.

Was sind die Ursachen für das Glioblastom?

Das Glioblastom entsteht in den meisten Fällen neu (de novo) kann sich aber auch aus weniger bösartigen Astrozytomen entwickeln. Es tritt dann häufig als Rezidiv (Erneutes Auftreten) des Astrozytoms auf.

Zusätzlich gibt es auch gewisse Erkrankungen, die mit dem gehäuften Auftreten eines Glioblastoms assoziiert und somit zum Teil vererbbar sind.

Bis auf eine therapeutische Strahlentherapie im Kindesalter, welche nach vielen Jahren zu einem Hirntumor führen kann, sind keinerlei Faktoren (Ernährung, Giftstoffe, normale Röntgenstrahlung, etc.) bekannt, welche das Auftreten eines Glioblastoms begünstigen würden.

Was sind die Symptome dieser Erkrankung?

Durch das schnelle Wachstum des Tumors und der engen Begrenzung durch den Schädelknochen, treten Symptome relativ frühzeitig auf. Eines der ersten Symptome kann ein lang andauernder, auf Medikamente schlecht oder nicht ansprechbarer, Kopfschmerz sein.

Des Weiteren folgen oft durch die Drucksteigerung im Gehirn weitere typische Hirndruckzeichen, wie Erbrechen, Somnolenz (Benommenheit, Schläfrigkeit) oder eine Stauungspapille (Drucksteigerung im Auge, wodurch der Sehnerv geschädigt wird).

Aufgrund der Verdrängung bestimmter Bereiche des Hirngewebes kann es auch zu speziellen Ausfällen wie Seh- und Sprechstörungen, Lähmungen oder Persönlichkeitsstörungen kommen.

Was sind die Diagnoseverfahren?

Die Radiologie kann ein Glioblastom mittels Magnetresonanztomographie (MRT) und anderer bildgebender Verfahren, wie die CT (Computertomographie), diagnostizieren. Zur genaueren Darstellung des Tumors bezüglich seiner Ausbreitung und  Bösartigkeit wird zusätzlich ein Kontrastmittel gegeben, welches meist zu einem für den Tumor typischen (aber nicht immer eindeutigen)  CT- bzw. MRT-Befund führt. Zusätzlich können auch ein Angiogramm (Darstellung der Blutversorgung) des Tumors oder eine Tumorzellbiopsie (Entnahme einer Tumorgewebeprobe) nötig sein.

Wie wird das Glioblastom behandelt?

Da es sich bei der Therapie eines Hirntumors um einen komplexen Eingriff handelt, muss die Therapie auf den Gesundheitszustand und das Alter des Patienten angepasst werden.

Bei Erstauftreten des Tumors wird dieser in jedem Fall durch die Neurochirurgie operativ entfernt. Die Operation zählt zu den minimalinvasiven Therapien (möglichst kleines Operationsfeld und somit kleineres Operationsrisiko und bessere Heilungschancen).

Zusätzlich zur Operation erfolgt sowohl eine Strahlentherapie als auch eine Chemotherapie, die je nach Alter des Patienten angepasst wird.

Die Therapie eines Rezidivs (erneut auftretender Tumor) beinhaltet das Herausschneiden des Tumors (Resektion) sowie entweder eine erneute Chemotherapie (mit eventuell verändertem Chemotherapeutikum) oder eine Strahlentherapie.

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe bei einem Glioblastom?

Bislang gilt das Glioblastom als nicht heilbarer Tumor. Dies bedeutet, dass trotz Operation, Bestrahlung und Chemotherapie mit dem Wiederauftreten (Rezidiv) der Erkrankung zu rechnen ist. Da das Glioblastom zu den schnell wachsenden Tumoren zählt, kehren die Krankheitssymptome relativ rasch, binnen weniger Monate, wieder. Die Überlebenszeit beträgt im Durchschnitt trotz Therapie nur wenige Monate bis Jahre (1-2).

Günstig für die Prognose ist ein jüngeres Alter und Tumorzellen die weniger bösartig (besser ausdifferenziert) sind.

 

Quellen:

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-099.html

Henne-Bruns, Doris ; Dürig, Michael ; Kremer, Bernd ; Bruns, Doris Henne-: Chirurgie. 2. Aufl.. Stuttgart: Thieme, 2003.

Siewert, Jörg Rüdiger: Chirurgie. Berlin, Heidelberg: Springer, 2006.


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