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Unsere Gelenke ermöglichen die freie Bewegung in der Welt. Laufen, hüpfen, greifen, den Kopf drehen, all das ist unter anderem unseren Gelenken ...

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Informationen zum Bereich Arthrose

Unsere Gelenke ermöglichen die freie Bewegung in der Welt. Laufen, hüpfen, greifen, den Kopf drehen, all das ist unter anderem unseren Gelenken zu verdanken. Um eine ideale Druckbelastung und Druckverteilung zu gewährleisten sind die Knochen im Bereich der Gelenkflächen mit Knorpel überzogen und von Gelenkschmiere (Synovia) umgeben. Zusätzlich werden die Gelenke durch Bänder stabilisiert und mit Hilfe von Muskeln bewegt.

Kommt es zum übermäßigen Gelenkverschleiß, spricht man von Arthrose (arthros – Gelenk). Der degenerative Gelenkverschleiß durch Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke in höherem Alter. 20% der Bevölkerung zeigen Zeichen der Arthrose in Hüftgelenken und Kniegelenken. Zirka die Hälfte dieser Menschen klagen über Beschwerden.

Was sind die Ursachen für Arthrose?

Die primäre Arthrose ist zum Teil genetisch bedingt. Oftmals aber sind die Ursachen unbekannt. Frauen sind vier Mal häufiger betroffen als Männer.

Die sekundäre Arthrose entsteht als Folge von Unfällen, Fehlstellungen, Fettleibigkeit (Adipositas), starken und einseitigen Belastungen, sowie rheumatischen Erkrankungen.

Welche Symptome entstehen bei Arthrose?

Anfangs spricht der Orthopäde von einer stummen Arthrose. In diesem Stadium sind schon erste Gelenkabnutzungen vorhanden, die jedoch keine Symptome verursachen. Danach folgt die aktivierte (entzündete) Arthrose mit akuten schmerzen. Häufig ist dabei das Gelenk überwärmt, geschwollen und druckschmerzhaft. Schmerzen treten besonders zu am Anfang (Anlaufschmerz), bei Überlastung (Ermüdungsschmerz) und bei Belastung auf, wobei die Schmerzen bis in die angrenzenden Gelenke ausstrahlen können.

Später tritt der Schmerz auch nachts bzw. dauerhaft auf und ist mit Muskelschmerzen, Bewegungseinschränkungen und Knirschen im Gelenk verbunden.

Im weiteren Verlauf kommt es zur chronischen Arthrose mit Deformierung und Instabilität des Gelenks, Muskelabbau und Verkürzungen, so wie Fehlstellung der betroffenen Gelenke.

Wie wird die Arthrose diagnostiziert?

Zu Beginn fragt der Orthopäde ausführlich nach den Symptomen, möglichen Ursachen, Art und Dauer der Beschwerden. Danach erfolgt die körperliche Untersuchung mit Hinblick auf Funktion und Schmerzhaftigkeit der Gelenke. Im Ultraschall kann ein Gelenkerguss sichtbar sein. Gesichert wird die Diagnose durch bestimmte Veränderungen im Röntgen oder MRT. So zeigen sich dort eine Gelenkspaltverschmälerung, Hohlräume in den Knochen (Zysten), Knochenausziehungen und Deformierungen des Gelenks. Meist korrelieren jedoch radiologische und körperliche Zeichen nicht. Nur die Hälfte der Patienten mit radiologisch sichtbaren Veränderungen klagt auch über körperliche Beschwerden. 

Wie wird Arthrose behandelt?

Ziel ist das Verzögern oder Stoppen der Krankheitsprogression, die Schmerzfreiheit bei gleichzeitiger Funktionsverbesserung des arthrotischen Gelenks.

Um das Gelenk weniger zu belasten sind Gewichtsabnahme, das Tragen von gepufferten Schuhen und Sportarten ohne starke Gelenkbelastung angeraten.

Zusätzlich hilfreich sind die physikalische Therapie und Krankengymnastik. Mit Hilfe von Wärmetherapie oder Kältetherapie, Wassergymnastik und Muskeltraining kann der Arthrose Einhalt geboten werden.

Zur Bekämpfung der Schmerzen stehen dem Orthopäden verschieden Schmerzmedikamente zur Verfügung. Meist ist dies zu Beginn einer Therapie ratsam, da dies einen schmerzlosen Einstieg in die körperliche Betätigung ermöglicht.

In der Orthopädietechnik können spezielle Einlagen oder gepufferte Schuhe angepasste werden, die die Gelenke entlasten sollen.

In einigen Fällen ist auch der gelenkverbessernde, operative Eingriff ratsam. So kann der Orthopäde in frühen Stadien Knorpeltransplantationen, in späteren ein künstlicher Gelenkersatz oder gelenkerhaltende Operationen durchführen. 

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe bei Arthrose?

Knorpeldefekte führen ohne Behandlung mit der Zeit zu einem vollständigen Abbau des Knorpels. Dies führt zu einer schlechten Kraftübertragung und Belastung der Knochen, die nun aufeinander reiben. Über längere Zeit führt dies zum Absterben von Knochenbereichen (Knochennekrosen) und einem Einbruch und somit Zerstörung des gesamten Gelenkbereichs.

Die Arthrose an sich kann nicht geheilt werden. Jedoch gibt es viele erfolgreiche Möglichkeiten den Gelenkverschleiß für lange Zeit aufzuhalten, bzw. wenn nötig ein künstliches Gelenk einzubauen, welches dem Ursprünglichen in Kraft und Bewegung nur wenig nachsteht. 

Sollten Sie weitere Fragen bezüglich der Therapie und Prognose der Arthrose haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren behandelnden Orthopäden/Unfallchirurgie/Internisten. 

 

Quellen:

http://dgrh.de/arthrose.html

http://www.arthrose.de/arthrose/was-ist-arthrose.html

Grifka, Joachim (2011): Orthopädie und Unfallchirurgie. Für Praxis, Klinik und Facharztprüfung; mit 155 Tabellen. Berlin [u.a.]: Springer.

Winker, Karl-Heinrich (2011): Facharzt Orthopädie Unfallchirurgie. Munich: Urban & Fischer.

Herold, Gerd: Innere Medizin. Köln, Eigenverlag 2012.


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