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Das Herz ist der Motor unseres Körpers. Seine Funktion ist es, das mit Sauerstoff gesättigte Blut an alle Organe zu verteilen (großer ...

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Informationen zum Bereich Herzkatheter

Das Herz ist der Motor unseres Körpers. Seine Funktion ist es, das mit Sauerstoff gesättigte Blut an alle Organe zu verteilen (großer Kreislauf), sowie das von der Körperperipherie zurückströmende Blut in der Lunge wieder mit Sauerstoff anzureichern (kleiner oder Lungenkreislauf). Verständlich ist, dass das Herz ein Organ ist, welches sich perfekt an Situationsveränderungen anpassen können muss, z.B. Sport, Sauerstoffunterversorgung in der Lunge. Hier herrscht ein feines Netzwerk aus Nerven mit Informationen darüber, was der Körper gerade braucht. Funktioniert dieses Zusammenspiel von Körper und Herz, aus welchen Gründen auch immer, einmal nicht, kann dies schwerwiegende Folgen haben.

Beim Arztbesuch folgen meist Gespräch und körperliche Untersuchung und weitere nicht-invasive Diagnostikmethoden wie EKG (Elektrokardiogramm), Ultraschalluntersuchung des Herzens von Außen (Echokardiographie). In manchen Fällen sind jedoch invasivere Untersuchungsmethoden wie der Herzkatheter unumgänglich.

Der Herzkatheter wurde um 1860 herum, zur Messung des Druckverlaufs im Herzen, entwickelt. Diese diagnostische Methode bietet heutzutage auch die Möglichkeit von Interventionen an.

Was sind die Anwendungsgebiete für den Herzkatheter?

Der Herzkatheter bietet viele verschiedene Möglichkeiten der Herzuntersuchung.

Grundsätzlich können die verschiedenen Drücke in Herzvorhöfen, Herzkammern und der umliegenden Herzgefäße gemessen werden; ebenso die Temperatur und die Sauerstoffsättigung des Blutes.

Bei verschiedenen Erregungsstörungen des Herzen können auch die elektrischen Aktivitäten in der Herzmuskulatur erkannt werden (intrakardiales EKG).

Der Rechtsherzkatheter bietet die Möglichkeit die genannten Parameter sowohl in Ruhe als auch bei Belastung zu messen.

Beim Linksherzkatheter können zusätzlich die Herzkranzgefäße untersucht werden (über Röntgenkontrastmittel oder intrakoronarem Ultraschall), sowie die Konfiguration der linken Herzkammer (Ventrikel) mit Kontrastmittel sichtbar gemacht werden.

Auch kann der Verdacht einer Herzmuskelentzündung durch eine Biopsie (kleine Gewebeentnahme) des Herzens bestätigt werden.

Des Weiteren ist die Herzkatheteruntersuchung ein Teil von unterschiedlichen Behandlungsmethoden. So können in derselben Sitzung verengte Herzkranzgefäße erweitert werden (Ballondilatation) oder mittels eines Metallröhrchens (Stent) offengehalten werden.

Bestimmte Arten von angeborenen Herzfehlern könne unter Vermeidung einer offenen Operation behoben werden (z.B. Defekte in den Herzwänden wie Ventrikelseptumdefekt).

In bestimmten Fällen können sogar Herzklappen über die Technik des Herzkatheters eingesetzt werden. Gleichwohl können Bereiche des Herzens, welche krankhaft Erregung im Herzen bilden, was zu Herzrhythmusstörungen führt, verödet werden (Katheterablation).

Insgesamt dient der Herzkatheter der Ursachenfindung bei verschiedenen Störungen im Bereich des Herzens und bietet gleichzeitig verschiedene Möglichkeiten der Intervention.

Wie läuft die Herzkatheteruntersuchung ab?

Die Herzkatheteruntersuchung erfolgt je nach Indikation (Grund für Behandlung) im geplanten Rahmen oder notfallmäßig, beispielsweise bei Verdacht auf einen Herzinfarkt. Daher kann sowohl eine ambulante Untersuchung möglich, als auch ein stationärer Aufenthalt nötig sein.

Vor dem Eingriff wird der Kardiologe bzw. Internist meist die herztypischen Untersuchungen durchführen, welche da wären: Krankengeschichte erfragen, körperliche Untersuchung, EKG, Herzecho, Blutabnahme u.a..

Je nach Ursachenforschung erfolgt dann ein Rechtsherz-, oder ein Linksherzkatheter. Diese beiden Varianten unterscheiden sich bezüglich des Zugangsweges, des Zieles und der zu erfassenden Daten im Herzen.

In beiden Fällen erfolgt zuerst die lokale Betäubung im Bereich der Einstichstelle (eine Narkose ist üblicherweise nicht notwendig).

Beim Rechtsherzkatheter erfolgt der Zugang zum Herzen über eine Vene im Bereich Oberschenkel/Leiste oder in der Armbeuge. Beim Linksherzkatheter erfolgt er über eine Arterie in denselben Bereichen.

Nach der örtlichen Betäubung wird zuerst eine Art Führungsschiene in das Gefäß eingeführt, welche erst am Ende der Untersuchung wieder entfernt wird. Sie bietet die Möglichkeit, während der Untersuchung den Katheter zu wechseln, da sie den Zugangsweg offen hält und zugleich auch abdichtet. Über diese Führungsschiene wird ein dünner, beweglicher Draht bis zum Herzen vorgeschoben. Er ist so flexibel, dass beim Vorschieben die Gefahr von Verletzungen möglichst gering ist. Seine Lage wird dann mit einer Röntgenaufnahme überprüft. Stimmt sie, kann über den Draht der eigentliche Katheter zum Herzen geführt und der Draht entfernt werden.

Je nach Art des Herzkatheters können dann die Drücke im Herzen und den vom Herzen abgehenden Gefäßen gemessen werden. Zusätzlich kann mit Hilfe von Kontrastmittel die Konturen der Herzkammern und die Herzaktion begutachtet werden. Der Linksherzkatheter bietet auch die Möglichkeit die Herzkranzgefäße zu begutachten (Koronarangiographie) und diese bei relevanten Verengungen (Stenose) zu erweitern (Ballondilatation).

Gegen Ende werden alle eingeführten Katheter bzw. Drähte in entgegengesetzter Reihenfolge wieder entfernt. Die Einstichstelle wird zum Schluss mit einem Druckverband verbunden.

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe nach einem Herzkatheter?

Da es sich beim Herzkatheter um einen Eingriff am Herzen handelt, kann dieser auch immer Komplikationen bzw. Gefahren mit sich bringen. Typisch sind hier Verletzungen von Gefäßen und Blutungen. Durch Blutungen und Gerinnselbildung folgen Thrombosen. Auch Verletzungen umliegender Organe und natürlich des Herzens sind möglich, im schlimmsten Falle Herzinfarkt und Schlaganfall.

Die Raten der Komplikationen sind jedoch bei diesem minimalinvasiven Eingriff gering.

Selten kann auch eine Allergie gegen das gespritzte Kontrastmittel auftreten. Falls bei Ihnen daher aus früheren Untersuchungen eine solche Allergie bekannt sein sollte, erwähnen Sie dies beim Gespräch mit ihrem Kardiologen .

Die Herzkatheteruntersuchung ist ein invasives diagnostisches Instrument. Es ermöglicht eine genaue Ursachenerforschung vieler Herzerkrankungen, was im Verlauf zu einer  adäquaten Therapie führt und somit die bestmögliche Behandlung erst möglich macht.

 

Quellen:

http://www.internisten-im-netz.de/de_herzkatheter-koronarangiografie_382.html

Herold, Gerd: Innere Medizin. Köln, Eigenverlag 2012.

Arasteh, K. ; Baenkler, H.-W. ;  Bieber, C. ; et al.: Innere Medizin. Stuttgart, Georg Thieme Verlag KG 2009.


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