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Herz CT (Kardio CT)

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Informationen zum Bereich Herz-CT

Was ist ein Herz-CT?

Ein Herz-CT (Computertomographie) oder auch Kardio-CT (vom griechischen kardia – Herz) ist ein bildgebendes, diagnostisches Verfahren. Mit Hilfe von Röntgenstrahlung werden verschiedene Schnittbilder des Herzens aufgenommen und dann zu einem Gesamtbild verrechnet.

Das besondere einer Computertomographie des Herzens ist, dass gleichzeitig noch ein EKG (Elektrokardiogramm) abgeleitet wird. Dies dient dazu die Herzaktionen aufzuzeichnen, um zum Beispiel nur in der Entspannungsphase des Herzens Aufnahmen zu machen, da sonst eine realistische Darstellung des Herzens aufgrund der Bewegung nicht möglich wäre.

Im Vergleich zum konventionellen Röntgen ist mit der Computertomographie eine Darstellung des Herzens in verschiedenen Schichten möglich, sodass für den Untersucher ein räumliches Bild entsteht.

Wann wird ein Herz-CT durchgeführt?

Angewendet wird diese Methode vor allem bei Patienten mit Verdacht auf eine Koronare Herzerkrankung (KHK), da mit dieser Methode Verkalkungen der Herzkranzgefäße, also Ablagerungen, die die Blutversorgung des Herzens beeinträchtigen können, gut dargestellt werden. Wenn andere Voruntersuchungen kein klares Bild ergeben haben (z.B. Belastungs-EKG, Herzultraschall) und bei dem Patienten ein erhöhtes Risiko für eine Herzerkrankung besteht (z.B. Rauchen, Diabetes), kann ein Herz-CT zum Abschätzen der Arteriosklerose (Verkalkung) der Herzkranzgefäße sinnvoll sein.

Dauer und Ablauf eines Herz CTs

Die Herz-CT Untersuchung ist ein nicht-invasives Verfahren, das problemlos auch ambulant durchgeführt werden kann. Die Untersuchung dauert nur ca. 20 Minuten.

Da bei dieser Untersuchung häufig ein jodhaltiges Kontrastmittel über eine Vene am Arm verabreicht wird, ist es relevant, ob bei Ihnen eine Allergie dagegen bekannt ist. Des Weiteren ist es wichtig zu wissen, ob eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Nierenschädigung vorliegt. Daher müssen vorher durch den Hausarzt oder vor Ort aktuelle Blutwerte gemessen werden. Ein Ausschluss für diese Untersuchung ist eine Schwangerschaft, da die Röntgenstrahlung für das Kind schädlich ist.

Vor der Untersuchung wird dann ein EKG angelegt und eventuell ein Herzfrequenz senkendes (Betablocker) und ein, die Herzkranzgefäße erweiterndes, Medikament (Nitrate) gegeben, um so die Bildqualität zu erhöhen.

Während der Untersuchung ist der Patient alleine im Raum und hat über eine Gegensprechanlage Kontakt zum Untersucher.

Nach der Untersuchung wird der venöse Zugang am Arm entfernt und gegebenenfalls werden vor Ort oder später die Ergebnisse der Untersuchung besprochen. Eine Überwachung oder Nachbehandlung ist bei dieser Untersuchung nicht notwendig.

Herz-CT oder Herzkatheter? Wann wird welches Verfahren eingesetzt?

Eine Alternative zur Beurteilung der Herzkranzgefäße, und damit einer möglichen koronaren Herzkrankheit, stellt die Herzkatheter Untersuchung dar. Diese ist im Gegensatz zum Herz-CT minimal-invasiv, das heißt über ein Blutgefäß am Handgelenk oder der Leiste wird, mit einem Draht als Führungsschiene, ein Katheter bis zum Herzen vorgeschoben. Über diesen Katheter kann auch ein Kontrastmittel injiziert werden, um die Herzkranzgefäße mit Röntgenstrahlung darzustellen.

Bei einer Herzkatheter Untersuchung kann im Vergleich zum Herz-CT jedoch nicht nur diagnostisch, sondern auch therapeutisch vorgegangen werden. Das heißt, werden während der Untersuchung Verengungen und Verkalkungen der Herzkranzgefäße festgestellt, können diese direkt durch verschiedene Verfahren erweitert werden. Daher sollte eine Herzkatheter Untersuchung vor allem bei Patienten mit einem hohen Verkalkungsrisiko, beziehungsweise einem starken Verdacht auf relevante Verengungen der Herzkranzgefäße, dem Herz-CT vorgezogen werden. Handelt es sich jedoch eher um eine Ausschlussdiagnostik, bei leichtem bis mittelgradigem Risiko, ist aufgrund der Einfachheit und dem geringeren Komplikationsrisiko, ein Herz-CT sinnvoll.

Was kostet ein Herz-CT?

Die Kosten für ein Herz-CT werden von den gesetzlichen Krankenkassen, im Gegensatz zu den privaten Krankenkassen, normalerweise nicht übernommen und müssen privat getragen werden. Laut der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) werden die Kosten mit ca. 400,00€ veranschlagt.

Quellen:

Duale Reihe Radiologie; 4. Auflage; Reiser, Kuhn, Debus

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