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Informationen zum Bereich Darmkrebs

Darmkrebs - Kolonkarzinom

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Informationen zum Bereich Darmkrebs

Darmkrebs - Kolonkarzinom

Sie suchen einen Darmkrebsspezialisten oder eine Spezialklinik für Darmkrebs in Deutschland oder der Schweiz? Mit unserer Arzt- und Kliniksuche für medizinische Experten finden Sie erfahrene Spezialisten für die Diagnose und Therapie sowie Informationen zu Symptomen, Behandlung und Heilungschancen.

Was ist Darmkrebs?

Wenn der Laie von „Darmkrebs“ spricht, meint er damit in aller Regel Dickdarm- bzw. Enddarmkrebs (auch: Kolorektales Karzinom, Kolonkarzinom), da Tumoren des Dünndarms vergleichsweise selten sind. Kolorektale Karzinome nehmen vor allem in der westlichen Welt immer weiter zu.

Aktuell erkranken jährlich ca. 20/100.000 Menschen in Europa neu an diesem Tumorleiden. Damit ist das Kolonkarzinom der zweithäufigste Tumor in Industrienationen, häufiger sind lediglich der Brustkrebs bei der Frau und das Prostatakarzinom bei dem Mann. Vor allem nach dem 40. Lebensjahr steigt das Erkrankungsrisiko stark an.

Wie entsteht Dickdarmkrebs?

Die Karzinome entstehen durch einen mehrstufigen Prozess, den sie bei der Tumorwerdung durchlaufen müssen. Dieser Vorgang nennt sich „Adenom-Karzinom-Sequenz“. So war jedes Karzinom (Krebsgeschwür) im Darm vorher ein Adenom (gutartige Zellwucherung), wobei nicht jedes Adenom ein Karzinom werden muss. Bei kompletter Abtragung des gutartigen Adenoms (im Dickdarm auch Polyp genannt) innerhalb einer Darmspiegelung (Koloskopie) ist der Entstehung des bösartigen Tumors Einhalt geboten und der Patient ist durch diesen Eingriff quasi noch vor Krankheitsentstehung sicher behandelt.

Daher ist es immens wichtig, dass sich jeder Mensch, ob Mann oder Frau, ab etwa 50 Jahren (jeweils in Abhängigkeit von Ihrem innerfamiliären Risiko, z.B. bereits an Darmkrebs erkrankte nahe Angehörige) einer Darmspiegelung unterzieht, denn damit kann ein Großteil der Darmkrebsleiden verhindert werden! Im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung ab dem 50. Lebensjahr sollte zudem jährlich eine Stuhluntersuchung auf Blut und eine rektale Untersuchung auf tiefsitzende Tumoren erfolgen. Denken Sie bitte an Ihre Gesundheit – Gehen Sie zur Darmkrebsvorsorge und zur Darmspiegelung!

Klare Risikofaktoren bei der Entstehung von Darmkrebs sind ein hoher Fett- und Fleischkonsum, sowie geringe Ballaststoffmengen in der aufgenommenen Nahrung. 5 – 10% der kolorektalen Karzinome sind erblich bedingt. Das häufigste Krankheitssyndrom, das zu Darmkrebs führt, ist das sogenannte „Lynch-Syndrom“ (HNPCC, Hereditäres nicht polypöses Kolonkarzinom). Hierbei kommt es aufgrund genetischer Defekte zur Veranlagung zu einer Vielzahl von Tumorleiden (neben Darmkrebs auch Endometriumkarzinom, Magenkarzinom, etc.).

Was sind Symptome des Kolorektalen Karzinoms?

Je nach Lage des Dickdarmkrebses können die Symptome sehr verschieden ausfallen. So kann es zu versteckten Darmblutungen kommen und damit zu Blutbeimengungen im Stuhl. Diese sind oft mit bloßem Auge nicht zu erkennen, da es sich nur um kleine Spuren handelt. Ein Labor-Schnelltest kann Blut im Stuhl nachweisen. Blutmangel, Gewichtsverlust, Schmerzen im Unterbauch oder Stuhlunregelmäßigkeiten können auch Zeichen eines voranschreitenden Tumorleidens sein. Genauso können Blähungen (Meteorismus) oder Verstopfung (Obstipation) recht unspezifische Krebssymptome sein. Komplikationen, die durch einen Darmtumor bedingt sein können, sind ein kompletter Darmverschluss (Ileus), Blutungen, Darmdurchbrüche (Perforationen) oder auch Einbrüche in nahegelegene Organe wie die Vagina.

Wie wird Darmkrebs diagnostiziert?

Da der Darmkrebs keine spezifischen Symptome und auch keine Frühsymptome hervorruft, kommt es meist erst recht spät zur Diagnosestellung. Die wichtigste apparative Methode zur Erkennung von Darmtumoren ist die flexible Koloskopie (Darmspiegelung). Um das Tumorausmaß und eventuelle Metastasierungen zu detektieren findet primär die Computertomografie (CT) mit Kontrastmittel Anwendung.

Wie kann Dickdarmkrebs behandelt werden?

Beim Nachweis eines Kolonkarzinoms ohne Fernmetastasen (Tumorausstreuungen) ist das grundsätzliche Vorgehen die komplette operative Entfernung des Tumors. Diese komplette Resektion in gesundem Gewebe mit ausreichend Sicherheitsabstand ist aktuell die einzig heilende Behandlungsmethode. Diese Eingriffe können generell auch minimal-invasiv durchgeführt werden. Die technische Durchführbarkeit hängt hierbei aber stets von der exakten Tumorlokalisation und der Erfahrung des operierenden Arztes ab.

Nach der Operation sollten die Patienten, die auch mit Tumorzellen befallene Lymphknoten haben, zusätzlich eine Chemotherapie erhalten. Die Strahlentherapie hat nur bei der Behandlung des Mastdarmkrebs einen festen Platz in der Therapie. Hier wird sie häufig in Kombination mit einer Chemotherapie als Radiochemotherapie angewandt.

Wenn operierbare Lebermetastasen vorliegen, könnten diese in einer Operation gemeinsam mit der Darmoperation entfernt werden. Da dies aber für den Patienten meist eine hohe körperliche Belastung bedeutet erfolgen die Eingriffe meist im Abstand weniger Wochen. Beim Vorliegen nicht operabler Lebermetastasen können diese auch durch verschiedene Techniken, wie eine neoadjuvante Chemotherapie (siehe „Lebermetastasen“), verkleinert und damit resezierbar gemacht werden. Wenn bereits ein weit fortgeschrittenes Tumorstadium mit einer Vielzahl von Fernmetastasen vorliegt, kann in der Regel keine heilende Operation mehr durchgeführt werden. In diesem Fall kann es bei einzelnen Patienten von Vorteil sein palliative Eingriffe durchzuführen, beispielsweise wenn es durch das Tumorwachstum zu einem Darmverschluss oder zu Blutungen kommt.

Wie sind die Heilungschance beim Kolorektalen Karzinom?

Die 5-Jahresüberlebensrate nach erfolgter Operation beträgt bei Patienten deren Tumoren komplett entfernt werden konnten bei über 70%, in den meisten Fällen ist eine echte Heilungschance vorhanden. 

 

Quellen:

https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/darmkrebs/

http://www.darmkrebs.de/

Innere Medizin, Gerd Herold und Mitarbeiter, 2014

Chirurgie, Siewert/Stein, 9. Auflage, Springer Verlag


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