BAUCHSPEICHELDRÜSENKREBS – SPEZIALISTEN & KLINIKEN SOWIE INFORMATIONEN ZU SYMPTOMEN, BEHANDLUNG UND PROGNOSE

spezialisierte Ärzte und medizinische Zentren für Bauchspeicheldrüsenkrebs

Informationen zum Bereich Bauchspeicheldrüsenkrebs

Sie suchen einen erfahrenen Arzt für die Diagnose und Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs in Deutschland, Österreich oder Schweiz? Hier finden Sie ausschließlich Ärzte ...

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AUSGEWÄHLTE SPEZIALISTEN


Informationen zum Bereich Bauchspeicheldrüsenkrebs

Sie suchen einen erfahrenen Arzt für die Diagnose und Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs in Deutschland, Österreich oder Schweiz? Hier finden Sie ausschließlich Ärzte in Spezialkliniken und Zentren, die von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung für die Behandlung von Bauchspeichledrüsenkrebs überprüft wurden.

Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Bauchspeicheldrüsenkrebs oder auch Pankreaskarzinom ist eine schlecht zu heilende maligne Neubildung der Bauchspeicheldrüse. Die häufigste Form ist das sogenannte „duktale Adenokarzinom“, seltenere Formen sind z.B. Plattenepithelkarzinom, Zystadenokarzinom oder Azinuszellkarzinome. Am Adenokarzinom erkranken in der westlichen Welt jährlich 10-15 von 100.000 Menschen neu. Damit steht es auf Platz 4 der durch Krebs verursachten Todesfälle. Nach Darmkrebs und Magenkrebs ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs der dritthäufigste Tumor des Verdauungstraktes.

Männer sind dreimal so häufig betroffen wie Frauen. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eher eine Tumorerkrankung des höheren Alters, der Altersgipfel liegt in den 70ern. Das Pankreaskarzinom tritt gehäuft bei Rauchern, bei Menschen mit hohem Alkoholkonsum und starkem Übergewicht auf.

Aufgabe der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist eine Drüse im Bauchraum die zwei Hauptaufgaben hat. Zum einen produziert sie Verdauungssäfte, die mit der Galle in den Zwölffingerdarm (Duodenum) abgegeben werden und zur Aufspaltung des Nahrungsbreis dienen. Zum anderen reguliert die Bauchspeicheldrüse über Hormone (Insulin, Glukagon, etc.) sehr genau den Blutzuckerspiegel des Menschen. Falls es hierbei zu Störungen kommt, entwickelt der Patient beispielsweise einen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Die Bauchspeicheldrüse liegt quer im Oberbauch und gliedert sich in Pankreaskopf, der von den Gallenwegen durchzogen wird, Pankreaskörper und Pankreasschwanz. Ein Großteil der Tumoren wächst im Pankreaskopf.

Symptome des Pankreaskarzinoms

Die Bauchspeicheldrüse ist ein verhältnismäßig kleines, im Bauchraum gut integriertes Organ. Daher sind die auftretenden Symptome sehr uncharakteristisch und nur schwer konkret der Bauchspeicheldrüse direkt zuzuordnen. Das Problem des Pankreaskarzinoms ist, dass es keine Frühsymtome gibt. Meist beklagen die Patienten Appetitlosigkeit, dumpfe Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und einen Leistungsknick. Als Leitsymptom des Pankreaskopfkarzinoms (70% der Tumoren liegen im Pankreaskopf) gilt der schmerzlose Ikterus, d.h. die schmerzlose Gelbfärbung der Haut. Dies ist Zeichen eines Gallengangverschlusses mit Gallestau. Zusätzlich zur Gelbfärbung der Haut und der Skleren („Weiß des Auges“) entfärbt sich der Stuhl und der Urin verfärbt sich dunkel, da das Bilirubin, das normal hauptsächlich über die Galle ausgeschieden wird, über andere Wege aus dem Körper ausgeschieden wird. Wenn die gestaute Gallenblase durch die Bauchdecke zu spüren ist, nennt man das „Courvoisier-Zeichen“. Unspezifische Symptome wie das Neuauftreten einer Zuckerkrankheit oder eine Verschlechterung einer bestehenden Zuckerkrankheit können auch Anzeichen eines Pankreaskarzinoms sein.

Aufgrund der uncharakteristischen Krankheitssymptome wird das Tumorleiden meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, daher ist die Überlebensprognose des Bauchspeicheldrüsenkrebses sehr schlecht.

Diagnostik des Bauchspeicheldrüsenkrebses

Bei entsprechenden Verdachtssymptomen wird in der Regel zunächst eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Bei dieser kann teilweise der Tumor direkt detektiert werden, vor allem aber können der Gallestau und eventuelle Lebermetastasen sichtbar gemacht werden. Mithilfe einer Endosonographie (Ultraschall „von innen“) ist die Tumorgröße und auch die Beteiligung benachbarter Lymphknoten fassbar zu machen. Mithilfe einer zusätzlichen ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) können die Gallengänge und die Gänge der Bauchspeicheldrüse von innen untersucht werden und der Gallestau wird nochmal visualisiert. Bei diesem invasiven Verfahren kann zudem ein Katheter eingelegt werden, um die Gallengänge offen zu halten und den Gallestau zu entlasten.

Die zuletzt wichtigste Untersuchung ist jedoch die Computertomographie (CT) mit Kontrastmittel, denn hier zeigen sich Tumorgröße, -ausdehnung, Metastasen oder vergrößerte Lymphknoten am besten. Anhand des CTs kann abgeschätzt werden, ob die Möglichkeit einer operativen Entfernung des Tumors besteht. Denn vor allem die mitbetroffenen Gefäße sind hierbei zu beachten. Falls bereits zu große Gefäße von dem Tumor überwuchert sind, ist eine komplette Tumorresektion ohne massive Kollateralschäden nicht mehr möglich.

Therapie des Pankreaskarzinoms

Eine Operation mit heilendem Ansatz ist lediglich bei 20% der Patienten möglich, da bei Diagnosestellung das Tumorstadium meist weit fortgeschritten ist. Die chirurgische Therapie muss immer in eine interdisziplinäre onkologische Zusammenarbeit eingegliedert sein. Vor allem die postoperative (adjuvante) Chemotherapie ist in den Therapieansätzen von größter Wichtigkeit. Zur Entfernung des Tumors bestehen, je nach Tumorlage, verschiedene Operationstechniken mit der zusätzlichen Entfernung weiterer Organe, wie z.B. die Milz oder Teile des Zwölffingerdarms. Ziel einer Operation ist immer die komplette Entfernung des bösartigen Tumorgewebes mit nötigem Sicherheitsabstand. Generell besteht die Möglichkeit diese Tumoroperation auch laparoskopisch (minimalinvasiv) durchzuführen, was mit einer schnelleren Erholung, geringeren Schmerzen und kleineren Bauchschnitten (und damit Narben) einhergeht.

Verfahren zu Tumorverkleinerung – HIFU bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Ein hochmodernes Verfahren zur Tumorverkleinerung ist die HIFU-Therapie (Ultraschall-gesteuerter hochintensiver fokussierter Ultraschall). Bei diesem Behandlungsansatz wird der Tumor mittels energiereicher Ultraschallwellen von außen „beschallt“. Dadurch erhitzen sich die Tumorzellen so stark, dass sie „verkochen“ und der Tumor sich verkleinert. Dieses Verfahren befindet sich noch in seinen Anfängen, jedoch zeigt sich bereits in zahlreichen Studien, dass die HIFU-Therapie ein erfolgreicher Therapieansatz zur Tumorverkleinerung mit nur geringen Nebenwirkungen ist. 

Heilungschancen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Das Pankreaskarzinom ist eine bösartige Neubildung mit ausgesprochen schlechter Prognose, da es meist es in weit fortgeschrittenem Krankheitsstadium diagnostiziert wird. Die einzige Chance auf Heilung besteht bei radikaler operativer Entfernung in Kombination mit Chemotherapie. Aber selbst mit dieser radikalen Therapie leben nach 5 Jahren nur noch 25-30% der Patienten.

Quellen:


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