Prostatakrebs (Prostatakarzinome) erfolgreich behandeln


Prostatakarzinome

In den letzten Jahren haben sich die Therapiemöglichkeiten des Prostatakarzinoms stark weiterentwickelt, so dass spezialisierte Zentren heute auf vielfältige Behandlungsmethoden mit guten Heilungsaussichten zurückgreifen können.

Susanne Amrhein, PRIMO MEDICO

 

Eine aktuelle Studie hat es gerade wieder bestätigt: Deutsche Männer sind Vorsorge-Muffel. Obwohl Prostatakrebs der häufigste Krebs des Mannes ist, wird er meistens erst entdeckt, wenn er Schmerzen oder andere Probleme bereitet. Im schlimmsten Fall ist es dann allerdings zu spät. „Die meisten Patienten erkranken an Prostatakrebs zwischen dem 55. und 80. Lebensjahr“, erklärt Urologie-Spezialist Prof. Dr. med. Joachim A. Steffens, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am St.-Antonius-Hospital Eschweiler. Zur Sicherheit sollten Männer ab einem Alter von 45 Jahren einmal beim Hausarzt ihren sogenannten PSA-Wert überprüfen lassen. Dieser beziffert einen Eiweißstoff im Blut, der sowohl von gut- als auch von bösartigen Prostatatumoren abgegeben wird. „Ist dieser Wert niedriger als 1, reicht eine Kontrolle nach 5 Jahren. Ist er größer als 3, sollte er kurzfristiger kontrolliert werden und zusammen mit dem Ergebnis einer Tastuntersuchung bewertet werden: „Vereinfacht kann man sagen: Eine kleine Drüse aber ein hoher PSA Wert deuten auf Krebs hin. Eine große Drüse und ein hoher PSA-Wert dagegen sprechen in der Regel für einen gutartigen Tumor“, so Prof. Steffens.

 

Prostatakrebs ist ein „Haustier“ oder ein „Raubtier“

Nicht jeder Krebs der Vorsteherdrüse ist gleich aggressiv, betont Prof. Steffens.: „Die einzig sichere Maßnahme ist eine Biopsie, also eine Gewebeentnahme direkt aus der auffälligen Region der Prostata“. Unter dem Mikroskop wird der sogenannte „Gleason score“ zugeordnet: Er bewertet die Bösartigkeit des entarteten Drüsengewebes. „Ich spreche gegenüber meinen Patienten gerne von einem ‚Haustier’- oder eben einem ‚Raubtier’-Krebs. Bei Niedrig-Risiko-Tumoren mit langsamen Wachstum reicht häufig ein überwachtes Warten mit regelmäßigen Kontroll-Biopsien etwa alle sechs bis zwölf Monate aus“. Je nach Wachstumsverlauf des Tumors kann dann ggf. eine Bestrahlung oder bei einseitigem Drüsenbefall eine „Seeds-Therapie“ erfolgen, bei der durch Hohlnadeln radioaktive Teilchen in die Prostata eingebracht werden und den Tumor von innen bestrahlen. „Eine „Brachy-Therapie“ mit Einbringen von radioaktiver Strahlung in die Prostata kommt bei einem ‚Raubtier’-Krebs in Frage, je nach Stadium der Krebserkrankung“, so Urologie-Spezialist Steffens. „In der Regel entscheidet man sich bei bösartigem und aggressivem Prostatakrebs allerdings für eine Radikaloperation“.

 

Prostatakrebs OP ist ein Standard-Eingriff

In erfahrenen Händen gilt die Radikaloperation, die Entfernung der gesamten Vorsteherdrüse, als Routine-Eingriff mit geringer Komplikationsrate (unter 5 Prozent). Der Eingriff erfolgt entweder klassisch durch einen Unterbauchschnitt oder heutzutage auch häufig robotisch, z.B. durch den von Chirurgen geführten DaVinci-Operationsroboter. „Wichtig ist nicht die Technik“, betont Prof. Steffens. „Sondern was zählt ist die Erfahrung des Operateurs. Meiner Meinung nach sind Patienten mit Prostatakrebs daher in spezialisierten Zentren am besten aufgehoben, weil diese in großer Zahl Prostataoperationen durchführen. Hinzu kommt, dass die fachübergreifenden Zentren interdisziplinär über die beste Therapieform für den Patienten entscheiden und auch über verbesserte Strukturen verfügen“. Wird der Prostatakrebs rechtzeitig entdeckt, liegen die Heilungschancen bei stolzen 80 Prozent. Prof. Steffens rät daher Männern ab 45 Jahren, ihre Vorsorge-Müdigkeit zu überwinden und doch den Gang zum Hausarzt oder Urologen zu machen. Besonders dann, wenn in der Familie Fälle von Prostatakrebs bekannt sind. Das Risiko, ebenfalls an einem Prostatakarzinom zu erkranken, ist in diesen Fällen doppelt so hoch.

MEDIZINISCHE SPEZIALISTEN garantiert Unsere Richtlinien

Bei PRIMO MEDICO finden Sie ausschließlich renommierte medizinische Kapazitäten, die nach strengen Richtlinien ausgewählt wurden. Erfahrung, innovative Behandlungstechniken oder die Reputation in Wissenschaft und Forschung spielen dabei eine wichtige Rolle.

MEHR

Hilfe bei Ihrer Arzt-Suche

Hilfe bei Ihrer Suche Wir leiten Ihre Anfrage an die passenden Spezialisten weiter

Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl eines Spezialisten für Ihre Bedürfnisse. Der Service von PRIMO MEDICO ist für Patienten immer kostenlos, vertraulich und diskret.

MEHR


Unsere Partner
Alle Partner anzeigen
Nach oben