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Hüftprothese / Hüftarthrose

Jeder Mensch, wenn er nur alt genug wird, entwickelt mit der Zeit Arthrosen. Eine Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, ...

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Informationen zum Bereich Hüftprothese

Hüftprothese / Hüftarthrose

Jeder Mensch, wenn er nur alt genug wird, entwickelt mit der Zeit Arthrosen. Eine Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der es zum „Gelenkverschleiß“ kommt. So zeigt sich ab dem 30. Lebensjahr bei jedem der fortschreitende Alterungsprozess im Bindegewebe und mit 40 Jahren sind bei der Hälfte der Bevölkerung Gelenkveränderungen im Röntgenbild zu sehen. Mit 65 hat praktisch jeder Mensch altersbedingte Gelenkveränderungen, wobei nur ein Viertel davon über Beschwerden klagt. Anzeichen für eine Arthrose sind Schmerzen und Schwellung des Gelenkes, eingeschränkte Beweglichkeit und sogar Deformierung.

Die Hüftarthrose, die heute oft mit einer Hüft-Totalendoprothese (Hüftprothese, Hüft-TEP) therapiert wird, gehört zu den häufigsten degenerativen Gelenkerkrankungen. Jährlich werden in Deutschland ca. 200.000 Hüftprothesen eingebaut.

Wie entwickelt sich eine Arthrose?

Eine Arthrose entsteht durch ein Missverhältnis aus Belastung und Belastungsfähigkeit des Gelenkes. Im Allgemeinen kann sie sich durch schlecht ausgebildetes Knorpelgewebe oder aufgrund von Fehlbelastungen, Stoffwechselstörungen oder Verletzungen ausbilden.

Wie sollten Patienten mit Hüftbeschwerden untersucht werden?

Bei länger anhaltenden Hüftschmerzen sollten die Betroffenen genau zu Art, Dauer und Ort der Beschwerden befragt werden. Dabei sollten unter anderem alte Verletzungen an dieser Stelle erfragt werden, da diese oft ursächlich für eine Arthroseentwicklung sind. Es sollte eine genaue Untersuchung des Gelenks erfolgen. In einer Röntgenuntersuchung können Arthrosezeichen erfasst werden. Bei Unsicherheit über die genaue Diagnose oder bei Nichtwirken einer begonnenen Therapie können eventuell ein Ultraschall, eine MRT-Untersuchung oder CT-Untersuchung oder eine Szintigrafie (nuklearmedizinische Untersuchung) nötig werden.

Wie kann eine Hüftarthrose behandelt werden?

Man unterscheidet bei der Therapie einer Hüftarthrose einen konservativen Therapieansatz (medikamentös, etc.) von einem operativen. Bei der konservativen Therapie werden unter anderem Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Die Patienten werden durch Physiotherapie, Gehhilfen (z. B. Rollator) oder auch Akupunktur unterstützt. Eine Gewichtsnormalisierung ist in jedem Fall anzuraten, da diese die Belastung für das Hüftgelenk reduziert. Je nach Grad der Arthrose ist eine konservative Behandlung jedoch oft nicht mehr ausreichend.

Abhängig von Intensität und Dauer des Hüftschmerzes, Alter und körperlichem Zustand, sowie Nebenerkrankungen des Patienten wird der Einsatz der operativen Behandlungsmethoden abgewogen.

Bei der operativen Therapie unterscheidet man zwischen gelenkerhaltenden Operationen und gelenkersetzenden Operationen. Die Erfolgschancen bei gelenkerhaltenden Eingriffen sinken jedoch mit zunehmendem Arthrosestadium und Patientenalter. Hoher Leidensdruck, verringerte Lebensqualität, starke Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Therapieversagen bei konservativen Maßnahmen sprechen für den operativen Eingriff. Sehr hohes oder niedriges Lebensalter ist nicht zwangsläufig mitentscheidend bei der Therapiewahl.

Wie erfolgt der Hüftersatz durch eine Prothese?

Vor der Operation ist der Eingriff genau mit den Patienten zu besprechen und anhand von Röntgenbildern zu planen. Zerstörte Gelenkanteile werden bei dem Eingriff entfernt und durch künstliche ersetzt. In der Regel führt dies zu einer Schmerzbefreiung und einer Verbesserung der Funktion des Hüftgelenks. Da sich die Hüft-TEP mit der Zeit aber lockern kann, ist der Komplettersatz des Gelenkes hauptsächlich für ältere Patienten zu empfehlen. Bei jüngeren Betroffenen mit starken Schmerzen können je nach körperlicher Aktivität seltenere Alternativen bedacht werden, wie z. B. eine Hüftgelenksversteifung (Arthrodese) oder eine Gelenkresektion (Girdlestone-Situation).

Die Hüftprothese kann als zementierte, zementfreie oder Hybridimplantation (z. B. zementierter Schaft und zementfreie Hüftpfanne) erfolgen. Zusätzlich können eine Knochentransplantation oder Korrekturen an den Knochenstrukturen nötig werden. Bei den Kunstgelenken sind verschiedene Materialkombinationen aus z. B. Keramik, Metall oder Polyethylen möglich.

Was ist nach der Implantation einer Hüftendoprothese zu beachten?

Direkt nach der Operation kann es unter anderem zu Blutungen, Gefäßverschlüssen, Lungenembolien oder Nervenverletzungen / Gefäßverletzungen kommen. Die eingebaute Prothese kann sich mit der Zeit lockern, was einen weiteren Eingriff am Hüftgelenk nötig macht. Es kann zu Luxationen (Verrenkungen) der Prothese kommen oder die vorher bestanden Schmerzen können nur unzureichend reduziert werden.

Zeitnah nach dem Einbau des künstlichen Gelenks muss eine Röntgenkontrolle erfolgen, die die Lage der Prothese kontrolliert. Die Patienten sollten sich frühzeitig wieder bewegen, um körperlich nicht allzu sehr abzubauen. Durch Physiotherapie und eine Anschlussheilbehandlung („Reha“) wird versucht die Beweglichkeit des Patienten wieder möglichst gut herzustellen.

Zur Vermeidung von Folgeschäden sollte man mit einer Hüftprothese eine übermäßige Beanspruchung durch körperliche Aktivität vermeiden, sein Gewicht normalisieren und regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei dafür ausgebildeten Spezialisten (z. B. Orthopäden) durchführen lassen.

 

Quellen

Orthopädie und Unfallchirurgie, Niethard, Fritz U.; Pfeil, Joachim; Biberthaler, Peter, Duale Reihe, 2014, 7. Auflage

S3-Leitlinie Orthopädie: Koxarthrose, Leitlinie der DGOOC und BVO, AWMF

Leitlinie Unfallchirurgie: Endoprothese bei Koxarthrose


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