Rückenschmerzen: Ursachen, Arten & Spezialisten in Deutschland & Schweiz

spezialisierte Ärzte und medizinische Zentren für Chronische Rückenschmerzen

Informationen zum Bereich Chronische Rückenschmerzen

Sie suchen einen Spezialisten für akute oder chronische Rückenschmerzen? Hier finden Sie erfahrene Fachärzte und Kliniken für die Diagnose und Behandlung von ...

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Informationen zum Bereich Chronische Rückenschmerzen

Sie suchen einen Spezialisten für akute oder chronische Rückenschmerzen? Hier finden Sie erfahrene Fachärzte und Kliniken für die Diagnose und Behandlung von Schmerzen im Rückenbereich sowie Informationen zu Rückenschmerz Ursachen und Arten.

Was sind Rückenschmerzen?

Fast jeder Mensch ist in seinem Leben für eine gewisse Zeit von Rückenschmerzen betroffen. Daher sind Kreuzschmerzen einer der häufigsten Gründe, warum Menschen sich zum Beispiel in einer Hausarztpraxis vorstellen (rund 8% wegen Rückenschmerzen). Unabhängig von der Ursache und der Schmerzintensität, werden alle Schmerzen im Bereich des Rückens als Rückenschmerzen bezeichnet.

Wo können Rückenschmerzen auftreten?

Rückenschmerzen können die gesamte Wirbelsäule betreffen. Dabei werden die Schmerzen nach den Bereichen klassifiziert in dem sie auftreten. Die drei Hauptbereiche der Wirbelsäule werden wie folgt aufgeteilt.

  • Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule werden als Kreuzschmerzen oder LWS-Syndrom bezeichnet.
  • Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule nennt man BWS-Syndrom.
  • Schmerzen der Halswirbelsäule bezeichnet man als HWS-Syndrom.

Strahlen die Schmerzen in die Arme oder Beine aus, spricht man von einer Ischialgie. Die Rückenschmerzen können dabei sehr unterschiedliche Ursachen haben.

Welcher Arzt bei Rückenschmerzen?

Zunächst kann der Hausarzt grundlegende Untersuchungen machen und die Schmerzen beurteilen. Sind die Schmerzen stark und werden andere Funktionen beeinträchtigt (z.B. das Gehen), sollte man einen Orthopäden oder Unfallchirurgen aufsuchen.

Bei neurologischen Ursachen (wenn Nerven betroffen sind), kann einem Patienten durch einen Neurologen geholfen werden. Hat man Rückenschmerzen beispielsweise aufgrund von Nieren- oder Gallensteinen, sollte man zu einem Internisten gehen. Dabei ist es wichtig, dass der Hausarzt die Schmerzursache richtig beurteilt und den Patienten zum richtigen Facharzt schickt.

Hilfe bei chronischen Rückenschmerzen kann auch bei Ärzten ersucht werden, die eine Zusatzausbildung zu einem Schmerztherapeuten absolviert haben. Schmerztherapeuten haben dabei die unterschiedlichsten Verfahren, um die Schmerzen akut oder langfristig zu behandeln. Auch eine Psychotherapie kann helfen, den Umgang mit dem chronischen Schmerz zu erlernen.

Rückenschmerz Ursachen und Arten

Das Spektrum der Erkrankungen, die Rückenschmerzen verursachen können, ist groß. Medizinisch werden sie in folgende Klassifizierungen eingeteilt.

Spezifische Rückenschmerzen

Spezifische Rückenschmerzen sind die Schmerzen, die immer wegen einer bestimmten Erkrankung auftreten. So können Bandscheibenvorfälle oder Verengungen des Wirbelsäulenkanals (Spinalkanalstenose) sowie rheumatisch entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen und Fehlbildungen (Skoliose, Kyphose) zu Rückenschmerzen führen. Zudem können entzündliche Erkrankungen, Knochenbrüche oder Absiedelungen von Krebs (Metastasen) im Bereich des Rückens spezifische Schmerzen im Rücken bedingen. Die Prognose ist hier auch abhängig von der Grunderkrankung.

Nicht spezifische Rückenschmerzen (Lumbago)

Nicht spezifische Rückenschmerzen, Lumbago oder Hexenschuss genannt, sind abhängig von der Bewegung. Nicht spezifisch bedeutet hier, dass die Rückenschmerzen nicht auf eine spezifische Erkrankung zurückgeführt werden können. Dabei treten keine Lähmungen, Spastiken oder Gefühlsstörungen auf. Die Spontanheilungsrate der nicht spezifischen Rückenschmerzen ist dabei hoch, allerdings ist häufig mit Rückfällen zu rechnen.

Radikuläre Rückenschmerzen

Zudem gibt es noch radikuläre Kreuzschmerzen (Lumboischialgien). Dies sind Rückenschmerzen mit Ausstrahlung bis unterhalb des Knies, wobei der Beinschmerz oft schlimmer sein kann als der Rückenschmerz. Von diesen radikulären Schmerzen muss man Kreuzschmerzen unterscheiden, die vor allem in den Oberschenkel ausstrahlen und daher als pseudoradikuläre Schmerzen bezeichnet werden. Diese werden zu den unspezifischen Kreuzschmerzen gezählt. Für die radikulären Rückenschmerzen ist typisch, dass sie lange andauern, also chronifizieren.

Extravertebrale Rückenschmerzen

Extravertebrale Rückenschmerzen werden durch Störungen oder Erkrankungen von Strukturen erzeugt, die primär nichts mit dem Rücken zu tun haben. So können beispielsweise Nierensteine Rückenschmerzen verursachen, wenn sie die ableitenden Harnwege verstopfen (Urolithiasis). Ein Riss in der Hauptschlagader (Aortendissektion) kann auch zu Rückenschmerzen führen. Die Prognose ist dabei abhängig von der Grunderkrankung. Ist die Grunderkrankung gut zu behandeln, verbessert sich auch die Prognose für die Rückenschmerzen.

Wann spricht man von chronischen Rückenschmerzen?

Man spricht von chronischen Rückenschmerzen, wenn diese über 12 Wochen anhalten. Dabei muss man immer wieder oder durchgehend von den Rückenschmerzen betroffen sein. Es gibt allerdings verschiedene Meinungen darüber, ab wann man von chronischen Rückenscherzen spricht. So gibt es Ärzte, die schon nach einer 8-wöchigen Schmerzperiode von chronischen Rückenschmerzen sprechen. Treten die Schmerzen bis zu 12 Wochen auf, spricht man von akuten Rückenschmerzen.

Entstehen Rückenschmerzen erneut nach einer beschwerdefreien Zeit von 6 Monaten, spricht man von rezidivierenden Kreuzschmerzen. Zu den chronischen Rückenschmerzen werden auch die radikulären Rückenschmerzen gezählt, die in die Beine und manchmal auch in die Arme ausstrahlen. Zudem führen die meisten spezifischen Rückenschmerzen zu chronischen Rückenschmerzen. Dazu zählen Erkrankungen wie Arthrose (Gelenkverschleiß), Rheuma, Osteoporose, angeborene Fehlstellungen der Wirbelsäule und Krebs.

Quellen:

Duale Reihe, Thieme Verlag: Allgemeinmedizin

Wikipedia: Rückenschmerzen


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