Kyphose (Rundrücken)

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Informationen zum Bereich Kyphose (Rundrücken)

Was ist eine Kyphose?

Die Kyphose, auch Rundrücken genannt, beschreibt umgangssprachlich eine Fehlstellung der Wirbelsäule. Medizinisch fachlich beschreibt die Kyphose die Krümmung der Wirbelsäule nach hinten, während die Lordose das Gegenteil beschreibt, nämlich die Krümmung nach vorne. Die Wirbelsäule des Menschen enthält eine natürliche Krümmung nach vorne und hinten in ihrem Verlauf. Natürlicherweise kommt Kyphose im Brustbereich vor und am unteren Ende der Wirbelsäule als eine kleine Kyphose. Krümmt sich die Wirbelsäule im Brustbereich übermäßig nach hinten, bildet sich das typische Erscheinungsbild eines runden Rückens, in der Fachsprache Hyperkyphose genannt.

Welche Kyphose Arten unterscheidet man?

Betrachtet man die Struktur, kann man unterscheiden zwischen:

  • Funktionelle Kyphose: Eine Hyperkyphose, die durch Fehlstellung in anderen Wirbelsäulenabschnitten entsteht und sich durch Ausgleichsbewegungen wieder in die normale Position überführen lässt
  • Fixierte Kyphose: Diese Form ist nicht mehr ausgleichbar, sondern durch Veränderungen der Wirbelknochen in der krankhaften Position fixiert.

Nach ICD-10 (International statistical classification of diseases and health related problems) Klassifizierung lassen sich folgende Formen unterscheiden:

  • Posturale Kyphose ist die häufigste Form und betrifft sowohl Erwachsene als auch Jugendliche. In der Jugend ist durch muskuläre Dysbalancen bedingt. Im Alter entsteht die Hyperkyphose durch Muskelschwund oder Wirbelkörperfrakturen.
  • Scheuermann-Kyphose gilt als Form von kindlicher Störung der Verknöcherung von Knorpel der Wirbelsäule.
  • Angeborene Kyphose kann bei Säuglingen Ergebnis einer Fehlentwicklung der Wirbelsäule im Mutterleib sein.
  • Nutritionale Kyphose bezeichnet die Erkrankung mit Ursache aus Mangelernährung. Vitamin-D-Mangel kann beispielsweise zur Erweichung der Knochen führen und so zu einer Fehlstellung der Wirbelsäule.
  • Gibbusbildende Deformität
  • Posttraumatische Kyphose

Ursachen für einen Rundrücken

Generell werden angeborene und erworbene Hyperkyphosen unterschieden. Von Geburt an können diese Fehlstellungen bestehen, z.B. durch falsch geformte Wirbelkörper wie Halbwirbel oder Blockwirbel. Als Ursachen für die erworbene Form können verantwortlich sein:

  • Muskuläre Insuffizienz und daraus resultierend Fehlhaltungen
  • Verletzungen
  • Tumore und Metastasen
  • Degenerative und entzündliche Erkrankungen wie Arthritis, Rheuma , Osteoporose oder Morbus Bechterew

Eine weitere Ursache ist der im Jugendalter häufig vorkommende Morbus Scheuermann . Bei dieser Erkrankung wachsen die Brustwirbel der Vorder- und Rückseite ungleichmäßig, sodass eine fehlerhafte Krümmung der Wirbelsäule entsteht.

Kyphose Therapie

  • Konservative Therapie

Bei leichteren Fällen reicht Training der richtigen Körperhaltung durch regelmäßige Übungen für die Rückenmuskeln aus. Regelmäßiger Sport wird empfohlen, da Bewegung die Fehlstellung verbessern kann. Die Therapie richtet sich generell nach:

  • Ursache der Kyphose
  • dem Ausprägungsgrad
  • dem Alter
  • eventuelle Begleiterkrankungen unserer Patienten
  • dem noch zu erwartenden Wachstum

Wird die Hyperkyphose rechtzeitig erkannt, können durch Physiotherapie Maßnahmen und Tragen eines Korsetts, die Fehlstellung ausgeglichen werden, sodass keine Operation nötig ist.

Kyphose OP

  • Indikation

Bei voranschreitender Hyperkyphose kann eine Operation in Erwägung gezogen werden. Sie soll eine schwere Hyperkyphose verhindern, die nach Wirbelkörperbrüchen vorkommen kann. Allgemein können Operationen mit folgender Indikation angezeigt sein:

  • deutlicher Zunahme der Kyphose
  • neurologischer Gefährdung
  • konservativ nicht beherrschbaren Schmerzen
  • gefährdete Stabilität der Wirbelsäule
  • kosmetische Wünsche

Angeborene Hyperkyphosen benötigen eine möglichst baldige Operation, da unnötiges Zuwarten schwerwiegende neurologische und motorische Folgen für das Kind haben kann. Die Indikation bei Scheuermann-Kyphose ist streng zu stellen und ist neben den oben genannten Punkten auch abhängig vom Winkel des Kyphosescheitels.

  • Ablauf

Handelt sich um Wirbelbrüche, kann eine Kyphoplastie durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung dieser Brüche. Der Eingriff wird typischerweise in Bauchlage unter Röntgendurchleuchtung durchgeführt. Meistens wird die Operation in Vollnarkose durchgeführt. Im herkömmlichen Verfahren werden über kleine Einschnitte ein oder zwei Ballone eingeführt, die den zerbrochenen Wirbel wieder aufrichten. Der beim Aufblasen entstehende Hohlraum wird mit Knochenzement aufgefüllt. So wird der Wirbelkörper stabilisiert und ein weiteres Einbrechen wird vermieden.

Zur Stabilisierung der Wirbelsäule kann auch das Verfahren der Spondylodese durchgeführt werden. Um eine stabile Wirbelsäule mit physiologischer Krümmung herzustellen, werden instabilen Wirbelkörper bei der Operation mit dem benachbarten Wirbel verbunden. Diese Verbindung erfolgt mithilfe von Schrauben, Stäben und Platten, die als Implantate im Körper verbleiben und in die Wirbelkörper einwachsen sollen. Am Ende wird ein dünner Schlauch ins Operationsgebiet eingelegt, über den Blut und Wundflüssigkeit abfließen können, nachdem die Wunde verschlossen wurde. Danach wird die Wunde vernäht und mit einem Pflaster überklebt.

  • Risiken

Wesentliche Komplikationen einer Zementauffüllung bei der Kyphoplastie sind Austritte des flüssigen Knochenzements aus dem Wirbelkörper. Die Risiken einer Vollnarkose sollten dem Patienten auch für diesen kleinen Eingriff klargemacht werden. Postoperativ kann es durch das Anästhetikum zu unter anderem Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen kommen. Durch das Einführen von Fremdmaterial und den Hautschnitt können Krankheitserreger in das Körperinnere gelangen und Infektionen und Entzündungen auslösen. Bei der Spondylodese kann eine weitere Operation nötig sein, wenn die eingebrachten Implantate nicht sicher sitzen und repositioniert werden müssen.

  • Nachsorge

Nach einer Kyphoplastie ist keinerlei Bettruhe erforderlich. Wenige Stunden nach der Operation darf der Patient in Begleitung aufstehen und sich normal bewegen. Wie bei allen vertebralen Operationen wird in einigen Fällen eine kurzzeitige Korsettversorgung empfohlen. Damit möglichst wenig Schmerzen nach der Operation vorhanden sind, wird in vielen Fällen schon während der Operation ein sogenannter Schmerzkatheter gelegt, der je nach Bedarf einige Tage nach der Operation verbleibt. Nach einer Spondylodese ist ein Klinikaufenthalt von 4-6 Tagen empfohlen.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für eine Kyphose Behandlung?

In Kliniken oder Praxen für Orthopädie und Unfallchirurgie können sich Betroffene bezüglich ihrer Behandlungsmethoden bei Rundrücken informieren. Sollte eine Operation nötig sein, wird sie von Fachärzten der Orthopädie und Unfallchirurgie durchgeführt, die eine Weiterbildung in die Richtung Wirbelsäulenchirurgie haben.

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.
Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Kyphose (Rundrücken) überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • Wirth et al.: Facharztprüfung Orthopädie und Unfallchirurgie, 1000 kommentierte Prüfungsfragen . 2. Auflage. Thieme 2013, ISBN 978-3-131-40652-1.
  • Grifka, Krämer: Orthopädie Unfallchirurgie . 9. Auflage. Springer 2013, ISBN 978-3-642-28875-3.
  • Herold et al.: Innere Medizin . Eigenverlag 2012, ISBN 978-3-981-46602-7.

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