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Informationen zum Bereich Blasenkrebs

Unsere Nieren sind extrem stark durchblutete Organe die konstant Urin produzieren. Damit wir nicht andauern auf die Toilette laufen müssen, ist unser Körper mit einer Art Urinreservoir, der Blase ausgestattet. Diese kann sich in ihrer Größe stark ausdehnen und sammelt den Urin, bis wir ihn willkürlich ausscheiden.

Durch den Urin werden überschüssiges Körperwasser, Säuren und Basen und wasserlösliche Schadstoffe aus unserem Körper entfernt. Der Urin erreicht über die zwei Nieren und Harnleiter die Blase und verlässt diese dann (bei Männern am Anfang durch die Prostata) über die Harnröhre. Der teilweise stundenlange Aufenthalt des Urins gibt jedoch auch den Schadstoffen die Möglichkeit sich auf die Schleimhaut der Blase negativ auszuwirken.

Blasenkrebs führt in Deutschland jährlich zu rund 30.000 Neuerkrankungen, wobei Männer doppelt so häufig davon betroffen sind als Frauen. Im Mittel erkranken Männer mit 72 Jahren, Frauen mit 74 Jahren an Blasenkrebs.

Was sind die Ursachen für Blasenkrebs?

Wie bei vielen Krebserkrankungen ist auch beim Blasenkrebs der genaue Entwicklungshergang unbekannt. Über die Jahre konnten jedoch bestimmte Risikofaktoren ausgemacht werden.

Als stärkster negativer Einflussfaktor zählt der Tabakrauch. Rund 30-70% der Blasentumoren sind darauf zurückzuführen. Die im Rauch enthaltenen Schadstoffe gelangen über die Lunge ins Blut und werden durch die Nieren gefiltert und mit dem Harn ausgeschieden. So führen die krebserregenden Schadstoffe nicht nur zu einem enorm hohen Risiko für Lungenkrebs, sondern auch zu nicht unbeachtlichen Fällen von Blasenkrebs.

Auch bestimmte chemische Stoffe, sogenannte aromatische Amine können Blasenkrebs hervorrufen. Viele dieser Stoffe wurden in der Industrie verwendet und sind heute verboten. Durch die lange Zeit bis zum Auftreten, können diese als Berufskrankheiten eingestuften Varianten heute immer noch zu Blasenkrebs führen.

Auch ein tropischer Schädling kann über die Auslösung der Bilharziose (Erkrankung durch den Schädling) zu Blasenkrebs führen. Vermutet wird auch, dass eine häufige Reizung der Blase durch beispielsweise Katheter über eine chronische Blasenentzündung zu Blasenkrebs führen kann.

Was sind die Symptome dieser Erkrankung?

Anfänglich ist der Blasenkrebs mit uncharakteristischen Beschwerden verbunden. Oft werden diese als Blasenentzündung missgedeutet. Dazu zählen ein vermehrter Harndrang verbunden mit wenig Urin beim Wasser lassen (Pollakisurie), eine gestörte Blasenentleerung (Dysurie) mit Tröpfeln und Schmerzen beim Wasserlassen oder unklare Schmerzen im Flankenbereich.

Ein deutliches Warnsignal ist immer Blut im Urin (rötlich bis bräunliche Verfärbung) ohne Schmerzen (schmerzhafte Makrohämaturie). Dies sollte immer das Aufsuchen eines Urologen zur Folge haben, da dann gute Heilungschancen bestehen.

Was sind die Diagnoseverfahren?

Schon durch das erste Patientengespräch kann der Verdacht eines Blasenkarzinoms entstehen. Berufliche Exposition, Rauchen und spezifische Beschwerden lassen die Vermutung erhärten. Danach folgen verschieden Untersuchungen: Urinuntersuchung auf Blut und krebsähnliche Zellen, Blutwerte zur Nierenfunktion, das Ausscheidungsurogramm bei dem mit Hilfe von Kontrastmittel, das über die Niere ausgeschieden wird, mehrere Röntgenbilder während des Wasserlassens gemacht werden können, sowie Ultraschall zur Darstellung der Organe im Bauchraum.

Die Sichere Diagnose erbringt die Blasenspiegelung. Dabei führt der Urologe ein Endoskop (dünner, biegsamer Schlauch mit Kamera vorne) in die Blase und kann so die Schleimhaut begutachten und bei verdächtigen Stellen Gewebeproben mit einer kleinen Zange entnehmen.

Handelt es sich um ein tiefergehendes (invasive) Blasenkarzinom, kann es zur Ausbildung von Töchtergeschwülsten im Körper kommen (Metastasen). Um diese zu entdecken werden CT, MRT und Skelettszintigraphie zur Hilfe gezogen.

Wie wird Blasenkrebs behandelt?

Beim oberflächlichen (nicht-invasiven) Blasenkrebs erfolgt die primäre Behandlung über die Blasenspiegelung. Mittels einer Elektroschlinge trägt der Urologe den sichtbaren Tumor ab. Dieses Verfahren nennt sich Transurethrale Resektion (TUR) der Blase.

Das entnommene Gewebe wird dann vom Pathologen untersucht. Sind die Schnittränder tumorfrei endet hier die Behandlung. Sind sie es nicht, erfolgt innerhalb sechs Wochen erneut eine TUR des oberflächlichen Blasenkarzinoms.

Durch dieses Verfahren können 70% der Tumoren in der Blase vollständig entfernt werden.

Bei nochmaligem Auftreten (das Blasenkarzinom neigt dazu) kann zusätzlich ein Chemotherapeutikum für 2 Stunden zur Prophylaxe eines erneuten Auftretens in die Blase initiiert werden. Alternativ wird durch Immuntherapie ein bestimmter Stoff (BCG) immer wieder in die Blase eingebracht der den Körper auf die Bekämpfung der Krebszellen sensibilisieren soll.

Handelt es sich um ein invasives Blasenkarzinom erfolgt entweder eine Operation oder eine Strahlentherapie. Beides kann mit einer Chemotherapie verbunden werden. Bei letzterem ist oftmals der Erhalt der Blase möglich.

Die operative Therapie besteht in der Blasenentfernung (Zystektomie). Hierbei werden alle mitbetroffenen Organe entfernt (Lymphknoten, Prostata, Samenblasen oder Gebärmutter, Eierstücke, Teile der Scheide)

Als Ersatz der Blase kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz die stark vom Gesundheitszustand, Alter und Wunsch des Patienten abhängen.

Durch Darmgewebe kann eine neue Blase (Neo-Blase) konstruiert werden, die der alten ähnelt, aber auch ein Reservoir, welches selbständig über die Bauchdecke entleert werden muss. Die speziell für Sie in Frage kommenden Optionen wird Ihr behandelnder Urologe ausführlich mit Ihnen besprechen.

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe bei Blasenkrebs?

Wie jede Operation birgt auch die Blasenentfernung Risiken, wie Entzündung, Blutung, Verletzung von Nachbarorganen oder Bildung von Blutgerinnseln.

Erfolgt ein Ersatz der Blase kann es eine Weile dauern, bis sich das Darmgewebe an seine neue Aufgabe angepasst hat. Ebenso brauchen Sie selbst Zeit sich an die Handhabung der jeweiligen Harnableitung zu gewöhnen, bis sie voll in den Alltag integriert werden kann.

Bei Männern kann es nach Entfernung der Prostata zur Erektionsschwierigkeiten kommen, die aber mit unterschiedlichen Methoden der modernen Medizin leicht zu bewältigen sind.

Das allerwichtigste ist jedoch die konsequente und regelmäßige Tumornachsorge.

Sollten Sie weitergehende Fragen zu Behandlung und Prognosen bei Blasenkrebs haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren behandelnden Urologen.

 

Quellen:

http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/018_blase.pdf

http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/harnblasenkrebs/index.php

Gasser, Thomas (2009): Basiswissen Urologie. Mit 13 Tabellen. 4., vollst. überarb. Aufl. Heidelberg: Springer (Springer-Lehrbuch).

Rübben, Herbert (2009): Uroonkologie. Mit 269 Tabellen. 5. vollst. überarb. Aufl. Heidelberg: Springer Medizin Verl.

 


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