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Unser Körper ist mit über 200 Knochen versehen, die täglich enormen Kräften ausgesetzt sind.

Ihre Stabilität ist dem Aufbau des Knochens aus ...

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Informationen zum Bereich Osteoporose

Unser Körper ist mit über 200 Knochen versehen, die täglich enormen Kräften ausgesetzt sind.

Ihre Stabilität ist dem Aufbau des Knochens aus festigenden Mineralstoffen wie Calcium und Phosphat zu verdanken. Sie machen die Knochen, neben den Zähnen zu den festesten Strukturen in unserem Körper.

Normalerweise hält sich der Knochenabbau, Knochenumbau und Knochenaufbau die Waage. Es gibt jedoch verschiedene Erkrankungen, die zu einer Verminderung der Knochendichte und damit der Stabilität führen.

Eine dieser Erkrankungen ist die Osteoporose. Der Begriff Osteoporose bezeichnet die Vermehrung von porösen Knochen, die aufgrund einer gleichmäßigen Verringerung der mineralischen Knochensubstanz entstehen.

Die Osteoporose ist eine Erkrankung der älteren Bevölkerung, Rund 15% der weißen Frauen über 65 Jahren sind davon betroffen. Bis zum 75. Lebensjahr sind 30% der Knochenbrüche in der weißen Bevölkerung der Osteoporose geschuldet. 

Was sind die Ursachen für Osteoporose?

Mit dem 40. Lebensjahr beginnt der allmähliche Abbau der Knochensubstanz. Bei Männern erfolgt dieser Abbau weniger stark als bei Frauen. Dennoch ist dies eine altersbedingte, normale Veränderung. Die Osteoporose beschleunigt diesen Vorgang.

Ursachen für die Osteoporose ist bei Frauen beispielsweise der Östrogenmangel nach der Menopause (letzte Regelblutung). Aber auch die Immobilisierung führt zu Osteoporose, denn der gesunde Knochen braucht Reibung, die ihn zum Wachstum anregt.

Besonders Erkrankungen mit Einfluss auf den Knochenaufbau oder Knochenabbau können eine Osteoporose begünstigen. Dazu gehören der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Malabsorption (Erkrankungen die zu verminderter Aufnahme von Calcium und Phosphat führen), Hypogonadismus (Erkrankung mit verminderten Geschlechtshormone), Cushing-Syndrom (Folge von erhöhtem Kortisongebrauch) oder weitere Medikamente die einen Einfluss auf den Knochenstoffwechsel haben.

Welche Symptome entstehen bei Osteoporose?

Durch Osteoporose entstehen meist akute Schmerzen nach Überlastung, die aber mit Dauer der Erkrankung auch chronisch bestehen bleiben können. Besonders Einbrüche in den Wirbelkörpern im Bereich der Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule können zur Verformung und somit Fehlhaltung der Wirbelsäule führen. Meist entsteht dadurch eine gebücktere Haltung (Kyphose) verbunden mit einem Verlust an Körperhöhe und einem vorgewölbten Bauch. Durch die Verkürzung des Rumpfes entstehen am Rücken Hautfalten, die das Bild eines Tannenbaums ergeben (Tannenbaumphänomen).

Durch Osteoporose kommt es deutlich häufiger zu sturzbedingten Knochenbrüchen.

Wie wird Osteoporose diagnostiziert?

Das Gespräch mit dem Patienten und die körperliche Untersuchung geben dem Spezialisten für Orthopädie erste Hinweise. Die Blutuntersuchungen dienen dem Ausschluss anderer Erkrankungen die einen Einfluss auf die Knochenmasse haben können.

Wesentlichen Aufschluss für die Diagnose der Osteoporose gibt dem Spezialisten die Knochendichtemessung. Nach einem Vergleich mit Normwerten aus der Bevölkerung kann die Osteoporose in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden. Beweisend sind spezifische Veränderungen, die im Röntgen sichtbar werden (z.B. Wirbelkörperdeformitäten). Diese sind jedoch meist erst bei Verlust von 30% der Knochenmasse zu erkennen. 

Wie wird Osteoporose behandelt?

Der Spezialist wird über die Therapie aufgrund der Ursachen entscheiden. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes beispielsweise müssen ausreichend gut eingestellt werden, fehlende Hormone ersetzt und osteoporosefördernde Medikamente, wenn möglich, abgesetzt werden.

Ziel der Behandlung ist die schmerzfreie Belastung des Skeletts und die Wiedererlangung der Leistungsfähigkeit. Im akuten Stadium kann eine medikamentöse Schmerztherapie, sowie eine kurzzeitige Entlastung durch Mieder oder Korsett Abhilfe schaffen. Länger Phasen der Bettruhe sind zu vermeiden, da sie durch Immobilität die Osteoporose fördern.

Des Weiteren wird der Knochenabbau durch Krankengymnastik und physikalische Therapie, also durch regelmäßige körperliche Aktivität verhindert.

Stürze sollen auf jeden Fall verhindert werden, da Osteoporose mit einem erhöhten Bruchrisiko (Frakturrisko) einhergeht (besonders Oberschenkel und Unterarm). Dazu können Hüftprotektoren getragen werden und Stolperfallen im Haus entfernt werden (Bsp. Teppiche).

Zusätzlich kann der behandelnde Spezialist auch bestimmte Medikamente das Frakturrisiko senken (Bisphosphonate, Östrogenrezeptormodulatoren).

Bereits eingebrochene Wirbelkörper kann der Orthopäde operativ versorgen indem beispielsweise Knochenzement in den Wirbelkörper eingespritzt wird.

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe bei Osteoporose?

Da auch bösartige Tumorerkrankungen zu Knochenschäden führen können, ist eine genaue Abklärung wichtig.

Bei Osteoporose ist die Vorbeugung von Schmerzen und Knochenbrüchen essentiell. Hilfreich ist daher körperliche Aktivität, ausreichend Kalzium, Phosphat und Vitamin D, Sturzprophylaxe und wenn nötig eine medikamentöse Knochenstärkung.

Nach einer Wirbelkörperfraktur erleiden 20% der Betroffenen innerhalb eines Jahres einen weiteren Knochenbruch. Besonders Oberschenkelfrakturen sind in höherem Alter auch mit höherer Letalität verbunden.

Sollten Sie weitere Fragen bezüglich Therapie und Prognose der Osteoporose haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren behandelnden Orthopäden/Unfallchirurgen/Internisten.

 

Quellen:

http://www.osteoporose.org/osteoporose.php

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/034-003.html

Grifka, Joachim (2011): Orthopädie und Unfallchirurgie. Für Praxis, Klinik und Facharztprüfung ; mit 155 Tabellen. Berlin [u.a.]: Springer.

Winker, Karl-Heinrich (2011): Facharzt Orthopädie Unfallchirurgie. Munich: Urban & Fischer.

Herold, Gerd: Innere Medizin. Köln, Eigenverlag 2012.


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