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Informationen zum Bereich Knochenbruch

Unsere Knochen bestehen aus einem äußerst harten Material. Umgeben von sensibler Knochenhaut liegt von außen nach innen ein stabiles Knochengerüst mit feineren ...

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Informationen zum Bereich Knochenbruch

Unsere Knochen bestehen aus einem äußerst harten Material. Umgeben von sensibler Knochenhaut liegt von außen nach innen ein stabiles Knochengerüst mit feineren Knochenbälkchen, ausgefüllt vom Knochenmark. Das menschliche Skelett besteht aus mehr als 200 einzelnen Knochen.

Ihre Aufgaben gehen von der aufrechten Haltung unseres Körpers und dessen Beweglichkeit über den Schutz der wichtigen Organe (Gehirn, Herz, Eingeweide) bis hin zur Blutbildung.

Die Knochen sind stabil gebaut und an starke Krafteinwirkungen gewohnt. Dennoch kommen Knochenbrüche nicht selten vor. Im Fachjargon spricht der Spezialist dann von einer Fraktur.

Dabei bricht ein Knochen in zwei oder mehrere nicht mehr zusammenhängende Teile, die in ursprünglicher Position verweilen oder gegeneinander verschoben worden sind (Dislokation).

Was sind die Ursachen für einen Knochenbruch?

Die Ursachen für einen Knochenbruch liegen in der direkten oder indirekten Gewalteinwirkung auf den Knochen. Oft führen Unfall, Sturz, Schläge oder Stöße zum Knochenbruch, wobei das Bruchmuster sich je nach Art unterscheidet.

Ein Knochenbruch kann direkt bei Gewalteinwirkung stattfinden, dazu muss diese sehr groß sein. Aber auch kleinere Belastungen können mit der Dauer ihrer Einwirkung zu leichten Rissen und Später zum vollständigen Knochenbruch führen. Beispiel dafür sind die häufigen Marschfrakturen im Fußknochenbereich bei Soldaten, welche mit schweren Rucksäcken lange Märsche unternehmen.

Neben der starken Belastung können aber auch gewisse Defizite im Körper zu Knochenbrüchen führen, die bei einem gesunden Menschen nicht möglich wären. Die nennt der Mediziner auch pathologische Fraktur. Dazu gehören Erkrankungen welche die Knochensubstanz schädigen, wie beispielsweise Osteoporose oder bösartige Tumorgeschwülste im Knochen.

Was sind die Symptome des Knochenbruchs?

Die Knochenhaut die den Knochen umgibt ist mit vielen Nervenfasern durchsetzt. Daher führt ein Knochenbruch zu einem starken Schmerzreiz. Ebenso ist der Knochen, auch aufgrund der dortigen Blutbildung äußerst gut durchblutet. In bestimmten Bereichen kann dies beim Knochenbruch zu enormen Blutverlusten führen (z.B. Beckenbruch)

Der Bereich um die Fraktur kann gerötet, überwärmt und angeschwollen sein. Dazu kommt eventuell eine eingeschränkte bis aufgehobene oder unnormale Beweglichkeit von Gelenken oder Knochen. 

Viele wichtige Nerven unseres Körpers laufen direkt neben den Knochen. Was eigentlich dem Schutz der Nerven dient, kann beim Knochenbruch zu Nervenschädigungen führen.

Auch andere umliegende Organe können durch Knochenbruchstücke mitverletzt werden und dementsprechende Symptome auslösen.

Problematisch kann ein Knochenbruch dann werden, wenn durch den Knochenbruch Erreger in den Knochen oder ins Blut gelangen. Die Folge davon sind eine schwer behandelbare Entzündung des Knochenmarks (Osteomyelitis) oder die Blutvergiftung (Sepsis).

Das Kompartmentsyndrom ist insbesondere an den Beinen gefürchtet. Hier liegen Muskelgruppen in Logen die von einer festen Faserschicht umschlossen sind. Kommt es durch den Knochenbruch zu Blutungen und Schwellungen, die sich wegen der Faserschicht nicht ausbreiten können, können die innen liegenden Nerven und Muskeln aufgrund der enormen Drucksteigerung nicht mehr versorgt werden und sterben ab.

Was sind die Diagnoseverfahren bei einem Knochenbruch?

Nach dem Patientengespräch folgt eine ausführliche körperliche Untersuchung durch einen Spezialisten der Unfallchirurgie / Sporttraumatologie. Hierbei ist die regelmäßige Untersuchung von Durchblutung, Motorik und Sensibilität zum Ausschluss eines Kompartmentsyndroms von immenser Wichtigkeit.

Zu den sicheren Frakturzeichen zählen ein Knirschen der Bruchstelle (Krepitation – Knochenreiben), abnorme Beweglichkeit und Dislokation der Bruchstücke. Letzteres lässt sich an der Achsenfehlstellung, aus der Wunde ragenden Knochenteilen, Lücken oder Stufen beim Abtasten des Knochens erkennen.

In der Bildgebung lassen sich die Frakturspalte dann eindeutig erkennen. Angewandt werden dabei Röntgen, CT, MRT (besonders bei Schwangeren) und in besonderen Fällen auch Sonographie und Szintigraphie.

Knochenbrüche werden vom Orthopäden oder Unfallchirurgen eingeteilt in offene oder geschossene Fraktur (Weichteilmantel intakt), sowie nach Anzahl der Bruchstücke, Lokalisation des Knochenbruchs und Vollständigkeit (ganzer Knochenbruch oder Einriss),

Wie wird der Knochenbruch behandelt?

Der Knochenbruch kann entweder konservativ oder operativ behandelt werden.

Die konservative Behandlung findet Verwendung bei geschlossenen Knochenbrüchen mit wenigen Bruchstücken, die nicht disloziert sind. Meist kann der betroffene Knochen durch Bandagen oder im Gips ruhig gestellt werden.

Wichtig ist in jedem Fall die Reposition der dislozierten Knochenteile um eine optimale Knochenheilung ohne Knochennarben (Kallus) zu garantieren. 

Die Operation führt der Unfallchirurg bei komplizierten Brüchen, Instabilität, Gelenkbeteiligung und stark dislozierten Bruchstücken durch. Dabei findet die Reposition unter Sicht statt. Danach folgt die Fixierung der Knochenstücke durch Platten, Schrauben oder Drähte (Osteosynthese).

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe bei einem Knochenbruch?

Neben den obengenannten Komplikationen kann es durch schlechtes Zusammenwachsen von zwei Knochenstücken zu einer sogenannten Pseudarthrose kommen. Es bildet sich eine Art Gelenk aus, wo keines sein sollte.

Wichtig ist in jedem Falle die Reposition der Knochenstücke, nur sie ermöglicht die Wiederherstellung des schmerzfreien, ursprünglichen Bewegungsablaufes. Dazu müssen die Knochen alsbald direkt aneinander gebracht werden, damit es nicht zu einer Defektheilung eines Knochenspaltes in Form einer überschießenden Knochennarbe kommt (Kallusbildung).

Wichtig ist möglichst frühzeitig mit leichter Physiotherapie zu beginnen um Muskelschwund oder Sehnenverkürzungen vorzubeugen. Bei größeren Brüchen ist auch eine Anschlussheilbehandlung ratsam.

Sollten Sie weitere Fragen bezüglich der Therapie von Knochenbrüchen haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren behandelnden Spezialisten der Orthopädie / Unfallchirurgie.

 

Quellen:

http://www.herold-innere-medizin.de/pdf/frakturlehre.pdf

https://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gast&p_aid=0&p_knoten=FID&p_sprache=D&p_suchstring=8621

Winker, Karl-Heinrich (2011): Facharzt Orthopädie Unfallchirurgie. Munich: Urban & Fischer.

Grifka, Joachim (2011): Orthopädie und Unfallchirurgie. Für Praxis, Klinik und Facharztprüfung ; mit 155 Tabellen. Berlin [u.a.]: Springer.


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