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Sie suchen einen erfahrenen Facharzt für die Diagnose und Behandlung bei Beckenbodenschwäche? Hier finden Sie ausschließlich Beckenboden Spezialisten in Kliniken und Beckenbodenzentren ...

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AUSGEWÄHLTE SPEZIALISTEN


Informationen zum Bereich Beckenbodenschwäche

Sie suchen einen erfahrenen Facharzt für die Diagnose und Behandlung bei Beckenbodenschwäche? Hier finden Sie ausschließlich Beckenboden Spezialisten in Kliniken und Beckenbodenzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

Was ist Beckenbodenschwäche?

Der Beckenboden ist ein funktionelles System aus verschiedenen Muskeln und Organen im Bereich des Beckens. Dazu gehören die Bauchhöhle, der Darm, die Harnröhre und bei der Frau der Gebärmutterhals sowie die Scheide. Dieses System ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir Stuhl und Harn bewusst zurückhalten können und dabei die Muskeln des Beckenbodens aktiv nutzen können. Der Beckenboden schließt den Körper nach unten hin mit einer ungefähr drei bis vier Zentimeter dicken Muskel- und Bindegewebsschicht ab.

Bei einer Beckenbodenschwäche oder Beckenbodeninsuffizienz ist das Zusammenspiel der Beckenbodenmuskulatur nicht mehr gegeben oder in seiner Funktion gestört. Dadurch fehlt es den Organen, die durch den Beckenboden in ihrer Position gehalten werden, an Stabilität. Es kann zu einem Absinken der Gebärmutter, dem sog. Descensus uteri, und Inkontinenz kommen. Gründe für eine Beckenbodenschwäche können mehrere Geburten bei Frauen, aber auch schwere körperliche Arbeiten sein.

Wie entsteht eine Beckenbodenschwäche?

Im Normalfall sind die Muskeln des Beckenbodens stets unter Spannung und entspannen sich nur beim Stuhlgang, Urinieren oder bei sexueller Erregung. Das Besondere an diesen Muskeln ist, dass sie sich reflektorisch zusammenziehen können, so wird gewährleistet, dass beim Niesen, Husten oder auch Hüpfen kein Stuhl oder Harn austritt.

Es gibt viele Faktoren, die zu einer Beckenbodeninsuffizienz führen können. Ein besonders hohes Risiko haben Frauen, die erblich bedingt eine allgemeine Bindegewebsschwäche aufweisen. Zwar verlieren die Beckenbodenmuskeln im Alter tatsächlich an Stabilität, aber im Normalfall hält das Bindegewebe diese Muskeln gut zusammen. Bei einer festgestellten Bindegewebsschwäche ist das Risiko an einer Beckenbodeninsuffizienz zu erkranken erhöht.

Weitere Risikofaktoren für eine Beckenbodenschwäche sind:

  • Viele Geburten
  • Darmriss
  • Schwere, körperliche Arbeit
  • Nikotin- und Alkoholmissbrauch
  • Übergewicht

Die Beckenbodenschwäche zeigt sich in typischen Verlaufsformen: Betroffene Patienten verspüren eine Muskelschwäche im Bereich des Beckenbodens, die einhergeht mit Harn- und/oder Stuhlinkontinenz. Auch Unterleibsschmerzen können auftreten. Bei Frauen kann es ebenfalls zur Scheidensenkung kommen.

Behandlungsmöglichkeiten der Beckenbodenschwäche

Bevor operative Behandlungsmöglichkeiten angewandt werden, sollten zuerst alle konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sein. Man versucht hierbei, die Beckenbodenmuskulatur physiotherapeutisch durch gezieltes Training zu stärken und zu harmonisieren. Elektrische Stimulationsgeräte, die den Patienten geliehen werden können, können dazu beitragen, das neuromuskuläre Gesamtsystem in seiner Funktion zu stabilisieren (sogenanntes Biofeedback).

Methoden der Beckenboden-OP

Bei Frauen unterscheidet man zwei Formen der Beckenbodeninkontinenz: Die Dranginkontinenz (die Harnblase arbeitet nicht richtig oder ist sogar hyperaktiv) und die Belastungsinkontinenz (es liegt eine Abdichtungsstörung im Bereich des Beckenbodens vor).

Bei der Dranginkontinenz greift man vorwiegend auf physiotherapeutische Maßnahmen zurück (sog. Toilettentraining). Bei der Belastungsinkontinenz hat sich heutzutage in vielen Kliniken die suburethrale Band-Plastik bewährt (sog. TVT - Tension free vaginal tape). Es ist ein minimal invasives Behandlungsverfahren, das bis zu 90% erfolgreich durchgeführt werden kann.

Bei einem ausgeprägten Deszensus, einem Totalvorfall, werden konservativ-therapeutische Maßnahmen nicht in Betracht gezogen. Hier wird man üblicherweise nicht um eine Operation herumkommen. Allen chirurgischen Operationen gemein ist, dass sie die Widerstandskraft der geschwächten Organe stärken und sie im Beckenbereich ausreichend stabilisieren sollen.

Beckenbodenrekonstruktion mittels Netz-OP (Kolposakropexie)

Das heutige Standardverfahren zur Behandlung von Beckenbodenschwächen fokussiert sich auf die sogenannte netzgestützte Kolposakropexie (oder auch Synthetische Netz-OP). Hierbei werden über einen abdominalen Zugang die oberen Scheidenwände aufgenäht und durch einen groben Netzstreifen aus Polypropylen verstärkt. Parallel dazu werden diese Netzstreifen auf der Knochenhaut (dem sog. Periost) des Kreuzbeins fixiert, sodass dadurch eine nahezu komplett spannungsfreie Scheidenaufhängung resultiert. Vorteil dieser operativen Behandlungsmethode ist, dass die Gebärmutter erhalten bleiben kann, wenn die Patientin dies wünscht.

Zunehmend ältere Frauen, bei denen die Gebärmutter des Öfteren nach unten gewandert ist, werden mit vaginalen Netzsuspensionen behandelt. Die Netze werden mit Applikationsspießen an bestimmte Teile der Scheidenwand aufgehängt und erlauben so die physiologische Befestigung der Scheide im Beckenboden. Interessant ist, dass bei dieser Therapie auch erhöhten abdominalen Druckverhältnissen wie sie bei Rauchern oder übergewichtigen Menschen auftreten können, ein Widerlager entgegengesetzt werden kann.

Band-Plastiken haben eine hohe Erfolgsrate - nur bis zu 4% weisen nach der Therapie Erosionen auf -  weil teilweise bioresorbierbare Materialien zum Einsatz kommen, die stets weiter optimiert werden.

Scheidenplastik

Ein weiteres chirurgisches Verfahren stellt die posteriore bzw. anteriore Kolporrhaphie (Vordere/Hintere Scheidenplastik) dar. Hierbei wird entweder der vordere oder hintere Anteil der Scheidenwand so vernäht, dass sie in sich gefaltet werden und die nach vorne gefallenen Organe in ihrer Position stabilisiert werden. Indikationen für diese Therapieoption sind vor allem Patientinnen mit Beckenbodensenkungen, wobei bedacht werden sollte, dass eine erneute, postoperative Senkung nicht auszuschließen ist.

Bei einem totalen Gebärmuttervorfall kann auch auf die Hysterektomie zurückgegriffen werden. Hierbei wird die Gebärmutter in Kombination mit synthetischen Netz-OPs teilweise oder komplett entfernt.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für bei Beckenbodenschwäche?

Die operativen Behandlungsmöglichkeiten in der Beckenbodentherapie werden immer weiter optimiert. Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, sodass es den Patienten manchmal schwer fällt sich in dieser Vielfalt zurecht zu finden. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik oder Arzt für eine Beckenbodenoperation? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen. Beckenboden Spezialisten sind Fachärzte für Urologie, Neurourologie und Urogynäkologie. Spezielle Beckenbodenzentren haben sich auf die Diagnose und Behandlung der Beckenbodeninsuffizienz spezialisiert. Sie sind die beste Option, ein individuelles Therapiekonzept für jeden Patienten aufzustellen.


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