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Die radikale Hysterektomie

Bei der Hysterektomie handelt es sich um die operative Entfernung der Gebärmutter in der Frauenheilkunde (Gynäkologie). Die Hysterektomie ist ...

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Informationen zum Bereich Hysterektomie

Die radikale Hysterektomie

Bei der Hysterektomie handelt es sich um die operative Entfernung der Gebärmutter in der Frauenheilkunde (Gynäkologie). Die Hysterektomie ist eine der häufigsten Operationen, die in diesem Fachgebiet jährlich durchgeführt werden (ca. 150.000 Operationen pro Jahr).

Entsprechend den unterschiedlichen Gründen für eine Hysterektomie, gibt es auch verschieden Arten der Gebärmutterentfernung, die sich in den letzten Jahren immer weiterentwickelt haben.

Man kann unterscheiden: die komplette Gebärmutterentfernung (ohne Eierstöcke, Eileiter), die partielle Gebärmutterentfernung (ohne Gebärmutterhals) und die radikale Gebärmutterentfernung.

Aber nicht nur was entfernt wird, sondern auch wie die Gebärmutter entfernt wird, unterscheidet sich, je nach Verfahren. So gibt es die Möglichkeit der Gebärmutterentfernung über die Scheide (vaginale Hysterektomie), über einen Bauchschnitt (abdominale Hysterektomie) und minimalinvasiv über eine Bauchspiegelung (laparoskopische Hysterektomie). Ebenso gibt es auch bestimmte Kombinationsverfahren.

Was sind die Anwendungsgebiete für die radikale Hysterektomie?

Viele verschieden Probleme des weiblichen Körpers können eine Hysterektomie nötig machen. Dazu gehören Krankheiten, die zu starken Unterleibsschmerzen oder Blutungen führen, sowie gutartige und bösartige Tumore.

Bei gutartigen Erkrankungen wie Myomen, Endometriose, Polypen und Verwachsungen aufgrund von Infektionen oder Operationen ist meist keine radikale Hysterektomie, sondern eine weniger invasive Art der Hysterektomie nötig. In manchen Fällen kann eine Operation sogar vollständig umgangen werden.

Bösartige Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkrebs, Eierstockkrebs oder Eileiterkrebs können jedoch eine ausgedehnte Entfernung des befallenen Gewebes im Sinne einer radikalen Hysterektomie notwendig machen.

Wie läuft die radikale Hysterektomie ab?

Um ideal auf die Operation vorbereitet zu sein, wird das Team der Gynäkologie (Frauenheilkunde) im Voraus einige Untersuchungen bei Ihnen durchführen. Dies dient der optimalen Gewinnung von Informationen über die Größe, Art, Lage und Ausbreitung des Tumors, sowie Ihres Gesundheitszustandes.

Zu den Untersuchungen gehören Blutuntersuchungen und Urinuntersuchungen (besonders Blutgruppe, Anzahl der Blutkörperchen und Entzündungszeichen sind hier wichtig), Röntgenbilder der Lunge, Ultraschall von Bauch und Genitalregion und ein EKG. Eventuell sind weitere bildgebende Verfahren (MRT, CT) bei größerer Ausbreitung des Tumors nötig.

Vor der Operation werden Ihr Frauenarzt und der Narkosearzt das komplette operative Vorgehen mitsamt der Risiken eingehend mit Ihnen besprechen.

Am Tag der Operation werden sie im Vorbereitungssaal in Narkose gelegt. Dabei verlieren Sie für die Dauer der Operation Bewusstsein, Schmerzempfinden und Muskelkraft. 

Bei der radikalen Hysterektomie nach Wertheim Meigs werden der Gebärmutterkörper, Gebärmutterhals, der obere Teil der Scheide, Teile des Gebärmutterhalteapparats und die zugehörigen Lymphknoten über einen Bauchschnitt entfernt. Eventuell kommen auch die Eileiter mitsamt der Eierstöcke hinzu. Dieser Eingriff gehört zu den umfangreichsten der Gynäkologie. Dementsprechend lang ist auch die Erholungsphase, nach diesem großen Eingriff, bei dem meist zusätzlich eine Strahlentherapie und Chemotherapie nötig sind.

Vor wenigen Jahren wurde daher eine weniger invasive und dennoch effektive Methode entwickelt: die totale mesometrialen Resektion. Hierbei kann auf die spätere Strahlentherapie verzichtet werden. Zudem ist diese Operation nicht nur über einen Bauchschnitt, sondern auch über die wesentlich schonendere Variante der Bauchspiegelung (Laparoskopie) möglich.

Nach der Operation ist eine intensive Überwachung der Kreislaufparameter nötig. Läuft alles problemlos können Sie nach wenigen Stunden auf die Normalstation verlegt werden.

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe nach einer radikalen Hysterektomie?

Die radikale Hysterektomie bringt einige Veränderungen mit sich. Durch die Entfernung der Gebärmutter ist das Gebären von Kindern nicht mehr möglich. Werden die Eierstöcke bei der Operation mitentfernt, kommt es zu einer künstlichen Menopause (letzte Regelblutung) und dementsprechend zu hormonellen Veränderungen, die mit Wechseljahresbeschwerden einhergehen können.

Die Hysterektomie ist ein Standardverfahren in der Gynäkologie. Dementsprechend vertraut sind die operierenden Gynäkologen mit dem Ablauf dieser Behandlung. Dennoch können, wie bei jeder Operation, Komplikationen auftreten.

Zu den häufigsten gehören Blutgerinnsel (Thrombose), Embolie (Losgelöster Thrombus, der mit dem Blut in andere Organe geschwemmt wird und dort einen Infarkt auslöst), Blutungen, Infektionen, sowie Verletzungen umliegender Organe (Blase, Darm, Harnleiter). Auch bei der Narkose kann es zu Problemen kommen (z. B. allergische Reaktion auf Medikamente).

Bei einem Bauchschnitt dauert die Erholungsphase zwischen sechs und acht Wochen. Alle durchtrennten Strukturen der Bauchdecke müssen zusammenwachsen und ein belastbares Konstrukt bilden und dies dauert. Die Methode der Schlüssellochtechnik (Laparoskopie) ist deutlich weniger invasiv und benötigt daher wesentlich kürzere Erholungszeiten.

Die totale mesometriale Resektion ist mit einer niedrigeren Rezidivrate (Wiederauftreten des Tumors) und einer deutlich besseren 5-Jahres-Überlebensrate (90% versus 70-80%) als die Wertheim-Meigs-Operation verbunden.

Sollten Sie an weiterführenden Informationen bezüglich der radikalen Hysterektomie interessiert sein, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren behandelnden Gynäkologen.

 

Quellen:

http://www.ag-endoskopie.de/patientinnen/21-patienteninformation/90-gebaermutterentfernung?start=3

http://www.aerzteblatt.de/archiv/66455/Schonendere-und-effizientere-OP-bei-Gebaermutterhalskrebs

Stauber, Manfred; Weyerstahl, Thomas (2007): Gynäkologie und Geburtshilfe. 3., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme (Duale Reihe).

Keck, Christoph; Denschlag, Dominik; Tempfer, Clemens (2004): Facharztprüfung Gynäkologie und Geburtshilfe. 1000 kommentierte Prüfungsfragen ; 6 Tabellen. Stuttgart: Thieme.


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