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Informationen zum Bereich Dranginkontinenz

Die Dranginkontinenz ist charakterisiert durch plötzlich einsetzenden, nicht unterdrückbaren, starken Harndrang und unwillkürlichen Urinabgang unmittelbar im Anschluss. Sie führt bei den Betroffenen ...

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Informationen zum Bereich Dranginkontinenz

Die Dranginkontinenz ist charakterisiert durch plötzlich einsetzenden, nicht unterdrückbaren, starken Harndrang und unwillkürlichen Urinabgang unmittelbar im Anschluss. Sie führt bei den Betroffenen zu häufigen Toilettengängen mit Entleerung kleiner Urinmengen. Meist beruht diese Form der Harninkontinenz auf einer Überaktivität des Blasenmuskels. Mit 25-35% ist diese Inkontinenzuntergruppe die zweithäufigste Form der weiblichen Harninkontinenz. Bei 20-40% der Fälle sind Stress- und Dranginkontinenz miteinander kombiniert. Im Gegensatz zur Belastungsinkontinenz sind bei dieser Erkrankung die Verschlussmechanismen der Blase meist intakt. Die Dranginkontinenz wird oft gleichgesetzt mit der Reizblase. Jedoch ist der Unterschied bei der Reizblase, dass es dabei nicht notwendigerweise zu Urinverlust kommen muss.

Die reine Dranginkontinenz ist bei Frauen unter 50 selten. Mit steigendem Alter tritt sich jedoch häufiger auf, nicht selten als Mischform. Bei Männern ist diese Gruppe der Inkontinenz in jedem Lebensalter die vorherrschende Form. Man unterscheidet verschiedene Arten der Dranginkontinenz. So gibt es die idiopathische, die motorische oder die sensorische Dranginkontinenz.

Wie entsteht eine Dranginkontinenz?

Bei 80% der Betroffenen ist keine Ursache für den Harnverlust zu finden. Dies ist die idiopathsiche Dranginkontinenz. Man nennt dieses Krankheitsbild auch überaktive Blase (overactive bladder, OAB). Die überaktive Blase tritt häufig bei Diabetikern auf. Bei der motorischen Dranginkontinenz liegt eine Funktionsstörung des Blasenmuskels vor. Ursachen hierfür sind v.a. neurologische Erkrankungen, wie M. Parkinson, M. Alzheimer, senile Demenz, Polyneuropathien, Hirntumoren, oder auch Medikamenteneinnahme. Die sensorische Dranginkontinenz entsteht durch verstärkte Impulse aus der Blasenwand, die einen imperativen Harndrang bei kleinen Harnvolumina hervorrufen. Diese Inkontinenz tritt z.B. bei Blasenentzündungen, Harnsteinen oder seltener bei Tumoren in der Blase auf.

Lässt sich die Dranginkontinenz therapieren?

Generell muss bei der Behandlung der Dranginkontinenz primär die verursachende Erkrankung, z.B. die Blasenentzündung, therapiert werden. Die idiopathische Form dieser Inkontinenz ist medikamentös meist gut verbesserbar. So hemmen sogenannte Parasympatholytika die Überaktivität des Blasenmuskels. Als Nebenwirkung können sie aber unter anderem eine Mundtrockenheit und trockene Augen verursachen. Blasentraining, d.h. mindestens alle 4 Stunden bewusst und in Ruhe auf die Toilette zu gehen, ist auch ein wichtiger Bestandteil der Therapie der überaktiven Blase. Eventuell kann auch eine zusätzliche Psychotherapie unterstützend wirken. Eine lokale Anwendung von Östrogenen ist bei vielen Betroffenen erfolgreich.

Falls Sie unter unwillkürlichem Urinverlust leiden und sich deshalb bisher nicht an einen Arzt gewandt haben, scheuen Sie sich nicht sich an einen unserer Experten zu wenden. Inkontinenz ist leider häufig und selten erkannt. Sie kann aber bei rechtzeitiger Diagnose gut behandelt werden!

 

Quellen:

Gynäkologie und Geburtshilfe; Thomas Weyerstahl, Manfred Stauber; Duale Reihe; 4. Auflage, 2013

Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und des Berufsverbandes Deutscher Urologen (BDU) über Harninkontinenz

Harninkontinenz, DEGAM-Leitlinie Nr.5, Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin


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