Reproduktionsmedizin: Methoden und Spezialisten in Deutschland

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INFORMATIONEN ZUM FACHBEREICH Reproduktionsmedizin

Sie suchen einen erfahrenen Facharzt für Reproduktionsmedizin oder eine Kinderwunschklinik in Deutschland? Hier finden Sie Spezialisten, Kliniken und Zentren für Reproduktionsmedizin sowie häufige Methoden und Techniken bei unerfülltem Kinderwunsch.

Reproduktionsmedizin – Was ist das?

Die Reproduktionsmedizin ist ein Zweig der Humanmedizin. Ihre Schwerpunkte liegen in der Diagnostik und Therapie von Sterilität und ungewollter Kinderlosigkeit bei Männern und Frauen. Die Reproduktionsmedizin bedient sich hierzu zwei verschiedenen Methoden:

Einerseits die Methode zur unterstützenden Zeugung auf einem natürlichen Weg. Unter diese Methode fallen diagnostische Verfahren, um die Ursachen einer Unfruchtbarkeit (Infertilität) bei Mann und Frau zu erkennen, eine vorhandene Impotenz zu beheben, das operative Öffnen der weiblichen Geschlechtswege (vor allem der Eileiter) oder Hormonbehandlungen zur Unterstützung der Ovulation (Eisprung).

Letztere Behandlung ist immer notwendig für die zweite Methode: Die assistierte Reproduktion. Hierbei werden meist Oozyten - das sind unreife Eizellen - aus der Frau gewonnen und zusammen mit Samenzellen in verschiedenen Transfermöglichkeiten zusammengebracht, sodass eine Befruchtung der Eizelle stattfinden soll.

Wann sollte ich einen Reproduktionsmediziner aufsuchen?

Anlass für eine Konsultation beim Reproduktionsmediziner ist meist die Sterilität. Dabei sprechen Mediziner von einem sterilen Paar, wenn nach mindestens einem Jahr regelmäßigen Geschlechtsverkehrs ohne Verhütung keine Befruchtung stattgefunden hat. Entgegen vieler Mythen liegen die Ursachen einer Infertilität zu etwa einem Drittel beim Mann, einem Drittel bei der Frau und einem Drittel bei beiden Partnern.

Die Diagnostik soll dabei die Art der Störung aufklären: Beim Mann können beispielsweise Störungen während der Spermienzellbildung auftreten, die man über Spermienfunktionstests ermitteln kann. Bei der Frau können beispielsweise Störungen in der Ovulation auftreten, meist verursacht durch das Polyzystische-Ovar-Syndrom (PCO-Syndrom), oder die Eileiter können verschlossen sein.

Auch eine mögliche Endometriose muss bei der Frau ausgeschlossen werden. Darüber hinaus können auch psychische Faktoren maßgeblich an einer Infertilität beteiligt sein. Der Schwerpunkt der Reproduktionsmedizin liegt heute in der assistierten Reproduktion, zu der im Rahmen der In-vitro- bzw. In-vivo-Fertilisation verschiedene Reproduktionstechniken gehören.

Methoden und Techniken der Reproduktionsmedizin – Ein Überblick

Die Ansichten und Techniken der Reproduktionsmedizin haben sich in den letzten 30 Jahren grundlegend verändert. Allein in Deutschland werden jährlich 10.000 Babys im Sinne einer künstlichen Befruchtung geboren. So hat sich das gesellschaftliche Bild zur Reproduktionsmedizin fundamental verändert.

In-Vitro-Fertilisation (IVF)

Das Schlüsselwort für jede Kinderwunschbehandlung sind Hormone. Sie müssen bei jeder Befruchtung aktiv mitspielen. Dazu bedient sich der Reproduktionsmediziner der folgenden Methode: Zuerst soll der Zyklus der Frau für einen Monat ausgesetzt werden. Dies geschieht über eine Hormonspritze und heißt in der Fachsprache Downregulation. Anschließend werden die Eierstöcke zwei Wochen lang mit Hormonen beflügelt, sodass im besten Fall bis zu 15 Follikel mit einer Größe zwischen 15 und 20 Millimetern entstehen.

Diese entnimmt der Arzt nach 36 Stunden durch einen künstlichen Eisprung über eine Kanüle, die über die Scheidenwand direkt in die Eierstöcke appliziert wird. Das ist ein recht einfacher operativer Eingriff, der gerade einmal zehn Minuten in Anspruch nimmt. Jetzt beginnt der interessante Teil: Auf einer Petrischale beziehungsweise in einem Reagenzglas werden die gewonnenen Follikel mit den extrahierten Samenzellen des Mannes zusammengeführt. Hat sich nach etwa 18 Stunden eine Reaktion gezeigt, war die Befruchtung erfolgreich. Nun wählt der Arzt maximal drei Zellen aus, die er zu Embryonen weiterentwickeln lassen möchte. Haben sich die Zellen in der Zwischenzeit geteilt, gelten sie offiziell als Embryos. Nach etwa vier bis fünf Tagen können sie über einen Schlauch in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt werden.

Dann heißt es abwarten: Zwei Wochen nach der künstlichen Befruchtung wird sich zeigen, ob eine Schwangerschaft zustande gekommen ist. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft, aber auch einer Mehrlingsschwangerschaft, steigt mit den eingepflanzten Embryonen in der Gebärmutter auf bis zu 50 Prozent!  Aber auch die Wahrscheinlichkeit der Fehlgeburt bei der IVF sollte beachtet werden: Knapp jede fünfte IVF-Geburt war im Jahre 2007 eine Fehlgeburt.

Intrazytoplasmatische Insemination (ICSI)

Die IVF braucht etwa 100.000 Samenzellen des Mannes zur künstlichen Befruchtung der Eizelle. Die ICSI braucht nur eine einzige Samenzelle. Sie wird direkt in die Eizelle eingeführt. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung im weiblichen Mutterleib. Das genaue Verfahren basiert auf dem gleichen Prinzip wie sie auch bei der IVF zum Einsatz kommt, allerdings ist ihre Anwendung mit beispielsweise weit über 30.000 Behandlungen im Jahre 2008 in Deutschland weitaus häufiger als die der IVF. Sie kommt meist dann zum Einsatz, wenn es Störungen in der Spermienqualität des Mannes gibt - oder wenn eine zuvor durchgeführte In-Vitro-Fertilisation fehlgeschlagen hat.

Der Kryotransfer

Nicht immer gelingt die Schwangerschaft direkt beim ersten Anlauf einer künstlichen Befruchtung (z. B. bei der IVF). Frauen haben daher die Möglichkeit, ihre Eizellen, sofern genug extrahiert werden konnten, bei Minus 196 Grad in Stickstoff einfrieren zu lassen. Dadurch können die Eizellen jahrelang haltbar gemacht werden und bei einer erneuten IVF aufgetaut und wieder verwendet werden. Dabei können durch ausgeklügelte Auftau-Techniken bis zu 90 Prozent aller eingefrorenen Eizellen problemlos verwendet werden, die Qualität und Entwicklungsbereitschaft der Eizellen gleicht somit exakt denen, die frisch entnommen wurden. Auch hier gilt allerdings das perfekte Timing zur Befruchtung der Eizelle und der Implantation in die Gebärmutter: Hormonwerte, die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut und Ultraschall können hierüber Aufschluss geben.

Polkörperdiagnostik

Bei der PKD werden Chromosomen (das sind Träger des Erbguts von Mann und Frau) untersucht, die Polkörper genannt werden. Sie spielen für die weitere Entwicklung der Eizelle keine größere Rolle, können aber Erkenntnisse in die Gesundheit der Eizellen offenbaren. So werden die Polkörper auf Anzahl und Defekte untersucht: Fallen hier Unregelmäßigkeiten auf, können diese Eizellen direkt aussortiert werden, bevor es überhaupt zu einer künstlichen Befruchtung kommt. Der wohl größte Nachteil dieses Verfahrens ist, dass nur die Chromosomen der Frau beurteilt werden können. Liegen also Gendefekte in den Chromosomen des Mannes vor, können diese nicht berücksichtigt werden. Sinnvoll ist die Polkörperdiagnostik vor allem bei älteren Frauen und Frauen, die zu Chromosomenverteilungsstörungen neigen.

Die testikuläre Spermienextraktion (TESE)

Die Hoden produzieren Spermien. Im Regelfall tun sie dies auch, wenn im Ejakulat des Mannes keine Spermien gefunden werden. Bei der TESE werden an verschiedenen Punkten im Hoden in einem kurzen Eingriff Gewebe entnommen und auf Spermien untersucht. Wenn hier Samenzellen gefunden werden können, können diese in einer ICSI-Therapie mit der Eizelle verschmolzen werden. Dabei können auch die Samenzellen des Mannes durch das Kryo-Verfahren eingefroren und zu einem späteren Zeitpunkt wiederverwendet werden. Diese Art der Behandlung wird bei Paaren angewandt, bei denen der Mann infertil ist. Die Chancen auf eine Befruchtung sind dabei nicht schlechter als bei den anderen Verfahren, denn hier kommt es nicht auf die Beweglichkeit der Samenzellen an, sondern einzig und allein auf ihren Inhalt.

Wie finde ich eine erfahrene Kinderwunschklinik in Deutschland?

Bei unerfülltem Kinderwunsch möchte das betroffene Paar die beste medizinische und psychologische Betreuung. Darum fragt sich das Paar, wo finde ich die beste Kinderwunschlinik oder Kinderwunschzentrum für eine künstliche Befruchtung?

Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung einer Klinik verlassen. Je mehr reproduktionsmedizinische Verfahren ein Arzt durchgeführt hat, desto erfahrener wird er in seinem Spezialgebiet.

Somit sind Spezialisten für Reproduktionsmedizin, Gynäkologen, die sich auf die Kinderwunschbehandlung spezialisiert haben. Durch ihre Erfahrung und langjährige Tätigkeit als Reproduktionsmediziner sind sie der richtige Ansprechpartner bei unerfülltem Kinderwunsch.

 


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