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Endometriose

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Informationen zum Bereich Endometriose

Endometriose

Sie suchen einen Endometriose Spezialist oder eine Endometriose Klinik in Deutschland? Mit unserer Arzt- und Kliniksuche für medizinische Experten finden Sie erfahrene Spezialisten für die Diagnose und Therapie der Endometriose sowie Informationen.

Definition: Was ist Endometriose?

Endometriose - Typische Stellen im KörperDie Endometriose ist nach den Myomen (Wucherung der Muskelfasern der Gebärmutter) die zweithäufigste Erkrankung in der Gynäkologie.

Der Begriff Endometriose kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Erkrankung (-osis) des Inneren (-endon) der Gebärmutter (-metra), also eine krankhafte Veränderung der Gebärmutterschleimhaut. Im Speziellen handelt es sich um eine Verschleppung von Gebärmutterschleimhaut in Bereiche außerhalb der Gebärmutterhöhle. Die kann sowohl die Gebärmuttermuskulatur (Adenomyosis uteri) betreffen, als auch den Unterbauch, die Eierstöcke, die Scheide bis hin zu Blase, Darm und sogar Lunge.

Es handelt sich um eine Erkrankung der geschlechtsreifen Frau. So werden gehäuft Patientinnen zwischen 20 und 40 Jahren mit einer Endometriose diagnostiziert. Nahezu 10% der Frauen zwischen 15 und 50 Jahren sind davon betroffen, wobei die Zahl der unerkannten Fälle noch deutlich größer sein wird.

Ursachen: Warum entsteht eine Endometriose?

Bislang ist die Ursache der Endometriose leider ungeklärt. Es gibt jedoch verschieden Entstehungstheorien, von denen die Transplantationstheorie am meisten anerkannt scheint. Laut dieser Theorie wandern bei jeder Regelblutung (Menstruation) die abgestoßenen Teile der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) nicht nur nach außen (Scheide), sondern über die Eileiter auch in den Bauchraum. Dort kann sich das Gewebe festsetzen und im Verlauf Beschwerden verursachen.

Besonders betroffen sind Frauen mit einer starken und häufigen Regelblutung. Auch das frühe Einsetzen der ersten Periode, sowie ein später Zeitpunkt der letzten Periode (Menopause) fördern die Entstehung der Endometriose. Ein gehäuftes familiäres Auftreten lässt sich erkennen.

Was sind die Symptome bei Endometriose?

Jede Gebärmutterschleimhaut, sei es in der Gebärmutter (Uterus) oder irgendwo im Körper, unterliegt dem natürlichen Hormonzyklus. Das bedeutet, sie baut sich auf. Kommt es zu keiner Schwangerschaft, wird die obere Schicht abgestoßen und es kommt zur Regelblutung.

Auch Schleimhautbereiche im Eileiter oder in der Bauchhöhle vollziehen diesen Zyklus. Dabei kann es unter anderem zu starken krampfartigen Schmerzen im Unterleib, aber auch zu andauernden Rückenschmerzen, Bauchschmerzen und Blutungsstörungen kommen. Eine Unterscheidung von normalen Regelschmerzen ist dabei nicht unbedingt möglich.

Je nach Lokalisation der Endometriose kann es auch zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Stuhlgang und beim Wasserlassen kommen. Häufig sind die Symptome aber so unspezifisch (bzw. 50% der Patienten beklagen keine oder nur sehr leichte Beschwerden), sodass es erst sehr spät zu einer richtigen Diagnose kommt.

Am häufigsten (ca. in 50% der Fälle) betrifft die Endometriose die Eierstöcke. Die Endometriose kann durch Verlegung des normalen Weges der Eizelle auch zu Unfruchtbarkeit führen. Rund 15-25% der Unfruchtbarkeitsfälle bei Frauen sind durch eine Endometriose verursacht.

Diagnose: Wie wird die Endometriose festgestellt?

Wichtig ist die genaue Anamnese (Krankheitsgeschichte). Ein familiäres Auftreten sowie Art und Häufigkeit der Beschwerden sind hier wichtig.

Darauf folgt die gynäkologische Untersuchung. Die manuelle Untersuchung der Scheide und Gebärmutter ist meist erfolglos. Die Spekulumuntersuchung kann große Herde im Bereich der Scheide (Vagina) oder des Muttermundes aufzeigen. Aber auch die Ultraschalluntersuchung alleine reicht meist nicht aus, da sie maximal die Eierstöcke, jedoch nicht den weiteren Bauchraum so genau einsehen kann.

Hier kann nur eine Bauchspiegelung weiterhelfen (Laparoskopie). Standardmäßig werden bei dieser Untersuchung in Schlüssellochtechnik Gewebeproben zur späteren Untersuchung entnommen, teilweise auch der gesamte Gewebsherd. Durch die Gewebeuntersuchung kann dann die Endometriose bestätigt werden.

Behandlung: Wie wird die Endometriose behandelt?

Die Behandlung der Endometriose liegt in der chirurgischen Entfernung aller Herde. Dies geschieht entweder durch Ausschneidung (Exstirpation) oder durch Zerstörung mittels Hitze (Elektrokauter, Laser). Die Behandlung wird, sofern möglich, in Schlüssellochtechnik durchgeführt. Dabei werden auch etwaige Verwachsungen an den Eierstöcken gelöst und diese (bei Kinderwunsch) auf Durchgängigkeit mit einem Farbstoff geprüft.

Kann die Operation aufgrund starker Verwachsungen im Bauchraum durch frühere Eingriffe nicht laparoskopisch durchgeführt werden, muss ein Bauchschnitt erfolgen.

Manchmal kann auch die Entnahme der Gebärmutter (bei Adenomyosis uteri) notwendig sein. Hier sollte jedoch die Kinderplanung abgeschlossen sein.

Die medikamentöse-hormonelle Therapie ist begleitend und als Schutz vor Rezidiven (Wiederauftreten) möglich bzw. nötig. Welche Präparate sinnvoll sind und welche Nebenwirkungen sie mit sich bringen, wird der behandelnde Frauenarzt mit Ihnen detailliert besprechen.

Wie ist die Prognose und der Krankheitsverlauf bei Endometriose?

Bei der Endometriose handelt es sich um eine chronische Erkrankung mit sehr hoher Rezidivrate (hohe Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens).

In Zeiten der Schwangerschaft sowie der künstlichen Schwangerschaft (Pille) werden die Beschwerden stark reduziert. Nach Ende der Medikamentennahme jedoch kann die Endometriose wieder auftreten.

Sehr selten besteht die Möglichkeit, dass sich die Endometriosezellen bösartig werden. Dies wird jedoch meist frühzeitig entdeckt und behandelt.

Wichtig: eine Monotherapie mit Östrogenen in den Wechseljahren kann die Endometriose verschlechtern und die Wahrscheinlichkeit für eine bösartige Veränderung erhöhen.

Mit dem Ende der fruchtbaren Zeit (nach der Menopause) verschwinden die Beschwerden von alleine und mit der Zeit auch die Endometrioseherde.

Wo finde ich einen Endometriose Spezialist oder eine Endometriose Klinik?

Spezialisten für Endometriose sind Fachärzte für Gynäkologie (Frauenheilkunde und Geburtshilfe). Seit 2005 können sich Kliniken als Endometriosezentrum zertifizieren lassen. Ziel ist Patientinnen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und wissenschaftliche Studien eine optimale medizinische Versorgung nach neustem wissenschaftlichen Standards zuteil werden zu lassen. Bei uns finden Sie Endometrioszentren und Endometriose-Spezialisten in folgenden Städten:

Eine Liste aller Endometriosezentren in Deutschland finden Sie bei der Endometriose Vereiningung Deutschland e.V.

Quellen:

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-045.html

http://www.ag-endoskopie.de/patientinnen/endometriose

Stauber, Manfred; Weyerstahl, Thomas (2007): Gynäkologie und Geburtshilfe. 3., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme (Duale Reihe).

Keck, Christoph; Denschlag, Dominik; Tempfer, Clemens (2004): Facharztprüfung Gynäkologie und Geburtshilfe. 1000 kommentierte Prüfungsfragen ; 6 Tabellen. Stuttgart: Thieme.


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