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Informationen zum Bereich Kreuzband-Operation

Immer wieder hören wir in den Nachrichten oder erleben es live mit, wie Fußballer aufgrund eines erneuten Kreuzbandrisses gezwungen sind, eine mehrmonatige Spielpause einzulegen. Es folgen die Kreuzband-Operation und eine aufwendige physiotherapeutische Nachbehandlung. Warum ist gerade die Kreuzband-Operation so häufig? Bei den Kreuzbändern handelt es sich um zwei im Kniegelenkspalt befindliche Bandstrukturen. Sie verbinden den Oberschenkel mit dem Schienbein, wobei das vordere Kreuzband von vorne unten nach hinten oben zieht. Das hintere Kreuzband reicht von vorne oben nach hinten unten und kreuzt dabei das vordere Kreuzband (daher die Namensgebung).

Was sind die Anwendungsgebiete für die Kreuzband-Operation?

Die häufigste Ursache für eine Kreuzband-Operation ist der Riss (Ruptur) des vorderen Kreuzbandes. Der hintere Kreuzbandriss ist dagegen selten. Zu den Auslösern der Kreuzbandruptur zählen insbesondere Sportarten mit einem befestigen Fuß (Fußballspielen mit Stollenschuhen, Skifahren). Dabei kommt es zu plötzlichen, abrupten Drehbewegungen oder Beschleunigungen mit extremer Belastung des Kniegelenks. Da das relativ flache Kniegelenk großteils durch Muskeln, Menisken, Außenbänder und Kreuzbänder stabilisiert wird, ist ein Kreuzbandriss leider ein häufiges Unterfangen bei derartigen Sportarten. Zusätzlich zur isolierten Verletzung der Kreuzbänder, ist die Kreuzband-Operation Teilbestandteil bei Kombinationsverletzungen im Kniebereich durch Unfälle oder andere Knietraumata.

Zu den Folgen des Kreuzbandrisses gehören anfängliche Schmerzen, der Gelenkerguss und eine gewisse Instabilität des Kniegelenks, was zur erhöhten Verschiebbarkeit des Oberschenkels gegenüber dem Unterschenkel führen kann. Grundsätzlich ist die konservative Therapie von Kreuzbandrissen möglich. Die anfänglichen Schmerzen vergehen meist bald. Zusätzlich hilft eine Physiotherapie zur Stärkung der Muskeln und Bänder und hilft damit das Kniegelenk ausreichend zu stabilisieren. Sinnvoll ist die Kreuzband-Operation bei Profisportlern oder Personen die körperlich sehr aktiv (kniebelastend) sein wollen.

Erfolgt aufgrund eines Unfalls mit Mehrfachbänderriss eine Operation, kann die Kreuzband-Operation in gleicher Sitzung erfolgen.

Wie läuft die Kreuzband-Operation ab?

Vor jeder Kreuzband-Operation führt der behandelnde Orthopäde bzw. Unfallchirurg ein ausführliches Patientengespräch (Anamnese). Nach der Darlegung Ihrer Krankengeschichte erfolgt die körperliche Untersuchung. Hierbei werden verschiedene Kreuzbandtest, welche die Stabilität von vorderem und hinterem Kreuzband überprüfen, durchgeführt (u.a. Schubladen-Test). Da jeder Kreuzbandriss ein traumatisches Geschehen ist, wird im Verlauf ein Radiologe konsultiert, um mögliche knöcherne Verletzungen (durch Ausriss des Kreuzbandes mit Knochenteilen) durch eine Röntgenaufnahme auszuschließen. Für die Darstellung der Weichteile wie Bänder und Knorpelstrukturen ist eine Magnetresonanzaufnahme nötig.

Ist die Diagnose gesichert, erfolgt die Kreuzband-Operation in Vollnarkose oder Regionalanästhesie (Narkosespritze im Bereich der Wirbelsäule, die selektiv die Schmerzempfindung der unteren Gliedmaßen ausschaltet). Ein Kreuzbandriss kann nicht durch eine Naht oder Befestigung des ursprünglichen Kreuzbandes behandelt werden, da aufgrund schlechter Durchblutung, keine wirkliche Wundheilung und dadurch Belastung möglich ist. Als Ersatz erfolgt die Entnahme einer geeigneten Sehne aus dem eigenen Körper. Beispielsweise kann der mittlere Teil der Kniescheibensehne (Patellarsehne) verwendet werden. Zu Beginn der Kreuzband-Operation entnimmt der Orthopäde/Unfallchirurg über einen kleinen Schnitt die geeigneten Sehne. Der Einbau erfolgt über eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie). Zuerst werden drei äußerst kleine Schnitte im Bereich des Kniegelenks gesetzt. Darüber wird die Optik (Mini-Kamera) und zwei Instrumente in das Gelenk eingeführt. Der Orthopäde entnimmt unter Sicht die Reste des zerstörten Kreuzbandes und kann dann die neue Sehne an Oberschenkelknochen und Schienbein befestigen.

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe nach einer Kreuzbandoperation?

Jeder Kreuzbandriss unabhängig von Therapie oder nicht, birgt eine erhöhte Gefahr des frühzeitigen Knorpelverschleißes im Kniegelenk (Kniearthrose). Bei einer Kreuzband-Operation ist wie bei jeder anderen Operation mit möglichen Nebenwirkungen zu rechnen. Je nach Ort der Sehnenentnahme kann es zum leichten Schwund der Oberschenkelmuskulatur kommen. Weiterhin kann die Entnahme der Patellarsehne zu Schmerzen führen, da der Entnahmeort und der neue Einsetzort im gleichen Wundgebiet liegen und sich gegenseitig schmerzhaft beeinflussen können. Zudem, selten aber möglich, ist auch ein nicht-Anwachsen oder schlecht-Einwachsen des Sehnenimplantats oder eine Entzündung des Kniegelenks. Die Rate an Transplantatversagern liegt bei ca. 4%.

Grundsätzlich ist bei wenig sportbegeisterten Menschen, höherem Alter, Arthrose und einer geringen Instabilität des Kniegelenks eine konservative Therapie ohne Kreuzband-Operation völlig ausreichend. Zur vollen Stabilität und der Möglichkeit wieder aktiv Leistungssport zu erbringen ist die Kreuzband-Operation nötig. Durch Ihre adäquate Mitarbeit im postoperativen Zeitraum gewährleistet Ihnen die Kreuzband-Op eine hervorragende Prognose. Jedoch ist zum Erreichen eines hohen Leistungsniveaus nach einer 4-wöchigen Teilbelastung, eine ca. 4-monatige Physiotherapie notwendig, die sehr von Ihrer Mitarbeit lebt.

Sollten Sie Fragen bezüglich der Möglichkeit bzw. Sinnhaftigkeit einer Kreuzband-Operation für Ihren speziellen Fall haben, vereinbaren Sie einen Gesprächstermin mit Ihrem Orthopäden oder Unfallchirurgen.

 

Quellen:

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/012-005.html

http://www.dgu-online.de/index.php?id=273

Winker, Karl-Heinrich (2011): Facharzt Orthopädie Unfallchirurgie. Munich: Urban & Fischer.

Grifka, Joachim (2011): Orthopädie und Unfallchirurgie. Für Praxis, Klinik und Facharztprüfung ; mit 155 Tabellen. Berlin [u.a.]: Springer.


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