Hyaluronsäure Knie

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Informationen zum Bereich Hyaluronsäure Knie

Was ist Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist ein natürliches Molekül, das im Bindegewebe praktisch überall im Körper vorkommt und wasserbindende Eigenschaften aufweist. Speziell in Gelenken hat sie eine für Patienten und Mediziner wichtige Funktion. Synovia (Gelenkschmiere) beinhaltet sehr viel Hyaluronsäure und sorgt damit für ein reibungsarmes und knorpelschonendes Bewegen. Außerdem ist die Gelenkschmiere noch für die Ernährung des Gelenkknorpels essenziell.

Seit etwa 30 Jahren, wird synthetisch hergestellte Hyaluronsäure verwendet, um von Arthrose betroffene Gelenke zu therapieren.

Bei welchen Kniebeschwerden wird Hyaluronsäure eingesetzt?

Gerade bei Patienten mit einer Gonarthrose (Kniegelenkarthrose), ist die Therapie mit Hyaluronsäure seit mehreren Jahrzehnten üblich. Mediziner erhoffen sich gerade bei Patienten mit weniger weit fortgeschrittenen Stadien der Arthrose und noch ausreichend vorhandenem Gelenkknorpel, viel von der Substanz. So soll einerseits der noch vorhandene Gelenkknorpel besser ernährt und geschützt werden, andererseits die Produktion der Gelenkschmiere durch die Gelenkinnenhaut angeregt werden. Das Ergebnis soll eine Linderung der Schmerzen und ein Aufhalten bzw. Abbremsen des Gelenkverschleißes sein.

Können Patienten aufgrund von Nebendiagnosen oder Allergien die üblichen Schmerzmittel der NSAR-Klasse (Ibuprofen, Voltaren) nicht einnehmen oder wirken diese nicht ausreichend, kann ebenfalls eine Hyaluronsäure-Therapie helfen. Experten raten besonders bei typischen entzündlichen Schüben der aktivierten Arthrose zu Injektionen mit einer Kortison-Hyaluronsäure-Kombination, um diese effektiv zu behandeln.

Hyaluronsäure Spritze oder Kapseln

Hyaluronsäure-Spritze oder Kapseln

Üblicherweise verabreichen Fachärzte die Hyaluronsäure über eine Injektion direkt in das betroffene Gelenk des Patienten. Dort kann sich die Wirkung sofort entfalten und für eine verbesserte Reibungssituation im Gelenk sorgen. Außerdem soll dadurch eine Art Schutzmantel gegen weiteren Knorpelverschleiß aufgebaut werden.

Neben der Injektion kann Hyaluronsäure auch über Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Die Substanz wird im Körper aufgenommen und lagert sich somit im Blut und später im Bindegewebe vermehrt an.

In Studienergebnissen finden sich teils widersprüchliche Aussagen bezüglich der Wirksamkeit. Man kann einen leichten Vorteil der schmerzlindernden Effekte von Injektionen gegenüber Schmerzmedikamenten (NSAR) erkennen. Komplikationen, wie eine Infektion durch die Nadel, sind sehr selten. In 1 von 12 Fällen kommt es zu kleinen, lokalen, harmlosen Blutungen an der Einstichstelle. Schmerzlindernde und arthrosehemmende Wirkungen durch die Einnahme von Kapseln können jedoch nicht eindeutig gezeigt werden. Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen treten bei der Einnahme von Kapseln sehr selten auf.

Welche weiteren Gelenke können mit Hyaluronsäure behandelt werden?

Grundsätzlich können alle Gelenke, die von Arthrose betroffen sind, mit Hyaluronsäure behandelt werden. Am häufigsten leiden Patienten unter einer Knie- und Hüftgelenksarthrose. Diese Gelenke sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Ärzte haben mit der Behandlung folglich am meisten Erfahrung. Gut zugängliche Gelenke, wie das Kniegelenk bedürfen daher keiner besonderen Bildgebung während der Therapie. Schlechter zugängliche Gelenke (z.B. Schultergelenk) oder tiefer liegende Gelenke (z.B. Wirbelsäulengelenke) sollten, um das zielgenaue Einbringen der Hyaluronsäure in den Gelenkspalt zu garantieren, unter zusätzlicher Bildgebung injiziert werden. Dazu werden z. B. Ultraschall oder eine Röntgenkontrolleangewendet. Ultraschall oder ein  angewandt.

Was kostet eine Behandlung mit Hyaluronsäure-Spritzen beim Orthopäden?

Die gesamten Behandlungskosten bei einem erfahrenen Facharzt belaufen sich auf etwa 250 bis 350 Euro. Eine Injektion kostet davon bis zu 42 Euro, zuzüglich der Produktkosten. Dabei sind meist zwei bis fünf Injektionen nötig, die über einen Zeitraum von mehreren Wochen verabreicht werden. Die Behandlung mit Hyaluronsäure wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und gehört zu den sogenannten IGeL-Leistungen. Privatversicherte müssen im Vorfeld einer Behandlung abklären, inwiefern die Kosten übernommen werden.

Alternativen zur Hyaluronsäure-Spritze

Eine Alternative zur Hyaluronsäure-Injektion ist üblicherweise die Anpassung der Schmerzmedikamente. Andere Alternativen sind beispielsweise eine Kortison-Injektion oder eine Therapie mit plättchenreichem Plasma (PRP).

Die PRP-Injektion ist eine sehr neue und weitgehend unerforschte Methode, bei der körpereigene Blutplättchen (Thrombozyten) in das erkrankte Gelenk injiziert werden. Langzeitergebnisse gibt es noch keine. Es konnten aber in ersten Untersuchungen positive schmerzlindernde Effekte gezeigt werden.

Die Akupunktur ist eine alternative Heilmethode, bei der ebenfalls Nadeln zur Heilung in die Haut (aber nicht in das betroffene Gelenk) gesetzt werden. Sie kann zu einer verbesserten Schmerzsituation bei Patienten führen.

Erfahrungen und Kritik mit Hyaluronsäure Spritzen in der Orthopädie

Die Therapie mit Hyaluronsäure-Spritzen wird nun seit mehreren Jahrzehnten durchgeführt und Ärzte führen die Behandlung häufig durch. Dennoch bestehen in der Forschung Zweifel, ob die versprochenen Effekte auch so eintreten. Die durchaus positiven Wirkungen werden zu großen Teilen dem Placeboeffekt zugeschrieben. Auch eine ursächliche, gelenkerhaltende Wirkung im Sinne eines Aufhaltens des Gelenkverschleißes kann nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Die kurzfristige Hyaluronsäure-Gabe kann somit als symptomatische Behandlung angesehen werden. Aus diesen Gründen wird die Therapie auch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert, sondern als private Zusatzleistung (IGeL) angeboten.

Unter Experten besteht Einigkeit darüber, dass eine Hyaluronsäure-Injektionstherapie bei bestimmten Patientengruppen sinnvoll ist. Dürfen diese die üblichen Schmerzmedikamente nicht einnehmen oder reichen diese nicht mehr aus, um einen schmerzfreien Alltag bestreiten zu können, wird zu einer Hyaluronsäure-Spritze geraten.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten im Bereich Hyaluronsäure am Knie?

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient: Wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.

Wir helfen Ihnen, einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Hyaluronsäure am Knie überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • Arzneimittelkommision der Deutschen Ärzteschaft
  • IgeL-Monitor.de