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Informationen zum Bereich X-, O-Beine

(Genu valgus, genu varus)

Kleinkinder gehen typischerweise mit O-Beinen durch die Welt. Ab dem Kindergartenalter wechselt dies zu leichten X-Beinen. Besorgt ist ...

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AUSGEWÄHLTE SPEZIALISTEN


Informationen zum Bereich X-, O-Beine

(Genu valgus, genu varus)

Kleinkinder gehen typischerweise mit O-Beinen durch die Welt. Ab dem Kindergartenalter wechselt dies zu leichten X-Beinen. Besorgt ist darüber niemand, denn es handelt sich dabei um einen völlig normalen Teil der kindlichen Knochenentwicklung. Wenige Jahre später sollte nichts mehr davon zu sehen sein.

Sind über dieses Alter hinaus jedoch X-Beine, bzw. O-Beine vorhanden oder treten sie zu irgendeinem Zeitpunkt des späteren Lebens auf, hat dies einen Krankheitswert und sollte vom Orthopäden untersucht werden.

Bei X-Beinen und O-Beinen handelt es sich um eine Fehlstellung der Beinachsen. Der übliche Winkel zwischen Oberschenkelknochen und Unterschenkelknochen ist entweder zu groß oder zu klein.

Gefährlich ist dies, weil dadurch die üblicherweise ausgeglichene Belastung des Kniegelenks hin zur einseitigen Überlastung einer Seite (Innenbereich, Außenbereich) abweicht.

Diese übermäßige Belastung ist ungesund für den gesamten Kniegelenksapparat (Bänder, Knorpel, Meniskus, Knochen). Folge ist der vorzeitige Verschleiß des Gelenks (Kniearthrose), welcher mit deutlichen Schmerzen verbunden ist.

Was sind die Ursachen für X-Beine und O-Beine?

Es gibt vielfältige Ursachen für Beinfehlstellungen wie X-Beine und O-Beine.

Die frühesten Gründe liegen in angeborenen Fehlstellungen bzw. Fehlwachstum der kniegelenksnahen Knochenbereiche.

Dazu gehört unter anderem die Rachitis, eine Erkrankung bei der das Knochenwachstum aufgrund von ungenügendem Calcium-Phosphat- Einbau in den Knochen gestört ist.

Des Weiteren führt besonders der angeborene oder erworbene Knick-Senkfuß zu einer ausgleichenden Kniefehlstellung in Form eines X-Beines.

Besonders aber auch Übergewicht oder körperliche Deformitäten können zu einer Fehlstellung der Gelenke und so zu X-Beinen oder O-Beinen führen.

Viele entzündliche Erkrankungen bzw. Störungen des Hormonhaushaltes und Stoffwechselhaushalts können, sowie verschiedene Knochentumoren über die Zerstörung oder fehlendes Knochenwachstum zu X-Beinen und O-Beinen führen.

Was sind die Symptome dieser Erkrankung?

Da es sich bei X-Beinen und O-Beinen um eine einseitige Überbelastung des Kniegelenks handelt, die zum vorzeitigen Verschleiß von Bändern und Knorpelgewebe führt, sind die Symptome dementsprechend. Frühe Zeichen einer beginnenden Kniearthrose sind Schmerzen im Bereich des Knies. Die Schmerzen führen dann zur Schonhaltung des Kniegelenks. Darunter versteht man die aktive Vermeidung des vollen Bewegungsumfangs. Dies führt jedoch zur Verkürzung der Kniegelenksbänder und somit zur eingeschränkten Beweglichkeit des Kniegelenks. In Folge treten früher oder später eine Instabilität des Gelenks und eine Gangunsicherheit in Kombination mit Gehschwierigkeiten auf.

Was sind die Diagnoseverfahren?

Anfangs wird Sie der betreuende Orthopäde nach ihrer Krankheitsgeschichte fragen (Anamnesegespräch). Hier bekommt er durch Symptome, Dauer und Art der Beschwerden einen ersten Hinweis auf die Ursache ihrer Probleme.

Danach folgt die körperliche Untersuchung. Hier spielen Beinlängenunterschiede, Beinachsen, Stabilität und das Gangbild eine entscheidende Rolle für die Diagnose von X-Beinen und O-Beinen.

Meist erfolgt zur Bildgebung eine Überweisung an den Radiologen. Dieser kann mittels Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen und eine Ganzbeinstandaufnahme die exakte Kniefehlstellung diagnostizieren und ihre Auswirkung auf umliegende Gelenke feststellen. Je nach Fragestellung und Therapiewunsch werden zusätzlich spezielle Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven gemacht um Knochenstrukturen und ihr Verhältnis zueinander klar abgrenzen zu können.

Wie werden X-Beine und O-Beine behandelt?

Ziel der Behandlung von X-Beinen bzw. O-Beinen ist die Korrektur der Beinachse, die Herstellung der normalen Beweglichkeit und die Schmerzlinderung.

Die ersten Therapieversuche sind meist konservativ. Hierbei wird versucht durch Aufbau von Muskulatur das Kniegelenk zu stabilisieren. Weiter ist eine adäquate sportliche Betätigung ohne Überlastung wichtig. Gewichtsabnahme und Gehhilfen helfen dabei, das Knie zu entlasten. 

Die medikamentöse Therapie zielt bislang nur auf die Schmerzlinderung ab. Eine Besserung des Knochens bzw. Knorpels kann dadurch nicht erreicht werden.

Zusätzlich lindernd wirkt auch die Kältetherapie in Schmerzphasen.

Die letzte und wirksamste Therapievariante für X-Beine und O-Beine ist die Operation. Faktoren wie Wachstum, Schmerzintensität und andere Gelenkserkrankungen bezieht der Orthopäde für die Entscheidung zur sinnvollsten Operationsmethode mit ein.

Im Kindesalter kommt die temporäre bzw. permanente Epiphysiodese in Frage. Darunter versteht man einen einseitigen Verschluss der Wachstumsfugen am Kniegelenk, so dass durch das Wachstum der anderen Knochenseite ein Ausgleich von X-Beinen bzw. O-Beinen stattfindet.

Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen kann eine Korrekturosteotomie vollzogen werden. Dabei wird der gelenksnahe Knochenbereich mit einer Säge getrennt und an einer Seite zum Ausgleich des falschen Kniewinkels angehoben. In dieser Position erfolgt die Knochenheilung.

Bei Erwachsenen besteht in schwereren Fällen auch die Möglichkeit des Gelenkersatzes (Endoprothese).                             

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe bei X-Beinen bzw. O-Beinen?

Ohne adäquate Therapie der X-Beine und O-Beine kommt es mit der Zeit zum völligen Verschleiß des Kniegelenks.

Die professionelle Behandlung durch einen Orthopäden bzw. Kniespezialisten sichert die Wiedererlangung der normalen Kniefunktion und garantiert eine neue Lebensqualität ohne Schmerzen.

Die Umstellungsosteotomie bietet eine dauerhafte und gute Möglichkeit ihr Gelenk zu erhalten. Nach 10 Jahren müssen nur 15% der behandelten Patienten mit einer Knieprothese versorgt werden. Aber auch Knieendoprothesen bieten mit einer Haltbarkeit von 95% nach 10 Jahren hervorragende Aussichten.

Wichtig ist in jedem Fall der frühzeitige Besuch eines Orthopäden. Dieser bespricht alle möglichen Therapieformen ausführlich mit Ihnen.

 

Quellen:

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/033-005.html

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/012-008.html

http://www.lexikon-orthopaedie.com/pdx.pl?dv=0&id=00002

Winker, Karl-Heinrich (2011): Facharzt Orthopädie Unfallchirurgie. Munich: Urban & Fischer.

Grifka, Joachim (2011): Orthopädie und Unfallchirurgie. Für Praxis, Klinik und Facharztprüfung ; mit 155 Tabellen. Berlin [u.a.]: Springer.


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