Schmerzchirurgie

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Informationen zum Bereich Schmerzchirurgie

Was ist Schmerzchirurgie?

Schmerz dient dem Schutz und Erhalt des Organismus vor einer drohenden Schädigung. Er ist ein Warnsignal des Körpers und wird über vegetative und motorische Reflexe ausgelöst.

Chronifiziert der Schmerz kann das Schmerzgedächtnis einen anhaltenden Schmerz hervorrufen, auch wenn es keine akute körperliche Ursache mehr dafür gibt. Chronische Erkrankungen und auch Tumorerkrankungen können dauerhafte Schmerzen erzeugen, die sehr belastend sein können. Die Neurochirurgische Schmerztherapie bietet mittels chirurgischer Verfahren die Möglichkeit zur Linderung von chronischen Schmerzen, nachdem diese durch konservative Maßnahmen wie Medikamenteneinnahmen, Physiotherapie und Entspannungsverfahren, nicht mehr ausreichend behandelt werden können.

Bei welchen Schmerzen kann die neurochirurgische Schmerzbehandlung helfen?

Die neurochirurgische Schmerztherapie wird nach Ausschöpfung aller konservativen Therapieansätze in Betracht gezogen. Es gibt verschiedene Schmerztypen und Erkrankungsbilder, die anhand dieser Verfahren auf chirurgische Weise behandelt und gelindert werden können. Dazu zählen chronische Schmerzen wie länger bestehende Rücken - und Kopfschmerzen , Tumorschmerzen , Phantomschmerzen und Nervenschmerzen, die durch eingeklemmte oder irritierte Nerven zustande kommen können.

Welche Verfahren gibt es?

Die Mikrovaskuläre Dekompression, auch Operation nach Janetta genannt, wird bei Trigeminusneuralgien angewandt. Die Trigeminusneuralgie ist eine Erkrankung, die von starken, attackenartigen Gesichtsschmerzen geprägt ist und durch eine Irritation des fünften Hirnnerven, dem Nervus Trigeminus hervorgerufen wird. Ursächlich wird von einer Berührung durch ein kleines Blutgefäß ausgegangen, welches ebenfalls am Austrittspunkt des Nerven verläuft. Dies kann den Nerven reizen und den starken Gesichtsschmerz hervorrufen, der bei einfachsten Berührungen wie Zähneputzen und Kauen auftritt. Aufgrund dieser Tatsache kann anhand einer mikrochirurgischen Operation, durch Unterpolsterung des Nervens mit einem kleinen Stück Kunststoffwatte, der Berührungspunkt mit den umliegenden Strukturen verhindert werden. Dies führt in den meisten Fällen zu Schmerzfreiheit bei einem sehr geringem Operationsrisiko.

Schmerzschrittmacher hingegen werden unter der Bauchhaut platziert und geben sanfte Impulse an Elektroden ab, die zuvor im Rückenmark eingebracht wurden. Dies beeinflusst die Wahrnehmung des Schmerzes und unterbricht die Schmerzweiterleitung.

Dabei kann es zu einem angenehmen Kribbeln kommen, welches anstatt des Schmerzens auftritt. Das Kribbeln kann sowohl ein wohltuendes Gefühl verursachen, jedoch auch als störend empfunden werden.  Bevor der Schrittmacher implantiert wird, erfolgt ein Testverfahren. Dafür werden die Elektroden auf der Rückenmarkshaut platziert und über einige Tage die Wirkung bezüglich der Schmerzlinderung getestet. Zeigt sich eine eindeutige Besserung der Schmerzen wird anschließend der Schrittmacher unter die Bauchhaut transplantiert. Dieses Verfahren kann bei ausstrahlenden Nervenschmerzen, nach Bandscheibenvorfällen , Phantomschmerzen und Schmerzen, die durch Durchblutungsstörungen hervorgerufen werden, in Erwägung gezogen werden. Bei chronifizierten Rückenschmerzen und Querschnittssymptomatik kann es hingegen nicht angewandt werden.

Intrathekale Schmerzpumpen leiten Schmerzmedikamente mittels eines kleinen Katheters direkt in das im Rückenmarkskanal verlaufende Nervenwasser. Sie werden in einem kleinen Eingriff unter der Bauchhaut transplantiert und können bezüglich der Medikamentendosis, der Zeit und der Häufigkeit der Gaben programmiert werden. Die Medikamente können auf diese Weise direkt an den Rezeptoren des Rückenmarks wirken, sodass zuvor nicht die Blut-Hirn-Schranke überwunden werden muss. So können die Präparate wesentlich geringer dosiert werden, was die Nebenwirkungen deutlich reduziert. Die Schmerzpumpe kann bei jeglichen chronischen Schmerzen, Rückenschmerzen und Tumorschmerzen zum Einsatz kommen, die mit konservativen Maßnahmen nicht mehr ausreichend behandelt werden können und einen steigenden Medikamentenbedarf verzeichnen.

Vorteile und Nachteile der neurochirurgischen Schmerztherapie

Bevor neurochirurgische Therapieverfahren angewandt werden, sollte ausgiebig getestet werden, ob das Verfahren für den Patienten einen eindeutigen Effekt mit Besserung der Beschwerden liefert. Chirurgische Verfahren sind invasive Eingriffe und bringen Operationsrisiken wie Blutungen, Infektionen und mögliche Schädigungen umliegender Strukturen mit sich. Daher sollten vorher alle konservativen Maßnahmen ausprobiert und ausgeschöpft worden sein und der Mehrwert des chirurgischen Verfahrens belegt werden. Es gibt chronische Schmerzformen und Nervenschmerzen, die aufgrund des Schmerzgedächtnisses eine schwierige und langwierige Behandlung bedeuten können. In manchen Fällen kann daher ein chirurgischer Eingriff mit seinen Risiken eventuell mehr Schaden als Nutzen darstellen oder durch den Eingriff eine neue Schmerzproblematik entstehen. Vor allem bei Eingriffen am Rückenmarkskanal ist es daher wichtig vorher alle Optionen ausreichend mit dem Patienten zu besprechen.

Auch psychologische Faktoren sollten mit einbezogen werden, da Ängste, Depressionen und die schon bestehende Schmerzerwartung bei langanhaltenden Erkrankungen, die Schmerzen verstärken können. Patienten sollten schmerzpsychologisch mitbetreut werden und verstehen, dass ein alleiniger chirurgischer Eingriff in vielen Fällen bei chronischen Schmerzen häufig keine sofortige Beseitigung des Schmerzes mit sich bringt.

Bei Erkrankungen mit eindeutiger Beschwerdelokalisation wie der Trigeminusneuralgie kommt es hingegen durch den Eingriff in den häufigsten Fällen zu einer Beschwerdebesserung bei einem sehr niedrigen Operationsrisiko. Dem Patienten kann auf diese Weise schnell und langfristig geholfen werden.

Welche Ärzte und Klinken sind Spezialisten?

Neurochirurgische Schmerztherapieverfahren werden in Kliniken für Neurochirurgie angewandt. In Zusammenarbeit von Neurochirurgen, Schmerzmedizinern aus der Neurologie und psychosozialer Betreuung, außerdem in Absprache mit dem Hausarzt wird ein Therapiekonzept erarbeitet und gemeinsam umgesetzt.

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.

Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Schmerzchirurgie überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • https://eref.thieme.de/ebooks/717870?fromSearch=true&context=search#/ebook_717870_SL21392917
  • https://www.uniklinikum-jena.de/neurochirurgie/Leistungen/Operationsverfahren/Fkt_+Neurochirurgie/Schmerz_Therapie.html
  • https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/kopfklinik-zentrum/neurochirurgische-klinik/behandlungsspektrum/erkrankungen/neurochirurgische-schmerztherapie-1#layer=/erkrankungen/operative-schmerztherapie-und-periphere-nervenschaeden-202029
  • https://new.usz.ch/fachbereich/zentrum-kopf-gesichts-kiefergelenkschmerz/angebot/mikrovaskulaere-dekompression-nach-janetta/
  • https://www.uksh.de/neurochirurgie-luebeck/Leistungsspektrum/Neurochirurgische+Schmerztherapie/Intrathekale+Medikamententherapie.html

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