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Was ist eine Depression?

Eine Depression ist eine psychische Störung und gehört zu den psychosomatischen Erkrankungen. Ihr Leitsymptom ist eine langanhaltende Niedergeschlagenheit ...

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Was ist eine Depression?

Eine Depression ist eine psychische Störung und gehört zu den psychosomatischen Erkrankungen. Ihr Leitsymptom ist eine langanhaltende Niedergeschlagenheit über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen. Das Denken ist blockiert und kreist meistens um die gleichen Gedankengänge, typischerweise dass es einem schlecht geht und die Lage aussichtslos ist. Am geistigen Horizont gibt es keine Hoffnung.

Eine Depression kann in Phasen oder chronisch verlaufen. Menschen, die einmal eine depressive Episode durchlebt haben, haben ein hohes Risiko, erneut zu erkranken. Häufig treten weitere psychische Störungen wie Angst- oder Essstörungen, Suchterkrankungen oder Demenz als Begleiterkrankung auf.

Eine Depression ist lebensgefährlich. 15% aller Menschen mit depressiven Phasen begehen Suizid. „Bei Menschen bis zu einem Lebensalter von 40 Jahren stellt der Tod durch depressionsbedingte Selbsttötung nach dem Unfalltod die zweithäufigste Todesursache dar.“ So Prof. Dr. med. Keck, Direktor und Chefarzt der Klinik am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. In der Regel ist die Depression eine Stressfolgeerkrankung.

Welche Depressionsarten gibt es?

Unipolare und bipolare Depression:
Gibt es ausschließlich depressive Phasen, spricht man von einer unipolaren Depression. Treten aber abwechselnd manische Phasen mit unbändigem Tatendrang, sehr stark gehobener Stimmung, Größenideen, fehlendes Schlafbedürfnis und oft auch Kaufrausch auf, so spricht man von einer bipolaren Depression.

Maskierte Depression:
Von einer larvierten oder maskierten Depression spricht man, wenn körperliche Symptome im Vordergrund stehen.

"Male Depression":
Bei einigen Menschen erscheint die Depression in Form von Traurigkeit, Gereiztheit, Aggressivität, Ärger oder übermäßigem Alkoholkonsum. Andere Leute wiederum treiben übermäßig viel Sport und fühlen sich gleichzeitig gestresst und ausgebrannt. Von dieser Art von Symptomen sind überwiegend Männer betroffen, deshalb wird sie auch oft als Männliche Depression bezeichnet.

Altersdepression:
Ab 65 Jahren spricht man von einer Altersdepression. Bei Patienten über 75 Jahren wird die Krankheit oft übersehen und deshalb jahrelang nicht behandelt. Dadurch steigt das Risiko für eine Pflegebedürftigkeit. Häufig verschweigen ältere Menschen ihre depressiven, emotionalen Symptome und gehen nur wegen der körperlichen Erkrankungen zum Arzt. Oft wird die Altersdepression auch durch eine Fehl- und/oder Mangelernährung begünstigt. „Generell verdoppelt eine Depression die Wahrscheinlichkeit an Parkinson oder einer Alzheimer-Demenz zu erkranken“, so Psychiater Prof. Dr. Keck. Auch Osteoporose und Altersdiabetes (Diabetes mellitus Typ II) werden begünstigt.

Wochenbettdepression:

Bei rund 10-15% aller Frauen tritt ca. ein bis zwei Wochen nach der Geburt eine depressive Phase ein. Der Verlauf ist schleichend und kann über Monate gehen.
In den ersten 48 Stunden nach der Entbindung kommt es zu einem signifikanten Abfall der Hormone Progesteron, Östrogen, Kortisol und Thyroxin. Ihr Zusammenspiel ist entscheidend, wie mit Stress umgegangen werden kann. Weshalb die hormonellen Veränderungen bei einigen Frau zu einer Erkrankung führen, ist bis heute unklar.

Zu unterscheiden von der Wochenbettdepression sind die sogenannten ‚Heultage‘ oder der Babyblues. Die Heultage treten bei ca. 50% aller jungen Mütter in der ersten Woche nach der Entbindung auf und dauern nur wenige Stunden oder ein paar Tage. Sie sind nicht als Krankheit einzustufen.

Saisonale Depression:
Perioden wie sonnenarme Wintertage oder anhaltender herbstlicher Nebel wie z.B. in der Bodenseeregion können die Fähigkeit zur Freude negativ beeinflussen. In Einzelfällen kann dies sogar zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung führen. Ursache ist der verminderte Lichteinfall durch das Auge. Das Licht wiederum ist für die elektrische Erregung verantwortlich, die wiederum eine wichtige Rolle im Gehirnstoffwechsel spielt. Der Mangel an Licht kann zu einer Depression führen.

Burn-out Syndrom:
Durch berufliche Dauerbelastung kann es zu einer Erschöpfungsdepression kommen. Man fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes ausgebrannt. Folgen sind Energieverlust und verminderte Leistungsfähigkeit. Auf eine oft langjährige Phase mit sehr hohem Einsatz und überdurchschnittlichen Leistungen folgt Gleichgültigkeit und Unlust. Die Arbeitseinstellung wird zynisch. Begleiterscheinungen sind häufig unklare körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, starkes Schwitzen, Schwindel, Magen-Darm-Probleme, Muskelschmerzen oder Schlafstörungen.
 

Welche Symptome gibt es?

Zunächst ist zu sagen, dass sich eine Depression bei jedem Menschen anders äußert. Art und Schwere der Symptome können völlig unterschiedlich sein. Manchmal stehen auch körperliche Beschwerden so stark im Vordergrund, dass eine psychische Erkrankung nicht einmal in Betracht gezogen wird.

Einer depressiven Erkrankung kann eine Reihe von unspezifischen Frühsymptomen vorausgehen. Dazu gehören chronische Müdigkeit, Energie- und Appetitmangel sowie Reizbarkeit. Die Weltgesundheitsorganisation (ICD 10) hat folgende Kriterien aufgestellt:

  • Niedergeschlagene Grundstimmung
  • Generelles Desinteresse
  • Freudlosigkeit bei eigentlich schönen Erlebnissen
  • Erhöhte Ermüdbarkeit und schneller Erschöpfungszustand (Burn out)
  • Konzentrations- und Schlafstörungen
  • Innere Unruhe, Zukunftsängste
  • Stressgefühl selbst bei kleinen und an für sich einfachen Entscheidungen
  • Gefühl der Wertlosigkeit, fehlendes Selbstvertrauen
  • Gedankenkarussell und Grübeln
  • Starke Schuldgefühle, Selbstvorwürfe
  • Libidoverlust, d.h. vermindertes sexuelles Interesse
  • Verminderter Appetit, Gewichtsverlust
  • Tiefe Verzweiflung und Suizidgedanken

Aus den motorischen, vegetativen und kognitiven Störungen sowie den Stimmungsveränderungen einer Depression können bei unterlassener Therapie weitere Krankheitsbilder wie Schlaganfall, Herzinfarkt, viszerale Adipositas, Osteorporose, Diabetes und Demenz resultieren.

Neben psychischen Anzeichen können auch körperliche Beeinträchtigungen auf eine Depression hinweisen. Häufig beobachtet man diese bei betroffenen Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Schmerzen, aber auch bei Lungenproblemen wie Asthma.
 

Das autonome (vegetative) Nervensystem

Der sympathische Ast erhöht z. B. die Herzfrequenz und die Ausschüttung von Nebennierenhormonen. Der parasympathische Ast verlangsamt die Herzfrequenz und hat eine entspannende, schützende Funktion. Das gute Funktionieren und die Ausgewogenheit zwischen den zwei Ästen des autonomen Nervensystems sind wichtig für eine gute Gesundheit.

Natürlich können die Symptome auch als Reaktion auf vermehrten Stress oder eine schwierige Lebensphase auftreten und müssen nicht zwingend in eine Depression führen. Jeder Mensch durchlebt schließlich auch schwierige Phasen. Sollten die Beschwerden aber trotz Ablenkung und positiver Erlebnisse bestehen bleiben und über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen vorkommen, ist ein Beratungsgespräch bei einem medizinischen Experten sicher die richtige Entscheidung.

Schlafstörungen sind ein besonders schwerwiegendes Symptom.

Personen mit Depressionen haben oft Probleme beim Einschlafen, können nicht Durchschlafen und wachen oft wiederholt in der Nacht oder zu früh morgens auf. Der Schlaf ist weder ausreichend noch erholsam, sondern nur oberflächlich.

Die Schlafphasen

Die Schlafarchitektur ist wichtig für einen gesunden Schlaf. Bei gesunden Menschen gibt es verschiedene Schlafphasen, die in geordneter Reihenfolge drei bis viermal je Nacht durchlaufen werden. Können diese Schlafphasen nicht ungestört ablaufen, fehlt dem Menschen die körperliche und geistige Regeneration. Antidepressiva können die gesunde Schlafarchitektur sehr rasch wieder herstellen.

Kognitive Beeinträchtigungen erschweren die soziale und berufliche Funktionsfähigkeit.

Beeinträchtigt sind auch die Hirnregionen, die für Aufmerksamkeit und Konzentration, Lern- und Merkfähigkeit sowie Reaktionsfähigkeit zuständig sind. Die Planung und Durchführung von Handlungen, selbst Routinearbeiten, erfordert eine enorme Kraftaufwendung. Multi-Tasking, einfaches Kopfrechnen, ein kurzes Gespräch mit der Familie oder den Nachbarn können zu  Erschöpfungszuständen führen. Nicht selten werden Aufgaben übermäßig aufgeschoben und lösen damit noch weiteren Stress aus.

Selbst wenn durch eine erfolgreiche Behandlung die emotionale Ebene wieder auf einem gesunden Fundament steht, können die kognitiven Beeinträchtigungen noch länger andauern. Dies muss im Therapieplan berücksichtigt werden.
 

Was sind Ursachen und Risikofaktoren?

Generell kann jeder Mensch an einer Depression erkranken, unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Status. Es gibt jedoch bei der Entstehung dieser Krankheit eine Reihe von Ursachen und Risikofaktoren. Man geht heute davon aus, dass bei der Entwicklung einer Depression mehrere Aspekte zusammenwirken. Wie stark jedoch die Rolle jedes einzelnen Faktors auftritt, ist dabei von Fall zu Fall unterschiedlich.

Bei den Risikofaktoren handelt es sich um genetische, biologische und psychosoziale Einflüsse. Frauen sind übrigens doppelt so häufig betroffen wie Männer.

a) Genetische Einflüsse: Studien haben gezeigt, dass die Möglichkeit, an einer Depression zu erkranken, tatsächlich auch genetisch bedingt ist. Gab es bereits Fälle von Depression im engsten Familienkreis, steigt das eigene Risiko auf ca. 15 %.

b) Biologische Einflüsse: bei der Verarbeitung von Sinneseindrücken spielen so genannte Neurotransmitter im Gehirn eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um chemische Botenstoffe. Man geht davon aus, dass eine Depression das Gleichgewicht dieser Transmitter verändert. Beispielsweise ist bei Betroffenen oft eine verminderte Konzentration des als „Glückshormon“ bekannten Serotonin messbar. Hier setzt die medikamentöse Therapie an, die hilft, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

c) Psychosoziale Einflüsse: Diese sind schwer zu definieren und zu erkennen. Bereits in der frühen Kindesentwicklung kann der Grundstein für eine psychische Anfälligkeit gelegt werden. Dies kann geschehen durch die Erziehung, durch Traumata oder eine gestörte Eltern-Kind-Beziehung. Häufig haben die Betroffenen ein geringes Selbstwertgefühl und Probleme, Stress- und Krisensituationen zu meistern.
 

Depressionsarten als Stressfolgeerkrankung?

Stress ist allgegenwärtig und gehört zu unserem normalen Leben. Gehirn und Körper reagieren auf Veränderung mit einer sinnvollen Reaktion auf die Belastung. Mit Hilfe der Stressreaktion mobilisiert der Körper Energie. Dadurch kann er sich den ständig verändernden Umweltbedingungen anpassen.

In der Regel sind Stressreaktionen von kurzer Dauer. Wenn man etwas mit Erfolg zu Ende gebracht hat, wird die stressvolle Situation positiv bewertet und kann stimulierend und leistungssteigernd sein. Stress wird erst dann zum Problem, wenn die Belastung für Körper und Geist nicht beendet werden kann. Bei chronischem Stress kommt die Nervenanspannung nicht zur Ruhe. Der Konflikt wird von der Person negativ bewertet und der Umgang mit dem Druck kann die Krankheit weiter fördern. In anderen Worten, Stress tritt auf, wenn innere oder äußere Belastungen die persönlichen Reaktionsmöglichkeiten überfordern und zu stark werden.

Neben genetischer Veranlagung können auch frühkindliche Stresserfahrungen (z.B. Missbrauch oder Vernachlässigung) zu einer Anfälligkeit für eine chronische Stresserkrankung führen. Aber auch akute psychosoziale Anspannungen wie der Verlust einer wichtigen Bezugsperson oder chronische Überlastungssituationen können eine Depression auslösen.

Chronischer Stress führt zu einer Überaktivität des für die Emotionsregulation wichtigen im Temporallappen des Gehirns befindlichen Mandelkerns. Das Gehirn verliert die Kontrolle über das Stresshormonsystem. Ist das Stresshormonsystem dauerhaft hyperaktiv, kann es zu weiteren Veränderungen der Stoffwechselregulation kommen. Somit ist z.B. auch der Zusammenhang mit Altersdiabetes zu erklären. Produktion und Abbau der Botenstoffe (Neurotransmitter) in unserem neuronalen Netzwerk kommen aus der Balance und sind dann in zu geringer Konzentration vorhanden, oder die Übertragung ist gestört.

Burn-out Syndrom

Durch berufliche Dauerbelastung kann es zu einer Erschöpfungsdepression kommen. Man fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes ausgebrannt. Folgen sind Energieverlust und verminderte Leistungsfähigkeit. Auf eine oft langjährige Phase mit sehr hohem Einsatz und überdurchschnittlichen Leistungen folgt Gleichgültigkeit und Unlust. Die Arbeitseinstellung wird zynisch. Begleiterscheinungen sind häufig unklare körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, starkes Schwitzen, Schwindel, Magen-Darm-Probleme, Muskelschmerzen oder Schlafstörungen.
 

Wie funktioniert der Nervenstoffwechsel?

Zwischen den Nervenzellen existiert ein Spalt, der auch als Kontaktstelle oder Synapsenspalt bezeichnet wird. Diesen Schlitz können die elektrischen Impulse im Gehirn nicht überbrücken, denn sie benötigen dafür Botenstoffe, die sogenannten Neurotransmitter. Diese werden von der einen Nervenzelle gesendet und docken sich an der nächsten Nervenzelle an bestimmten Stellen, auch Rezeptoren genannt, an. Über diese Rezeptoren werden elektrische Impulse geniert und dann wie gehabt mittels Botenstoffe an die nächste Nervenzelle übertragen.

Die Störung des Nervenzellstoffwechsels resultiert aus der pathologischen Überaktivität des Stresshormonsystems als Folge von chronischem Stress.
 

Wie behandelt man eine Depression?

Zunächst muss eine Depression diagnostiziert werden. Erschwert wird dies dadurch, dass Betroffene oft selbst nicht erkennen oder wahrhaben wollen, dass sie ein psychisches Leiden haben. Diese sind in der Öffentlichkeit leider noch oft ein Tabuthema. Erkrankte sehen sie als ein Zeichen für Schwäche und schämen sich, obwohl es sich um eine Krankheit wie jede andere handelt. Daher sind auch Verwandte und Freunde gefragt, auf Anzeichen einer Depression zu achten.

Treten diese Indikatoren auf und bleiben für länger als zwei Wochen bestehen, sollte eine Untersuchung durchgeführt werden. Zunächst muss eine rein körperliche Ursache durch den Hausarzt ausgeschlossen werden. Dann folgt ein psychologisches Gespräch. Dabei kann durch ein internationales Klassifikationssystem für Krankheitsanzeichen das Vorliegen einer Depression sehr genau begründet werden.

Die Behandlung stützt sich in der Regel sowohl auf eine psychotherapeutische Betreuung, als auch auf die Gabe von Antidepressiva. Die Psychotherapie gliedert sich in drei Phasen: Die Akute Phase der Behandlung wird beim Ausbruch bzw. der Diagnose der Krankheit eingeleitet und kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Sie besteht darin, den Patienten über die Depression aufzuklären und gemeinsam mit ihm einen Therapieplan zu erarbeiten. Zudem gibt der Behandler dem Betroffenen Lösungsstrategien an die Hand, um mit der Depression umzugehen. Die stärksten Symptome der Erkrankung sollen abgemildert werden. Bei der Erhaltungstherapie soll der Zustand des Patienten stabilisiert und ein Rückfall in alte Denkmuster verhindert werden.

Dazu dient auch die dritte Phase der Therapie, die Rückfallprophylaxe. Sie kann mehrere Jahre, oder, abhängig von der Schwere der Krankheit, auch lebenslänglich durchgeführt werden.
 

Die Therapie regt die Nervenzellneubildung im Gehirn an.

Auch im hohen Alter können noch neue und funktionstüchtige Nervenzellen neu gebildet werden. Umgekehrt führt chronischer Stress – und damit die Depression – zu einem Rückgang oder gar Stillstand der Nervenzellneubildung. Der Hippokampus schrumpft und neben typischen Symptomen wie Gedächtnisschwäche steigt das Risiko für Alzheimer-Demenz.

Glücklicherweise kann die Nervenzellneubildung mit Hilfe einer Therapie angeregt werden:

  • Moderater Ausdauersport (z. B. Jogging, Schwimmen, Velofahren, Nordic Walking)
  • Geistige Aktivität (z. B. Psychotherapie, Lernen neuer Dinge)
  • Stressverminderung (z. B. Stressbewältigungstraining, Biofeedback)
  • Antidepressiva: Alle modernen Antidepressiva erhöhen die Nervenzellneubildung auf doppelte Weise. Zum einen, weil sie die Stresshormonüberaktivität wieder normalisieren, zum anderen durch eine direkte Stimulation der Nervenzellen.

Nervenzellen in der Hirnregion Hippokampus

Bei starker Vergrösserung unter dem Mikroskop sieht man in rot/orange die neu gebildeten Nervenzellen in der Hirnregion Hippokampus (limbisches System). Der gelbe Strich umfasst 10 µm (1 µm = 1/1’000 mm).
 

Was ist personalisierte Medizin?

Aus dem Verständnis für den individuellen Krankheitsverlauf sollte ein personalisiertes Therapiekonzept entwickelt werden, da eine Depression sehr unterschiedliche Ursachen haben kann sowie auch die Symptome, wie die körperlichen und seelischen Reaktionen, ebenso sehr verschieden sein können. Deshalb ist es erforderlich, erst einmal genau hinzuschauen und hinzuhören. Anhand der neurobiologischen Erkenntnisse können durchaus verschiedene Patientengruppen identifiziert werden. Die Erkenntnisse für eine Patientengruppe werden mit dem individuellen Krankheitsverlauf zusammengeführt. So muss die medikamentöse Dosierung beobachtet und angepasst werden. Unnötige und wirkungslose Wirkstoffe werden aussortiert. Auch die Ausscheidung der einzelnen Stoffe über die Niere wird beobachtet. So werden unerwünschte Wirkungen vermieden und die Sicherheit für den Patienten erhöht.
 

Ist eine Depression heilbar?

Grundsätzlich ist eine Depression heilbar. Durch regelmäßige Therapien kann in den meisten Fällen erreicht werden, dass die Symptome schwächer werden oder ganz verschwinden. Wichtig ist dabei auch, einem erneuten Rückfall vorzubeugen. Es gibt auch – seltene – Fälle, in denen sie spontan und ohne Behandlung abklingt. Darauf sollte man sich jedoch nicht verlassen, da ohne Therapie ein Rückfall sehr wahrscheinlich ist. 
 

Quellen:

http://www.psych.mpg.de/2311022/ratgeberdepression.pdf

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/depressionen/therapiekonzept-behandlungsphasen/

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/behandlung-der-depression-eine-psychotherapie-ist-immer-kleinarbeit-1.2511627

http://www.zeit.de/2016/46/psychotherapie-psychologie-therapeuten-patienten-methoden

https://www.br.de/themen/religion/lichttherapie-winterdepression-winterblues-100.html


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