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Informationen zum Bereich Hirnaneurysma-Operation

Ein Hirnaneurysma ist keine Seltenheit, wobei es oft gar nicht oder nur zufällig entdeckt wird.

Es handelt sich dabei um die sackförmige ...

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Informationen zum Bereich Hirnaneurysma-Operation

Ein Hirnaneurysma ist keine Seltenheit, wobei es oft gar nicht oder nur zufällig entdeckt wird.

Es handelt sich dabei um die sackförmige Ausweitung eines Hirngefäßes. Häufig sind hierbei auch mehrere Gefäße betroffen. Hirnaneurysmata treten vermehrt ab dem 40. Lebensjahr auf, wobei Frauen häufiger davon betroffen sind als Männer.

Hirnaneurysmata zählen zu den  Gefäßmissbildungen des Gehirns. Dabei verliert das Gefäß im Bereich des Aneurysmas über Jahre immer mehr elastische Fasern und weitet sich aus. Bevorzugt sind Stellen mit hoher mechanischer Belastung, wie der Ort, an dem sich die größeren Hirngefäße aufgabeln.

Im schlimmsten Fall kann ein solches Aneurysma durch Einriss (Ruptur) der Gefäßwand zu einer Hirnblutung und zum Tod führen.

Was sind die Ursachen für das Hirnaneurysma?

Ursache für ein Hirnaneurysma ist meist eine anlagebedingte Gefäßwandschwäche. Aber auch andere Faktoren können ursächlich sein, beispielsweise eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), Entzündungen der Gefäße, Drogenmissbrauch oder bestimmte vererbbare Krankheiten, wie das Marfan-Syndrom.

Was sind die Symptome dieser Erkrankung?

Zirka die Hälfte der Menschen mit Hirnaneurysma haben keinerlei Beschwerden (asymptomatisch). Sie werden meist zufällig im CT (Computertomographie) oder beim MRT (Magnetresonanztomographie) entdeckt.

Je nach Lokalisation des Aneurysmas können aber auch verschiedenste Symptome auftreten, die meist durch Verdrängung von Hirn- oder Nervengewebe verursacht werden. Darunter fallen unter anderem Seh-, Hör-, oder Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen, epileptische Anfälle und Kopfschmerzen.

Im schlimmsten Fall macht sich ein Aneurysma durch eine stattfindende Ruptur (Einriss der Gefäßwand) bemerkbar. Diese spezielle Art der Hirnblutung wird auch Subarachnoidalblutung (SAB) genannt und entspricht einem blutigen Schlaganfall.

Was sind die Diagnoseverfahren?

Die besten Ergebnisse erzielt die Radiologie mit Hilfe spezieller Gefäßdarstellungsarten (mit oder ohne Kontrastmittel sowohl im CT (Computertomografie) als auch im MRT (Magnetresonanztomografie).

Bei häufigen Verlaufskontrollen ist aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung die MRT der Standard.

Die invasivere (eingreifendere) Methode der Katheterangiographie (Gefäßdarstellung über einen Metalldraht im Gefäß und dortiger Kontrastmittelgabe) wird aufgrund der höheren Komplikationsrate nur präoperativ zur genauen Ausmessung und OP-Planung verwendet. Sie bietet aber im Falle einer Ruptur und Aneurysmablutung gleichzeitig die Möglichkeit der Operation durch den Katheter.

Wie wird das  Hirnaneurysma behandelt?

Die Behandlung eines Hirnaneurysmas richtet sich nach dessen Größe und Lokalisation, den Symptomen des Betroffenen und einer bereits stattgefundenen Aneurysmablutung. Sinn der Behandlung ist das Verhindern einer möglichen Blutung.

Nicht-symptomatische Aneurysmen von einer Größe bis zu 7 mm werden nicht behandelt, hier ist das Risiko der OP größer als das Risiko einer Blutung.

Ab einem Durchmesser von 7 mm wird eine Behandlung empfohlen.

Sind Aneurysmen symptomatisch werden sie unabhängig von ihrer Größe behandelt.

Die Neurochirurgie unterscheidet zwei Standardtherapievarianten: das Aneurysma-Clipping und das Aneurysma-Coiling.

Das Clipping ist eine offene Operation bei der mit Hilfe eines Clips das betroffene Gefäßstück verschlossen wird.

Beim Coiling handelt es sich um eine Operation, in der ein kleiner Draht über eine hirnzuführende Arterie bis zum Aneurysma vorgeschoben wird. An der Spitze des Drahtes befindet sich eine Platinspirale, die sich an Ort und Stelle ausweitet und durch die folgende Blutgerinnung um den „Fremdkörper“ herum das Aneurysma verschließt.

Welche der beiden Operationen vorzuziehen ist, liegt an verschiedenen Faktoren und wird individuell mit dem behandelnden Arzt besprochen.

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe bei einem Hirnaneurysma?

Nicht-symptomatische kleine Aneurysmen habe ein sehr geringes Risiko der Hirnblutung. Dennoch müssen, zur Feststellung von Größenänderungen, in bestimmten Zeitabständen Kontrolluntersuchungen wahrgenommen werden.

Bei bekanntem Aneurysma und Symptomen, die die Druckschädigung umliegender Strukturen vermuten lassen  ist Achtung angesagt. Ein Einriss der Gefäßwand (Aneurysmaruptur) mit Hirnblutung folgt in den meisten Fällen, weshalb eine Behandlung dringend angesagt ist.

Erfolgt diese vor einer Blutung ist mit guten Langzeitergebnissen zu rechnen.

Grundsätzlich sollten alle Risikofaktoren, die die Aneurysmabildung und -vergrößerung fördern, ausgeschaltet werden, darunter fallen beispielsweise Rauchen, Bluthochdruck und Alkoholmissbrauch.

 

Quellen:

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-030.html

Henne-Bruns, Doris; Dürig, Michael; Kremer, Bernd; Bruns, Doris Henne-: Chirurgie. 2. Aufl.. Stuttgart: Thieme, 2003.

Siewert, Jörg Rüdiger: Chirurgie. Berlin, Heidelberg: Springer, 2006.


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