Spezialisten für Fast-Track-Endoprothetik
5 Spezialisten gefunden
Prof. Dr. med. Christian Hendrich
Minimalinvasive und robotergestützte Hüft- und Knieendoprothetik
Werneck
Informationen zum Bereich Fast-Track-Endoprothetik
Was ist Fast-Track-Endoprothetik?
In der Endoprothetik werden krankhaft veränderte Gelenke durch ein dauerhaftes Implantat ersetzt. Sogenannte „Fast-Track“-Konzepte zielen dabei darauf ab, Patienten durch verschiedene Maßnahmen vor, während und nach der Operation eine möglichst schnelle Genesung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit zu ermöglichen.
Durch die Fast-Track-Endoprothetik kann im Vergleich zu herkömmlichen Behandlungskonzepten eine schnellere Mobilisierung der Patienten und Entlassung in die Häuslichkeit erreicht werden. Hierdurch kann das Risiko für Operationskomplikationen wie Infektionen oder Thrombosen gesenkt werden, sodass Patienten in mehrfacher Hinsicht von diesem Behandlungskonzept profitieren können.
Für welche Patienten und Gelenkersatzoperationen eignet sich Fast Track?
Die Fast-Track-Endoprothetik kommt häufig bei Gelenkersatzoperationen am Knie- und Hüftgelenk zum Einsatz. Grundsätzlich ist das Konzept jedoch auch für weitere Operationen und Behandlungsmaßnahmen im Krankenhaus geeignet.
Das Verfahren kann theoretisch bei Patienten jeder Altersgruppe angewendet werden. Von der frühzeitigen Erholung und Entlassung nach Eingriffen im Krankenhaus profitieren jedoch besonders ältere und vorerkrankte Personen, da bei dieser Patientengruppe ein erhöhtes Risiko für Komplikationen bei längeren Krankenhausaufenthalten besteht.
Auch wenn sich Fast-Track Konzepte in vielfacher Hinsicht als vorteilhaft erwiesen haben, muss dennoch immer das individuell beste Therapiekonzept für jeden einzelnen Patienten gefunden werden. Treten beispielsweise Komplikationen auf oder bestehen bestimmte Vorerkrankungen, die eine längere Ruhezeit oder einen verlängerten Krankenhausaufenthalt notwendig machen, dann muss der Behandlungsplan natürlich entsprechend angepasst werden.
Wie werden Patienten auf die Operation vorbereitet?
Um eine schnellere Erholung nach der Operation zu ermöglichen, werden bereits vor dem Eingriff verschiedene Maßnahmen veranlasst. Dazu gehört in einem ersten Schritt die ausführliche Aufklärung der Patienten über die geplante Operation und das Fast-Track-Behandlungskonzept. So ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Patienten und den verschiedenen behandelnden Berufsgruppe möglich.
Vor einem endoprothetischen Eingriff soll die körperliche Fitness möglichst verbessert werden, sodass die postoperative Mobilisierung erleichtert wird. Daher werden die Patienten bereits vor der Operation zu verschiedenen Übungen zur Stärkung von Kraft und Ausdauer angeleitet.
Darüber hinaus sollen auch mögliche Vorerkrankungen wie beispielsweise ein Diabetes oder Bluthochdruck möglichst optimal medikamentös eingestellt werden, um das Risiko für eine Entgleisung der Erkrankung während des Krankenhausaufenthaltes zu verringern.
Wie läuft eine Operation nach dem Fast-Track-Konzept ab?
Im Rahmen der Fast-Track-Endoprothetik kommen vorzugsweise minimal-invasive Operationstechniken zum Einsatz. Diese Verfahren beruhen darauf, möglichst kleine Hautschnitte vorzunehmen und weniger Gewebe zu verletzen. So wird beispielsweise bei einem Gelenkersatz an der Hüfte auf die Durchtrennung größerer Muskelanteile weitestgehend verzichtet, sodass die Erholungszeit nach der Operation möglichst kurz ist.
Eine moderne Narkosetechnik kann ebenfalls dazu beitragen, die Genesung nach der Operation zu verbessern. Dabei wird beispielsweise darauf geachtet, dass Patienten vor dem Eingriff nur so lange auf Essen und Trinken verzichten, wie es wirklich notwendig für die Narkose ist. Dies erleichtert die Stabilisierung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes. Zudem wird die Narkose selbst möglichst so gesteuert, dass die Patienten nach dem Eingriff schnellstmöglich erwachen und sich erholen können.
Was passiert nach der Operation und wann ist eine Entlassung möglich?
Das postoperative Management im Rahmen der Fast-Track-Endoprothetik beginnt unmittelbar nachdem die Patienten aus der Narkose erwacht sind. Die Patienten erhalten eine Schmerzmedikation, die einerseits eine gute Schmerzfreiheit und somit frühzeitige Mobilisierung ermöglicht und andererseits keine zu starke Sedierung oder Benommenheit auslöst.
Nachdem sich die Patienten von der Narkose erholt und stabilisiert haben, erfolgt die erste Mobilisierung möglichst frühzeitig. Unter professioneller Anleitung stehen die Patienten in der Regel bereits am Tag der Operation das erste Mal aus dem Bett auf. So wird nicht nur die Muskulatur aktiviert, sondern auch der Kreislauf und das Risiko für bestimmte Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Thrombosen wird gesenkt.
Auch der Kostaufbau erfolgt in der Fast-Track-Endoprothetik möglichst frühzeitig. Die Patienten werden dazu angehalten, schnellstmöglich selbstständig zu essen und zu trinken. Dies unterstützt nicht nur die Verbesserung der Kreislauffunktion, sondern ermöglicht oft auch den frühen Verzicht auf Zugänge, über die sonst Flüssigkeit verabreicht werden würde. So wird das Risiko für Infektionen verringert.
Der Krankenhausaufenthalt kann beim Fast-Track Konzept häufig stark verkürzt werden, sodass die Patienten bereits nach wenigen Tagen wieder in die Häuslichkeit entlassen werden können. Hier wird die Mobilisierung, der Kraftaufbau und die Stabilisierung weiter unterstützt, indem beispielsweise eine Rehamaßnahme erfolgt. Zudem wird auch die im Krankenhaus begonnene Physiotherapie im ambulanten Rahmen fortgeführt.
Welche Vorteile, Risiken und Grenzen hat Fast-Track-Endoprothetik?
Das Fast-Track Konzept bietet Patienten in der Endoprothetik zahlreiche Vorteile. Insgesamt kann durch das Verfahren die Komplikationsrate und Sterblichkeit im Zusammenhang mit dem operativen Eingriff deutlich gesenkt werden. Dies wird vor allem durch eine schnellere Genesung und einen verkürzten Krankenhausaufenthalt erreicht.
Das Verfahren kann jedoch für bestimmte Patienten ungeeignet sein, beispielsweise wenn schwerwiegende Begleiterkrankungen oder eine fehlende Unterstützung im häuslichen Umfeld vorliegen.
Alle Patienten, bei denen das Fast-Track-Verfahren angewendet wird, müssen engmaschig überwacht und betreut werden. Beim Auftreten von Komplikationen muss das jeweilige Behandlungskonzept überdacht und gegebenenfalls das Fast-Track-Protokoll verlassen werden. Dies stellt jedoch immer eine Entscheidung dar, die individuell für jeden einzelnen Patienten getroffen werden muss.
Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für Fast-Track-Endoprothetik?
Spezialisiert auf die Durchführung eines endoprothetischen Eingriff sind Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie mit einem Schwerpunkt im Bereich Endoprothetik. Im Rahmen des Fast-Track-Behandlungskonzeptes ist jedoch die Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen essenziell. So sind unter anderem auch Anästhesisten, Krankenpfleger, Physiotherapeuten und Rehabilitationsmediziner eng in die Behandlung mit eingebunden.
Bei uns finden Sie ausschließlich erfahrene Fachärzte und Kliniken, die sich auf die Fast-Track-Endoprothetik spezialisiert haben. Sie alle wurden von uns sorgfältig überprüft und nach strengen Kriterien ausgewählt. Alle unsere Ärzte sind Experten ihres jeweiligen Fachgebietes und erwarten bereits Ihren Behandlungswunsch.
Quellen:
- Amboss, Nachschlagewerk für Mediziner. next.amboss.com/de/article/550ikg [zuletzt aufgerufen am 28.09.2026]
- Fast-Track-Endoprothetik, verfasst von: Felix Greimel, Julia Schiegl, Matthias Meyer, Joachim Grifka, Günther Maderbacher. Erschienen in: Die Orthopädie, Ausgabe 2/2024. Link: www.springermedizin.de/hueft-tep/hueft-tep/fast-track-endoprothetik/26631674 [zuletzt aufgerufen am 28.09.2016]
- Sportärztezeitung Sportmedizin für Ärzte, Therapeuten und Trainer https://sportaerztezeitung.com/rubriken/therapie/20586/fast-track-und-praehabilitation/ [zuletzt aufgerufen am 28.09.2026]




