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Definition und Risikofaktoren

Bei einer Thrombose handelt es sich um ein Blutgerinnsel, das die Venen, also die ableitenden Blutgefäße verstopft. In den ...

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Informationen zum Bereich Thrombose

Definition und Risikofaktoren

Bei einer Thrombose handelt es sich um ein Blutgerinnsel, das die Venen, also die ableitenden Blutgefäße verstopft. In den meisten Fällen handelt es sich bei einer Thrombose um eine tiefe Beinvenenthrombose (TVT). Bei einer TVT wird zum Beispiel eine Vene im Bein durch ein Gerinnsel verstopft und das Blut kann nicht mehr weiterfließen. Es gibt viele Risikofaktoren, die eine Entstehung von Thrombosen begünstigen. Dazu zählen bereits vorgekommene Thrombosen, Bewegungsmangel, Erkrankungen des Herzens (Herzinsuffizienz, Herzinfarkt), Rauchen, Adipositas, Pille, Schwangerschaft, Tumoren des Bauchraumes und eine veränderte Blutzusammensetzung (z.B. Gerinnungsstörungen wie Thrombophilie). Wie eine Thrombose entsteht wird vor allem durch drei Gründe erklärt (Virchow-Trias): Blutstau, Veränderung der Blutgefäßwand und Veränderung der Blutzusammensetzung.

Symptome

Die Symptomatik einer Thrombose kann sehr vielseitig sein. Zudem können viele andere Erkrankungen eine ähnliche Symptomatik aufweise wie eine Thrombose. Daher ist geraten, immer eine weiterführende Diagnostik durch den Arzt machen zu lassen. Meistens treten bei einer Thrombose typische Symptome auf. Hierzu zählt ein dickes Bein, ein Schwere- und Spannungsgefühl im Bein, eine Druckempfindlichkeit des Beines mit Schmerzen in der Wade bei Bewegung sowie eine glänzende Haut im Bereich der Thrombose. 50 Prozent der Patienten mit einer Thrombose in einer Beinvene haben kleinere sogenannte Lungenembolien. Diese entstehen, wenn sich das Blutgerinnsel oder ein Teil davon löst und mit dem Blutstrom zum Herzen transportiert wird. Dort wird es dann weitergeleitet und bleibt in einer Lungenarterie stecken und verstopft diese. Die Lungenarterie leitet sauerstoffarmes Blut aus dem Körperkreislauf in die Lunge, damit dieses dort wieder mit Sauerstoff angereichert werden kann. Bei den meisten Patienten mit einer Beinthrombose bleibt die Lungenembolie aber meist symptomlos. Bei 40 Prozent der Patienten mit einer Thrombose tritt danach eine chronisch venöse Insuffizienz auf. Das bedeutet, dass der Abfluss des Blutes aus der Vene gestört ist und dass es dadurch zu Verteilungsproblemen des Blutes in diesem Bereich kommt (Mikrozirkulationsstörungen). Dadurch werden manche Bereiche des Beines (meist Unterschenkel und Fuß) schlecht mit Blut versorgt.

Arzt und Diagnose

Die sichere Diagnose einer Thrombose wird meist durch einen Facharzt für Innere Medizin gestellt (Internist). Dafür gibt es verschiedene Methoden. Einerseits können bestimmte Werte im Blut durch ein Labor untersucht werden (D-Dimere). Zudem kann mittels einer Farbduplexsonographie (Doppler-Ultraschall) sehen ob einer Vene durch eine Thrombose verstopft ist. Diese Methode erlaubt es auch zu bewerten, ob der Blutfluss regulär oder vermindert ist. Ist die Ultraschalluntersuchung nicht aussagekräftig genug, kann zudem eine Phlebographie gemacht werden. Hierbei wird ein Röntgenkontrastmittel in die Venen gespritzt und mit einem Röntgengerät geschaut, wie sich die Venen dabei darstellen, ob sie also durchlässig oder verstopft sind.

Behandlung/Therapie

Wenn sich ein Patient trotz einer Thrombose noch fortbewegen kann, sollte er dies beibehalten. So ist eine Immobilisation bei Patienten die noch laufen können nicht nötig. Das betroffene Bein sollte gewickelt werden und es sollte ein Thrombosestrumpf angepasst oder besorgt werden. Die kann eine Insuffizienz der Vene verhindern. Zudem sollte das Blut medikamentös (orale Antikoagulation) behandelt werden, um einer neuen Bildung oder einer Ausdehnung von Blutgerinnseln entgegenzuwirken (meist mit Heparin). Sind Thrombosen aufgrund eines bestimmten Ereignisses aufgetreten, z. B. nach einer Operation oder nach langem im Bett liegen, ist eine Antikoagulation meist über ein halbes oder bis zu einem Jahr ausreichend. Bei immer wiederkehrenden (rezidivierenden) Thrombosen oder bei Thrombosen unbekannten Ursprungs (idiopathisch) ist meist eine lebenslange Antikoagulation notwendig. Neben der Antikoagulation mit Heparin kann man noch sogenannte Faktor Xa-Hemmer geben, die einen bestimmten Faktor für die Blutgerinnung hemmen. Man kann zudem durch eine sogenannte Lysetherapie das Gefäß wieder von dem Thrombus befreien. Zudem wird durch diese Form der Therapie das Risiko verkleinert eine venöse Insuffizienz zu entwickeln. Allerdings ist wird eine Lysetherapie sehr selten durchgeführt, da ein erhöhtes Risiko einer Blutung an einer anderen Stelle besteht. Das liegt daran, dass durch die Lysetherapie Bestandteile im Blut aufgelöst werden, die für die Gerinnung des Blutes verantwortlich sind. Sind zu wenige solcher Bestandteile vorhanden, oder sind die Bestandteile gerade dabei eine Wunde zu verschließen, kann es durch die Lyse zu Blutungen kommen.

 

Quellen:

Baenkler, Goldschmidt et al., Thieme Verlag: Innere Medizin


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