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Der menschliche Darm ist mehrere Meter lang und wird in Dünndarm und Dickdarm unterteilt.

Dabei verbindet der Darm Magen und After. Über ...

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Informationen zum Bereich Darmchirurgie

Der menschliche Darm ist mehrere Meter lang und wird in Dünndarm und Dickdarm unterteilt.

Dabei verbindet der Darm Magen und After. Über den Magen gelingt der angedaute Speisebrei zuerst in den Dünndarm. Hier entleeren sich die Verdauungssäfte der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase in den Dünndarm und ermöglichen die vollständige Aufteilung der Nahrung in ihre Bestandteile. So können die Darmwände Nährstoffe und Wasser dem Nahrungsbrei entziehen und im Verlauf Abfallstoffe und nicht verdauliche Stoffe ausscheiden.

Da mit der Nahrung auch verschiedene Erreger in unseren Körper gelangen, liegen viele Zellen des Immunsystems im Darm verstreut. Sie helfen die schädlichen Bakterien, Pilze und Viren in Schach zu halten, während sie die restlichen Millionen an kleinen Helfern gewähren lassen.

Unser Darm ist ein komplexes Organ aus verschiedenen hochspezifischen Zellen. So können beispielsweise nur bestimmte Zellen im Dünndarm das lebenswichtige Vitamin B12 aufnehmen.

Dabei gibt es eine Vielzahl an Erkrankungen die unseren Darm in Mitleidenschaft ziehen. Dazu gehören gutartige Erkrankungen wie die Blinddarmentzündung, die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa und die Entzündung von Divertikeln, also Vorwölbungen der Dickdarmschleimhaut (Divertikulitis).

Auch Durchblutungsstörungen wie der Mesenterialinfarkt (Verschluss darmversorgender Gefäße) und bösartige Krebserkrankungen wie Darmkrebs können dem Darm und dadurch uns großen Schaden zufügen.

In einigen Fällen ist eine konservative Therapie ausreichend. Wo dies nicht möglich ist, bietet die Darmchirurgie als Teilgebiet der Bauchchirurgie (Viszeralchirurgie) in vielen Fällen Heilung oder Schmerzlinderung.

Wann wird eine Darmchirurgie durchgeführt?

Bösartige Erkrankungen wie Darmkrebs oder Tochtergeschwulste von anderen Krebsarten, die sich im Bauchfell (Peritoneum) ansiedeln (Peritonealkarzinose bei Eierstockkrebs) können in vielen Fällen nur durch eine interdisziplinäre Behandlung, welche Darmchirurgie, Chemotherapie und Strahlentherapie beinhaltet, geheilt werden.

Gutartige Erkrankungen können meist primär konservativ Behandelt werden. In einigen Fällen aber kommt es zu lebensgefährlichen Komplikationen, wie einem Darmverschluss oder einer enormen Entzündung, welche mit Antibiotika nicht gestoppt werden kann.

In solchen Fällen ist die Gefahr von Blutvergiftung und großflächigem Darmverlust zu groß, so dass ein notfallmäßiger darmchirurgischer Eingriff notwendig wird (Bsp. Blinddarmentzündung, Mesenterialinfarkt).

Die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen werden erst bei Komplikationen durch die Darmchiurgie versorgt. Morbus Crohn kann dadurch nicht geheilt werden, jedoch sind Stenosen (Verengungen), Fisteln (neu gebildete Gänge zwischen Organen) und ein Darmdurchbruch so gefährlich, dass der betroffene Darmteil oft entfernt werden muss.

Die Colitis Ulcerosa hingegen kann durch die Darmchirurgie geheilt werden. Dazu muss jedoch der gesamte Dickdarm entfernt werden, weshalb man meist wartet bis die medikamentöse Therapie zu versagen beginnt.

Wie läuft die Darmchirurgie ab?

Die Darmchirurgie verfügt über verschieden Operationsmethoden. Immer bedeutender wird, aufgrund des schonenden Verfahrens, die Variante der minimalinvasiven Darmchirurgie. Dabei wird eine Kamera über einen 1-2 cm großen Schnitt am Bauchnabel in den Bauch eingeführt und der Hohlraum mit Gas gefüllt. Unter so gewonnener Sicht, können über zwei weitere keine Schnitte spezielle Instrumente in den Bauch eingeführt werden. 

Zu Beginn werden Verklebungen besonders nach Entzündungen oder vorhergehenden Operationen gelöst. Dann kann das betroffene Darmstück sorgfältig entfernt und die neuen Enden vernäht werden.

Bei der klassischen, offenen Methode der Laparotomie erfolgt der Zugang über einen größeren Bauchschnitt. Dieser wird aufgespreizt und der Viszeralchirurg (Bauchchirurg) sieht so direkt auf das zu operierende Darmstück.

Handelt es sich um Darmkrebs gilt die No-Touch-Technik (keine Berührung) um keine Krebszellen zu verschleppen. Dazu verwendet der Bauchchirurg spezielle Instrumente und entfernt den krebstragenden Teil mit Sicherheitsabstand und dem gefäßtragenden Mesenterium.

In einigen Fällen ist bei darmchirurgischen Operationen der Erhalt des Schließmuskels nicht möglich, oder die direkte Naht (z.B. von entzündetem Gewebe) der Darmteile zu gefährlich. Hier kann ein kurzfristiger oder dauerhafter künstlicher Darmausgang geschaffen werden. Dazu gibt es verschieden Varianten, die je nach Patient und Erkrankung Anwendung finden. 

In bestimmten Fällen ist auch ein notfallmäßiger Eingriff nötig, beispielsweise bei einem Darmdurchbruch bei Blinddarmentzündung oder bei einem Mesenterialinfarkt. Hier ist die Zeit der wichtigste Parameter, da bei fehlender Durchblutung der Darm rasch absterben kann oder es durch Austritt von Stuhl in den Bauchraum zu Blutvergiftung und Entzündung des ganzen Bauchraumes kommen kann.

Wie sind die Prognosen und Krankheitsverläufe nach einer Darmchirurgie?

Die jeweilige Prognose ist abhängig von der Grunderkrankung und dem Zeitpunkt der Operation.

Ausschlaggebend für die bösartigen Krebserkrankungen ist das Krankheitsstadium bei Diagnose. Frühstadien gehen meist mit deutlich besseren Prognosen einher. In den letzten Jahren wurden die Erfolgschancen der Darmkrebsbehandlung immer größer, so können auch Patienten mit Lebermetastasen in vielen Fällen noch vollständig geheilt werden.

Bei Morbus Crohn ist keine Heilung durch die Darmchirurgie möglich, jedoch können akute Komplikationen sicher behandelt werden. Im Gegensatz dazu bietet die Entfernung des Dickdarms bei Colitis Ulcerosa die einzig mögliche Heilungschance. Die Darmchirurgie sollte hier nach Versagen der medikamentösen Therapie frühzeitig stattfinden, da Komplikationen mit einem hohen Letalitätsrisiko (ca. 30%) einhergehen. Zudem steigt das Krebsrisiko mit Dauer der Erkrankung. Der fehlende Dickdarm kann durch einen umgewandelten Dünndarm mit Reservoirfunktion ersetzt werden.

Sollten Sie weitere Fragen bezüglich der Methoden und Alternativen der Darmchirurgie haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren behandelnden Viszeralchirurgen.

 

Quellen:

http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/darmkrebs/operation.php

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/021-009.html

Henne-Bruns, Doris; Barth, Harald (2012): Chirurgie. 4., aktualis. Aufl. Stuttgart [u.a]: Thieme (Thieme Electronic Book Library).

Herold, Gerd (2014): Innere Medizin. Eine vorlesungsorientierte Darstellung ; unter Berücksichtigung des Gegenstandskataloges für die Ärztliche Prüfung ; mit ICD-10 Schlüssel im Text und Stichwortverzeichnis. Köln: Herold.


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