Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson, Tremor und Depressionen: Kliniken in Deutschland und der Schweiz

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Informationen zum Bereich Tiefe Hirnstimulation

Was ist ein Hirnschrittmacher?

Die Tiefe Hirnstimulation (THS), auch Hirnschrittmacher genannt, ist ein neurochirurgisches Verfahren zur Behandlung von diversen neurologischen Erkrankungen. Dabei ...

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Informationen zum Bereich Tiefe Hirnstimulation

Was ist ein Hirnschrittmacher?

Die Tiefe Hirnstimulation (THS), auch Hirnschrittmacher genannt, ist ein neurochirurgisches Verfahren zur Behandlung von diversen neurologischen Erkrankungen. Dabei werden Elektroden in die zu beeinflussende Hirnregion implantiert und mit einem Impulsgeber verbunden, der auf Höhe des Schlüsselbeins unter die Haut eingesetzt wird.

Hirnschrittmacher FotoDas Prinzip der Tiefen Hirnstimulation beruht darauf, dass eine Elektrode in bestimmten Arealen des Gehirns eingebracht wird und die dort vorhanden Neurone durch einen dauerhaften hochfrequenten Reiz in ihrer Aktivität beeinflusst.

Hirnschrittmacher kommen in erster Linie zur Therapie von Bewegungsstörungen bzw. deren Symptomen zum Einsatz. Studien der letzten Jahre zeigen aber auch gute Ergebnisse bei der Therapie von chronischen Depressionen.

Weltweit wurden bereits über 80.000 Patienten mit diesem Verfahren behandelt, die Tiefe Hirnstimulation gilt als sehr gute Möglichkeit, die Lebensqualität von Erkrankten zu verbessern.

Bei welchen Erkrankungen kann die tiefe Hirnstimulation helfen?

Hauptanwendungsgebiet der Tiefen Hirnstimulation ist Morbus Parkinson. Aber auch für andere Bewegungsstörungen, wie das Tourette-Syndrom, multiple Sklerose oder essentieller Tremor, die auf Medikamente nur ungenügend ansprechen, ist die tiefe Hirnstimulation zugelassen.

Man nimmt an, dass die THS auch auf psychische Erkrankungen (Depression und Zwangsstörungen) einen positiven Einfluss haben kann. Die Verwendung auf diesem Gebiet ist allerdings noch im experimentellen Stadium. Bei dieser Therapieform handelt es sich aber bislang nur um eine symptomatische Behandlung. Heilbar sind die oben genannten Krankheiten durch die Tiefe Hirnstimulation nicht.

Voraussetzungen für einen Hirnschrittmacher

Vor der Operation muss festgestellt werden, ob sich der Patient für die Therapie eignet und ob eine Operation durchgeführt werden kann. Dazu wird zunächst der allgemeine Gesundheitszustand festgestellt. Es folgen psychologische Untersuchungen, bildgebende Verfahren des Gehirns und, im Falle einer Parkinson-Erkrankung, eine Beurteilung der Symptome mit und ohne Medikamenteneinfluss.

Wie ist der Ablauf der Tiefen Hirnstimulation OP?

Für den Eingriff selbst wird pro einzubringende Elektrode ein kleines Bohrloch in der Schädeldecke angelegt. Der Chirurg platziert unter Röntgenkontrolle äußerst präzise die Elektroden in der Hirnregion, die beeinflusst werden soll. Meist handelt es sich dabei um die so genannten Basalkerne, Regionen, die großen Einfluss auf die Ausführung von Bewegungen haben.

Idealerweise wird der Eingriff unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Dadurch kann der Patient mitarbeiten und dem Chirurgen mitteilen, falls unerwünschte Nebenwirkungen wie Taubheitsgefühl oder Sprachstörungen auftreten.

Anschließend wird ein kleines Gerät, dass die elektrischen Impulse aussendet (umgangssprachlich Hirnschrittmacher genannt) mit den Elektroden verbunden und auf Höhe des Schlüsselbeins unter der Haut fixiert. Das ermöglicht es dem Patienten, die elektrische Stimulation selbstständig zu steuern.

Welche Nebenwirkungen hat die Hirnschrittmacher-Implantation?

Im Verlauf der Operation kann es in seltenen Fällen zu Komplikationen wie Blutungen oder Infektionen kommen. Das Risiko ist allerdings sehr gering. Nebenwirkungen der Stimulation selbst sind, falls sie auftreten, psychischer Natur und meist nur vorübergehend. Dies können Depressionen oder Euphorie sein. Durch Anpassung der Impulsgebung können sie in der Regel gut kontrolliert werden.

Quellen:

https://www.uniklinik-freiburg.de/neurologie/behandlung/bewegungsstoerungen/tiefe-hirnstimulation.html

http://www.tiefehirnstimulation.de/fuer-patienten.html

http://www.parkinson-web.de/content/behandlung/neurochirurgische_therapie/tiefe_hirnstimulation/index_ger.html

 


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