Speiseröhrenoperationen

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Informationen zum Bereich Speiseröhrenoperationen

Bei welchen Indikationen wird eine Speiseröhren-OP durchgeführt?

Eine Operation an der Speiseröhre, im medizinischen Sprachgebrauch auch Ösophagus genannt, kann als Behandlung verschiedener Krankheiten durchgeführt werden. Zum Beispiel wird die gastro-ösophageale Refluxkrankheit (GERD) mit einer Operation therapiert, wenn die Behandlung mit Medikamenten fehlschlägt. Bei der GERD gelangt immer wieder Magensäure in den Ösophagus, da der Schließmechanismus am Übergang der beiden Organteile nicht adäquat ist. Dadurch leiden die Betroffenen unter starkem Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustbein.

Des Weiteren wird eine Operation an der Speiseröhre durchgeführt, wenn Divertikel vorliegen. Divertikel sind Ausstülpungen der Schleimhaut der Speiseröhre, die unter anderem Schluckstörungen hervorrufen können.

Auch bei der Achalasie kann eine Operation als Behandlungsmöglichkeit in Frage kommen. Die Achalasie beschreibt ein Krankheitsbild, bei dem der Verschluss der Speiseröhre zum Magen hin zu stark ist, sodass der Transport der Nahrung in den Magen deutlich erschwert ist. Dies kann zur krankhaften Aufweitung der Speiseröhre oberhalb des Muskels führen oder im schlimmsten Fall die bösartige Entartung begünstigen.

Besonders häufig werden Speiseröhrenoperationen zur Therapie des Speiseröhrenkrebses angewendet. Sie verfolgen das Ziel, die bösartigen Bereiche der Speiseröhre vollständig zu entfernen und den Patienten so zu heilen.

Welche OP-Methoden gibt es?

Es gibt verschiedene Operationsmethoden, die sich nach der Art der Erkrankung richten.

Zum einen gibt es die sogenannte Fundoplikatio, die zur Behandlung der gastro-ösophagealen Refluxkrankheit eingesetzt wird. Dabei wird der Verschluss der Speiseröhre verstärkt, indem der obere Anteil des Magens um die Speiseröhre herumgeschlungen und dann vernäht wird. Dadurch soll das Zurückfließen der Magensäure in den Ösophagus verhindert werden.

Zum anderen gibt es Operationen, bei denen der muskuläre Verschluss der Speiseröhre zum Magen gespalten wird, sogenannte Myotomien. Diese dienen der Behandlung der Achalasie und sorgen für ein erleichtertes Eintreten der Nahrung in den Magen.

Darüber hinaus kann man auch endoskopisch operieren, das heißt, ohne einen Schnitt von außen zu tätigen. Dann wird die Operation mithilfe eines Schlauches durch den Mund des Patienten ausgeführt. Da diese OP-Methode wenig Komplikationen bereitet, wird sie zum Beispiel zur Abtragung der Divertikel genutzt oder zur Entfernung von oberflächlichen Tumoren der Speiseröhre. Wird der Tumor früh entdeckt und ist noch nicht tief in das Gewebe eingedrungen, so reicht eine Abschabung der oberen Schleimhautschlichten und die Speiseröhre kann erhalten werden.

Ist der Tumor jedoch weiter fortgeschritten und tiefer ins Gewebe eingedrungen, so müssen Abschnitte der Speiseröhre oder sogar die Speiseröhre vollständig entfernt werden. Nur so kann das Tumorgewebe möglichst komplett entnommen werden. Diese Operationen können entweder offen oder laparoskopisch, das heißt minimalinvasiv mit kleinen Schnitten und langen OP-Werkzeugen, durchgeführt werden.

Risiken und mögliche Komplikationen

Operationen an der Speiseröhre stellen ein Risiko für Personen dar, die sich in einem schlechten Allgemeinzustand befinden oder die bedeutende Begleiterkrankungen aufweisen, wie zum Beispiel eine ausgeprägte Herzschwäche oder chronische Lungenerkrankungen.

Als Komplikationen können Blutungen, Infektionen und Verletzungen von anderen Organen des Magen-Darm-Traktes auftreten. Diese sind aber eher selten anzutreffen.

Nach der Entfernung von Teilen oder der gesamten Speiseröhre kann es zu Undichtigkeiten der Naht zwischen Speiseröhre und Magen bzw. Darm kommen, die bezeichnet man als Anastomoseninsuffizienz. Auch können Beschwerden wie Gallereflux und Sodbrennen auftreten.

Ablauf und Dauer einer Speisenröhren-OP

Die Dauer und der Ablauf der Operation richten sich nach der Operationsmethode und dem Operationsziel.

Ist das Ziel z.B. einen Teil oder die gesamte Speiseröhre zu entfernen, um einen Tumor zu behandeln, so wählt der Chirurg entweder einen Zugang zur Speiseröhre über den seitlichen Brustkorb oder durch Eröffnung des Bauchraumes. Entschieden wird dies nach der Lokalisation des Tumors. Liegt er im oberen Bereich des Ösophagus, eignet sich der Zugang über den Brustkorb besser. Befindet er sich jedoch im unteren Bereich, so ist die Bauchöffnung sinnvoller.

Dann entfernt der Operateur den betroffenen Teil der Speiseröhre. Dabei wird auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand geachtet, das bedeutet, dass nicht nur der sichtbare Tumor beseitigt wird, sondern auch „gesundes Gewebe“ um den Tumor herum mit herausoperiert wird. Dadurch stellt der Chirurg sicher, dass das Tumorgewebe möglichst vollständig entfernt wird, da auch im augenscheinlich intakten Gewebe der Speiseröhre um den Tumor herum schon einzelne entartete Zellen liegen können. Durch diese Technik wird ein erneutes Wachsen des Tumors verhindert.

Nach der Entfernung wird die Verbindung zwischen dem restlichen Teil der Speiseröhre und dem Magen wiederhergestellt. Dazu wird der Magen hochgezogen und schlauchförmig an die Speiseröhre genäht. Ist dies nicht möglich, kann auch ein kurzer Abschnitt des Dünndarms verwendet werden.

Nachsorge und Prognose

Bei der Therapie des Speiseröhrenkrebses kommt es darauf an, ob der Tumor vollständig beseitigt werden konnte. Ist dies der Fall, so muss im Allgemeinen keine weitere Behandlung erfolgen.

Ist es jedoch bei der Operation nicht gelungen den Tumor in seiner Gesamtheit zu entfernen, so kann an die Operation noch eine kombinierte Bestrahlungs - und Chemotherapie angeschlossen werden, um den Tumor im besten Fall zu verkleinern und mögliche Metastasen zu behandeln.

Diese (Strahlen-)Chemo-Therapie kann auch schon vor der Operation erfolgen, um die Prognose des Patienten zu verbessern.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für Speiseröhrenchirurgie?

Die Ärzte, die Operationen an der Speiseröhre durchführen, können aus verschiedenen Fachrichtungen stammen. Meist sind sie Fachärzt*innen für Allgemein- und Viszeralchirurgie, das bedeutet, dass sie sich mit Operationen an den Bauchorganen befassen. Für die Diagnose der jeweiligen Erkrankung können auch Fachärzt*innen der Gastroenterologie verantwortlich sein.

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.

Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Speiseröhrenoperationen überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/weitere-krebsarten/speiseroehrenkrebs/therapie.html#op
  • https://www.gesundheitsinformation.de/wie-wird-reflux-behandelt.html
  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/123987/Achalasie-eine-oft-zu-spaet-diagnostizierte-und-aetiologisch-ungeklaerte-Krankheit
  • https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/gastrointestinale-erkrankungen

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