Leberzirrhose

Sie suchen Informationen zur Leberzirrhose und Spezialisten oder eine Spezialklinik für die Behandlung? Hier finden Sie ausschließlich erfahrene Fachärzte und Kliniken in Deutschland, Schweiz oder Österreich. Informieren Sie sich über Ursachen, Therapie und Lebenserwartung oder kontaktieren Sie unsere Experten.

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Informationen zum Bereich Leberzirrhose

Was ist eine Leberzirrhose?

Als Leberzirrhose (altgriechisch: hepar-Leber; kirros-gelb/orange) bezeichnet man einen Umbau der Leber zu Bindegewebe (Narbengewebe), der mit einem allmählichen Funktionsverlust der Leber einhergeht. Dieser Umbau ist nicht rückgängig zu machen, lediglich eine weitere Umbildung kann verhindert werden.

Die Leber erfüllt im Körper lebenswichtige Aufgaben, sodass eine Einschränkung ihrer Funktion eine ernst zu nehmende Erkrankung darstellt. Sie hat unter anderem eine Entgiftungsfunktion, produziert wichtige Eiweiße, Blutgerinnungsfaktoren und die Gallenflüssigkeit, die für die Verdauung von Fetten benötigt wird. Sie ist sowohl für den Zucker-, als auch den Eiweiß- und Fettstoffwechsel von enormer Bedeutung. Des Weiteren ist sie auch an der Regulation des Säure-Base-Haushaltes, sowie bei Abwehrprozessen und der Speicherung von Vitaminen beteiligt.

Ursachen: Was kann eine Leberzirrhose verursachen?

Eine Leberzirrhose kann verschieden Ursachen haben. Gemeinsame Endstrecke zur Leberzirrhose ist eine chronische Leberentzündung (Hepatitis) . In den meisten Fällen liegt der Grund in einem erhöhten Alkoholkonsum (etwa 60% der Fälle). Bei etwa 30% der Patienten liegt eine virale Infektion der Leber vor (Virushepatitis). Die verbleibenden 10% werden durch seltene Stoffwechselstörungen (z.B. von Eisen oder Kupfer), durch schädliche Medikamente oder eine Autoimmunhepatitis (das Immunsystem erkennt die Leberzellen fälschlich als fremd und greift diese an) verursacht.

Was sind die ersten Anzeichen einer Leberzirrhose?

Allgemein wird in der Medizin gesagt, dass die Leber „still leidet“. Das heißt im Anfangsstadium einer Erkrankung kommt es zu eher unspezifischen Symptomen, wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, diffusen Oberbauchbeschwerden oder Gewichtsverlust.

Im weiteren Verlauf kommt es zu Problemen der ausfallenden Leberfunktion. Aufgrund mangelnder Gallenausscheidung kommt es zur Gelbsucht (Ikterus), durch mangelnde Entgiftung zu Schädigungen des Gehirns (hepatische Enzephalopathie), Mundgeruch (Foetor hepaticus), sowie bei Männern zu Impotenz, Hodenverkleinerung und Brustbildung (fehlender Abbau von Östrogen) und bei Frauen zu Zyklusunregelmäßigkeiten .

Bei unzureichender Produktion von Bluteiweiß und Gerinnungsfaktoren zu Wassereinlagerungen (Ödeme) und Blutungsneigung. Außerdem kann es dadurch, dass normalerweise ein großer Teil des Blutes durch die Leber fließt, bevor es zum Herzen kommt, zu Bildung von „Umgehungskreisläufen“ kommen. Da das Blut durch die narbige Leber schlechter fließen kann, staut es sich zurück und fließt über andere Gefäße, die dafür eigentlich nicht vorgesehen sind. So kann es zu Wassereinlagerungen im Bauch (Aszites), einer Vergrößerung der Milz (Splenomegalie), Hautzeichen (z.B. Venen um den Bauchnabel) und Krampfadern in der Speiseröhre kommen (Ösophagusvarizen).

Wie wird eine Leberzirrhose festgestellt?

Der Verdacht einer Leberzirrhose wird durch die Anamnese (das Gespräch mit dem Patienten) und die körperliche Untersuchung gewonnen. Daraufhin wird die Ärztin oder der Arzt Blut entnehmen (mit besonderem Augenmerk auf die „Leberwerte“ wie GOT, GPT, gamma-GT, aber auch Eiweiß (Albumin), Gerinnungszeit (Quick/INR) oder Gallefarbstoff (Bilirubin)).

Des Weiteren wird ein Ultraschall (Sonographie) durchgeführt, bei dem sich die Leber stark verändert zeigen würde. Meist sind diese Schritte ausreichend, um die Diagnose einer Leberzirrhose zu stellen.

Anhand der gewonnen Werte und Untersuchungsbefunde kann die Leberzirrhose nach ihrer Schwere eingeteilt werden (Mediziner sprechen vom Child-Pugh-Score mit den Klassen A,B,und C). Diese Einteilung hilft bei der Einschätzung zu Prognose und Therapie.

Therapie: Wie wird eine Leberzirrhose behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Stadium. Am wichtigsten ist die Vermeidung leberschädigender Stoffe (vor allem Alkohol). Bei einer Virusinfektion wird diese behandelt, bei Stoffwechselerkrankung und Autoimmungeschehen erfolgt ebenfalls eine spezifische Therapie.

Des Weiteren können bestimmte Diätmaßnahmen sinnvoll sein, die Ihr behandelnder Arzt oder die Ärztin mit Ihnen besprechen wird. Im Extremfall kann eine Lebertransplantation notwendig werden.

Lebenserwartung bei Leberzirrhose

Die Lebenserwartung bei einer Leberzirrhose hängt sehr stark vom Stadium ab. So ist etwa das 1-Jahres-Überleben bei Child A normal (nahe der 100%), bei Child C jedoch lediglich bei 35%. Lebenslimitierend sind neben dem Leberversagen auch oft Blutungen aus den oben genannten Krampfadern der Speiseröhre. Bei einer Leberzirrhose steigt das Risiko für die Entwicklung von Leberkrebs .

Welche Ärzte und Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Spezialisten bei Leberzirrhose?

Ärztinnen und Ärzte für Innere Medizin, besonders mit der Schwerpunktbezeichnung „Hepatologie“ sind bei einer Leberzirrhose die besten Ansprechpartner/-innen. Auch manche Spezialkliniken haben in diesem Bereich einen Schwerpunkt gesetzt.

Quellen :

mediscript Gastroenterologie; Elsevier, Urban&Fischer; 2. Auflage

https://www.amboss.com/de/library#xid=PS0W-2&term=leber


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