Hüftimpingement

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Informationen zum Bereich Hüftimpingement

Was ist ein Hüftimpingement?

Bei einem femoroacetabulären Impingement (FAI), handelt es sich um eine Einklemmung der beiden Gelenkpartner Femurkopf (Oberschenkelknochen) und Acetabulum (Hüftgelenkpfanne) des Hüftgelenks. Bei den häufiger sportlich aktiven, männlichen Patienten unter 40 Jahren, aber auch Frauen unter 50, kommt es hier meistens zu dumpfen, diffusen Leistenschmerzen, aber auch Oberschenkel-und Gesäßschmerzen. Diese beginnen allmählich nach sportlichen Belastungen (Fußball, Tennis, Joggen), können aber auch verstärkt im Sitzen und bei bestimmten Bewegungen auftreten. Symptome werden auch oftmals durch Traumata im Hüftbereich verstärkt und das FAI erst dann diagnostiziert. Im Durchschnitt konsultieren Patienten ca. vier Spezialisten und es vergehen mehrere Jahre bis es zur endgültigen Diagnose FAI kommt. Durch die ungleichmäßige Abnutzung des Gelenkknorpels, kommt es bei Patienten mit einem Hüftimpingement frühzeitiger zu einer Arthrose im Hüftgelenk .

Ursachen und Symptome

Das FAI hat seine Ursache in einem ,,zu viel“ an Knochengewebe an den entsprechenden Gelenkpartnern des Hüftgelenks, das sich meist während des Wachstums ausbildet. Man Unterscheidet zwei Arten:

  • Cam (Nocken) Impingement, mit vermehrtem Knochenmaterial am Übergang von Femurhals zu Femurkopf
  • Pincer (Zangen) Impingement, mit einem zu großen Acetabulum (Hüftgelenkpfanne) für den Femurkopf

Mischformen, bei denen sowohl Femurkopf, als auch Acetabulum vermehrt ausgebildet sind, treten ebenso auf.

In allen Fällen, kommt es mit zunehmendem Lebensalter und Belastungsdauer zu einer ungleichmäßigem Abnutzung des Gelenkknorpels und Belastung der begleitenden Gelenkstrukturen, wie Bänder und Labrum (Gelenklippe).

Bei ,,stop-and-go“ Sportarten, wie Fussball oder Tennis, kommt es daher zu vermehrter Gelenkbelastung und Schmerzen in Leiste, Gesäß/Hüftbereich und Oberschenkel. Sitzen, v.a. mit überschlagenen Beinen und bestimmte Rotationsbewegungen, lösen meist ebenfalls typische Symptome aus, da hier die entsprechenden Gelenkanteile mechanisch gereizt werden.

Behandlung bei Impingment der Hüfte: Operieren oder nicht?

Ist ein femoroacetabuläres Impingement (FAI) diagnostiziert, stellt sich die Frage, nach der Behandlungsstrategie: Konservativ, mit Physiotherapie oder eine Operation. Ebenfalls können entzündungshemmende Medikamente zur Schmerzstillung ärztlich verordnet werden. Aufgrund der anatomischen Gegebenheiten, muss gesagt sein, dass eine ursächliche Behandlung, d.h. ein Abtragen des überschüssigen Knochengewebes zum Lösen des Einklemmkonflikts, nur operativ erfolgen kann. In Studien konnte aber nachgewiesen werden, dass leichtere Formen des FAI auch durch physiotherapeutische Behandlungen gut therapierbar sind. Als Faustformel gilt hier ein Therapiezeitraum von 6-12 Wochen, in dem es zu einer erhebliche Verbesserung der Schmerzen kommen sollte, andererseits wird zu einer Operation geraten.

Hüftimpingement Operation

OP-Methoden und Ablauf und Nachsorge

Als operative Lösung, gibt es zwei Hauptoperationsmethoden, die durchgeführt werden, um ein femoroacetabuläres Impingement zu behandeln.

Die konventionelle Methode, ist die chirurgische Hüftluxation. Der Chirurg eröffnet dabei das betroffene Hüftgelenk und hat damit freie Sicht auf bzw. in das Gelenk, welches dann ausgekugelt wird, um mit chirurgischem Werkzeug das störende Knochengewebe abzutragen. Vorteil dieser Methode, ist die lange Erfahrung mit dieser Methode und die gute Sicht des Operateurs in das Operationsgebiet. Nachteilig sind sowohl der große Hautschnitt mit entsprechender Verletzung von umliegenden Muskeln, Sehnen und Bindegewebe, aber auch eine erhöhte Infektionsgefahr.

Als moderne Methode wird die Hüftgelenkarthroskopie eingesetzt. Ein Hüftgelenkimpingement ist mittlerweile einer der häufigsten Diagnosen für eine Arthroskopie des Hüftgelenks. Unter Zug am betroffenen Gelenk wird mittels drei kleiner Hautschnitte das Operationswerkzeug eingeführt und der Chirurg kann über ein Endoskop das Gelenk auf einem Bildschirm sehen. Der Vorteil ist hier eine relativ geringer Weichteilschaden mit kleinen Narben und dementsprechend geringerem Infektionsrisiko. Da diese Operation technisch schwerer durchzuführen ist, sollte die ein Arzt mit viel Erfahrung in der arthroskopischen Hüftchirurgie sein. Es gibt noch wenig Daten zu Langzeiterfolgen, die bisherigen Ergebnisse sind aber sehr vielversprechend.

In der Nachbehandlung einer Hüftimpingement Operation greifen Operateure auf ein bewährtes Nachbehandlungsschema zurück. Darin ist, je nach OP-Methode und Größe des Eingriffs, eine Teilbelastung des operierten Beines mit Unterarmgehstützen von ca. 6 Wochen vorgegeben, welche im Verlauf gesteigert werden darf. Auch eine passive Bewegungsschiene zum selbständigen Beweglichkeitstraining wird oftmals neben einer begleitenden Physiotherapie verordnet. Ist das volle Belasten des operierten Hüftgelenks wieder freigegeben, wird in der Therapie auch ein Kräftigungstraining forciert, um wieder die volle Funktion zu erhalten. Das Ziel ist nach 6-8 Monaten wieder gewohnte sportliche Aktivitäten aufnehmen zu können.

Zusammenfassend kann man sagen, dass eine operative Behandlung das Hüftimpingement ursächlich behebt. Sowohl die offene chirurgische Hüftluxation als auch die Hüftarthroskopie zeigen ähnliche sehr gute Ergebnisse, was die Patientenzufriedenheit und Aktivität nach einer Operation betrifft.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für eine Hüftimpingement-OP?

Patienten mit einem femoroacetabulären Impingement, welche schmerzbedingt nicht mehr ihre gewohnten Alltagsaktivitäten oder sportlichen Hobbys verfolgen können, sollten sich daher an Spezialisten wenden. Klassisch sind Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie, oder Sportmediziner Ansprechpartner. Ebenfalls Kliniken, oder Zentren für Gelenkspezifische Erkrankungen oder Operationen am Bewegungsapparat.

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.
Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Hüftimpingement überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • Femoroacetabuläres Impingement: Analyse klinischer und radiologischer Parameter als Risikofaktoren für Knorpelschäden, TUM
  • IAOM.de
  • Wall PDH, Fernandez M, Griffin DR, Foster NE. 2013. Nonoperative treatment for femoroacetabular impingement: a systematic review of the literature

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