Hirnblutung

Sie suchen Informationen zu Hirnblutung und Spezialisten für die Behandlung oder Rehabilitation? Hier finden Sie ausschließlich erfahrene Fachärzte und Kliniken in Deutschland, Schweiz oder Österreich. Informieren Sie sich über Ursachen, Symptome, Therapie und Reha oder kontaktieren Sie unsere Experten.

ZUM KOMPLETTEN TEXT

Ärzteliste Hirnblutung


Informationen zum Bereich Hirnblutung

Was ist eine Hirnblutung?

„Hirnblutung“ ist aus medizinischer Sicht der umgangssprachliche Begriff für Blutungen im Inneren des Schädels (intrakraniell), im Bereich des Gehirns (intrazerebral) sowie im Bereich der Hirnhäute (extrazerebral). In der Regel spricht man von einer Hirnblutung bei intrazerebralen Blutungen im Gehirn. Jährlich erleiden in Deutschland etwa 10-12 von 100.000 Einwohnern eine intrazerebrale Blutung. Zu den intrakraniellen Blutungen gehört beispielsweise das Epiduralhämatom, extrazerebrale Blutungen sind Subdural- oder Subarachnoidalblutungen.

Beim ischämischen Schlaganfall, der identische Symptome verursacht wie die intrazerebrale Blutung, kommt es durch eine ischämische Schädigung (Mangel an Sauerstoffversorgung) zur Zerstörung von Hirngewebe. Bei der intrazerebralen Blutung („blutiger Schlaganfall“) wird das Hirngewebe durch Einblutung geschädigt. 10-17% der Schlaganfälle werden durch intrazerebrale Blutungen verursacht.

Da sich das Gehirn innerhalb des Schädelknochens befindet kann es sich bei Volumenzunahme nicht weiter ausdehnen. Bei Blutungen innerhalb des Gehirns steigen das Volumen und damit der Druck auf das Gehirngewebe. Der erhöhte Druck auf die Nervenzellen des Gehirns schädigt und zerstört diese.

Was verursacht eine Hirnblutung?

Vor allem durch jahrelang hohen Blutdruck kommt es langfristig zu Veränderungen der Gefäße mit Schwachstellen ( Arteriolosklerose ). Diese Schwachstellen können, meist plötzlich, einreißen und innerhalb kürzester Zeit Symptome verursachen. Neben der Hauptursache des Hypertonus, 70-80% der Patienten  weisen diesen auf, können auch Unfälle, Tumoren, Gerinnungsstörungen oder Gefäßveränderungen wie Aneurysmen (Gefäßwandaussackungen) oder Amyloidangiopathie (krankhafte Eiweißablagerungen in den Gehirngefäßen) Blutungen innerhalb des Gehirns verursachen. Immer mehr, vor allem ältere, Patienten nehmen inzwischen gerinnungshemmende Medikamente ein, welche eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer Hirnblutung spielen können. Gerinnungshemmende Medikamente wie Marcumar (Phenprocoumon) steigern das Blutungsrisiko im Gehirn um das 8-10fache.

Rauchen, Drogen und übermäßiger Alkoholkonsum steigern das Risiko für intrazerebrale Blutungen weiter.

Welche Symptome zeigen sich bei einer Hirnblutung?

Die Symptome der intrazerebralen Blutung äußern sich wie die eines Schlaganfalls.

Das heißt die Betroffenen zeigen plötzlich sprachliche und motorische Einschränkungen, oft einseitig betont, und können darüber hinaus Bewusstseinseintrübungen bis hin zum Koma aufweisen. Der Großteil der Patienten beklagt zusätzlich Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerz.

Intrazerebrale Blutung: Überlebens- und Heilungschancen

Intrazerebrale Blutungen stellen lebensbedrohliche Notfallsituationen dar, in denen schnell gehandelt werden muss. Da es im Rahmen der Blutung durch steigenden Druck mit jeder Minute zur weiteren Schädigung des Gehirns kommt, ist schnelles Handeln mit schnellstmöglichem Transport der Betroffenen in die Klinik essentiell.

Zur Entlastung des Drucks auf das Gehirn durch die Blutung und zum Stoppen der Blutung können neurochirurgische Eingriffe nötig werden.

Da sich die Symptome der intrazerebralen Blutung nicht von denen eines ischämischen Schlaganfalls unterscheiden lassen und die Therapien jedoch gegensätzlich sind, ist für die exakte und vor allem zeitnahe Diagnose die Durchführung eines bildgebenden Verfahrens ( CT oder MRT ) entscheidend. In der Regel wird, aufgrund des schnellen Ergebnisses, eine Computertomographie (CT) durchgeführt.

Die Akuttherapie besteht je nach Einzelfall aus nichtoperativen sowie neurochirurgischen Therapieschemata. Nichtoperativ ist vor allem die exakte Kontrolle des Blutdrucks entscheidend. Operative, neurochirurgische Eingriffe zur Entlastung des Hirndrucks sind vor allem bei Einschränkungen des Bewusstseins oder bei Zunahme des Blutungsausmaßes notwendig. Nach intrazerebralen Blutungen ist durch die Hirnschädigung das Risiko für epileptische Anfälle erhöht. Eine der wesentlichen Komplikationen nach Hirnblutung ist die Nachblutung, die bei fast 40% der Betroffenen in den ersten 24 Stunden nach dem Akutereignis auftritt.

Die Überlebensrate bei intrazerebraler Blutung hängt vor allem von der Größe und Lokalisation der Blutung ab. So versterben bei einem Blutungsvolumen von mehr als 60 ml Blut bei tief gelegenen Blutungen etwa 93% der Patienten, bei einer Blutung mit unter 30 ml Blut in vergleichbarer Lage versterben nur noch 23%. Insgesamt zeigt sich in Studien, dass innerhalb des ersten Monats nach der Hirnblutung 35-52% der Patienten versterben und lediglich 20% der Patienten benötigen 6 Monate nach dem Blutungsereignis keine Unterstützung mehr. Der Großteil der Betroffenen weist im Verlauf Spätschäden, wie motorische, sprachliche oder kognitive Einschränkungen auf.

Wie geht es weiter? – Reha nach Hirnblutung

Wenn die Patienten nach der Akutphase der Erkrankung stabilisiert werden konnten, werden frühzeitig, oft noch parallel zur intensivmedizinischen Betreuung, rehabilitative Maßnahmen eingeleitet. Da das menschliche Gehirn befähigt ist, verlorene Funktionen zurückzuerlangen und Schäden der Gehirnstrukturen durch gesunde Nervenzellen zu kompensieren, ist eine engmaschige und frühzeitige Betreuung durch neurologisch erfahrene Spezialisten wichtig.

Was wird bei der Rehabilitation nach Hirnblutung gemacht?

Im Rahmen der neurologischen Rehabilitation erfahren die Patienten Unterstützung sowohl für motorische und sprachliche aber auch kognitive und weitere Einschränkungen. Die betreuenden Therapeuten (Ärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychotherapeuten, etc.) arbeiten in der Regel als interdisziplinäres Team eng zusammen, um für die Patienten das bestmögliche Outcome zu erzielen. Da die Einschränkungen der Patienten nach intrazerebraler Blutung sehr individuell ausfallen können, erfolgt stets eine patientenzentrierte, individuelle Erarbeitung des Therapieplans.

Je nach Ausmaß der neurologischen Einschränkungen kann die rehabilitative Betreuung verschieden lang ausfallen. Die meisten stationären Aufenthalte betragen 6-8 Wochen. Die weiterführende, rehabilitative Nachsorge zum Erfolgserhalt kann häufig ambulant erfolgen.

Welche Rehaklinik ist nach Hirnblutung die Richtige?

Nach einer intrazerebralen Blutung empfiehlt sich für die Patienten die Durchführung einer neurologischen Rehabilitation, da die entsprechenden Kliniken bestmöglich für diese Patienten und ihre Anforderungen ausgestattet sind und es ratsam ist, sich an langjährig erfahrene Spezialisten zu wenden. Eine der führenden Rehabilitationskliniken für neurologische Patienten der Schweiz ist cereneo, unter der Leitung unseres Spezialisten Prof. Luft.

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.

Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Hirnblutung überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • https://www.dgn.org/leitlinien/2370-ll-28-2012-intrazerebrale-blutungen (Stand 21.10.2019)
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Hirnblutung (Stand 21.10.2019)
  • https://dey.wikipedia.org/wiki/Intrazerebrale_Blutung (Stand 21.10.2019)

Arztsuche nach Fachbereich

MEDIZINISCHE SPEZIALISTEN garantiert Unsere Richtlinien

Bei PRIMO MEDICO finden Sie ausschließlich renommierte medizinische Kapazitäten, die nach strengen Richtlinien ausgewählt wurden. Erfahrung, innovative Behandlungstechniken oder die Reputation in Wissenschaft und Forschung spielen dabei eine wichtige Rolle.

MEHR


Hilfe bei Ihrer Arzt-Suche

Hilfe bei Ihrer Suche Wir leiten Ihre Anfrage an die passenden Spezialisten weiter

Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl eines Spezialisten für Ihre Bedürfnisse. Der Service von PRIMO MEDICO ist für Patienten immer kostenlos, vertraulich und diskret.

MEHR


Unsere Partner
Alle Partner anzeigen
Nach oben