Dysplasie

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Informationen zum Bereich Dysplasie

Was ist eine Dysplasie?

Zum einen versteht man unter einer Dysplasie die Fehlbildung eines Organs oder Körperteils. Das Krankheitsbild kann angeboren oder aber durch bestimmte pathologische Einflussfaktoren erworben sein. Eine Hüftgelenksdysplasie zum Beispiel beschreibt eine Fehlbildung oder Fehlstellung der Hüfte, eine bronchopulmonale Dysplasie die narbige Veränderung und Überblähung des Lungengewebes, häufig infolge einer Beatmungstherapie bei Frühgeborenen.

Zum anderen werden auch spezielle Veränderungen der Zellen als Dysplasie bezeichnet, die Vorstufen einer bösartigen Erkrankung sein können. Bestimmte mikroskopische Merkmale wie zum Beispiel unterschiedliche Zellgrößen innerhalb eines Gewebeverbandes, atypische Zellkernformen oder sichtbare Mitosen sprechen für eine dysplastische Zelle. Ein Beispiel hierfür ist die zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN), eine Gewebeveränderung des Gebärmutterhalse, die die Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs darstellt.

Wie entsteht eine Dysplasie des Gebärmutterhalses?

Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die das Entstehen einer Dysplasie des Gebärmutterhalses (Zervixdysplasie) begünstigen. Eine wichtige Rolle spielen Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV), insbesondere relevant sind Virustypen der Gruppen 16 und 18. Diese Viren können ihr eigenes Erbgut in das der menschlichen Zellen einbauen, sodass der Körper Virusproteine produziert, als wären es körpereigene Eiweiße. Diese Proteine können dazu führen, dass bestimmte schützende Gene, die eine Entartung der Zellen verhindern, inaktiviert werden. Die Entstehung bösartiger Zellveränderungen wird so begünstigt. Kommt es nun durch eine HPV-Infektion zur Entartung einer Zelle im Gewebe, so wird sich diese Zelle teilen, es entstehen neue dysplastische Zellen. Die HPV-Proteine führen zu einem beschleunigten Wachstum der infizierten Zellen. Breitet sich das Geschehen weiter im Gewebe aus und wird durch weitere Risikofaktoren begünstigt, so spricht man von der Entstehung einer intrepithelialen zervikalen Neoplasie (CIN). Dies beschreibt eine Vorläufererkrankung eines bösartigen Tumors und kann je nach Schweregrad verschiedentlich eingeteilt werden.

Auch Faktoren wie Zigarettenrauch, früher erster Geschlechtsverkehr oder häufig wechselnde Sexualpartner können ein Risiko für die Entstehung einer Zervixdysplasie darstellen. Auch eine schlechte Genitalhygiene oder Genitalinfektionen spielen eine Rolle. Außerdem kann auch eine Immunsupression, zum Beispiel durch eine HIV-Erkrankung, für die Entstehung einer zervikalen Dysplasie relevant sein.

Vorzugsweise entstehen Dysplasien des Gebärmutterhalses in der sogenannten Transformationszone, einem Übergangsbereich zwischen dem Gewebe des äußeren Muttermundes und dem eigentlichen Gebärmutterhals.

Dysplasie Sprechstunde – Was wird gemacht?

Eine Dysplasiesprechstunde dient dem Abklären auffälliger oder unklarer Befunde. Die Patientinnen werden in der Regel vom Frauenarzt dorthin überwiesen, doch auch eine eigenständige Terminvereinbarung ist möglich. Die Ärzte, die eine solche Sprechstunde anbieten, sind spezialisiert auf das Krankheitsbild und können eine umfassende Diagnostik, Beratung und Therapie anbieten.

Die Patientin wird bei der Dysplasiesprechstunde nochmals gründlich gynäkologisch untersucht, dabei werden die äußeren und inneren Geschlechtsorgane inspiziert und abgetastet. Bei einer sogenannten Kloposkopie kann der Muttermund genau eingesehen, beleuchtet und vergrößert dargestellt werden, um Veränderungen noch besser zu untersuchen. Auch ein Ultraschall der Genitalorgane kann durchgeführt werden.

Bereits entnommene Gewebeproben werden erneut analysiert, wenn nötig, können auch neue Biopsien erfolgen. So können die Befunde genauer beurteilt und eine Diagnose gestellt werden.

Zudem erfolgt in der Sprechstunde die Diagnostik und Therapie von HPV-Infektionen sowie die Beratung zur HPV-Impfung. Insgesamt werden die Patientinnen zu Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen einer bösartigen gynäkologischen Erkrankung beraten.

In einer Dysplasiesprechstunde kann auch die Therapieplanung einer bestehenden Gebärmutterhalsveränderung vorgenommen werden. Dabei geht es sowohl um konservative Behandlungen als auch um möglich Operationen. Außerdem werden Begleiterkrankungen, zum Beispiel Genitalinfektionen wie Feigwarzen, therapiert.

Neben einer Dysplasie des Gebärmutterhalses werden in der Sprechstunde auch Veränderungen der Scheide und der Vulva untersucht und behandelt.

Auch besondere Fälle wie etwa eine HPV-assoziierte Dysplasie des Gebärmutterhalses in der Schwangerschaft können in einer Dysplasiesprechstunde in Zusammenarbeit mit verschiedenen medizinischen Fachbereichen behandelt werden.

Wie wird eine Dysplasie behandelt?

Die Behandlung einer Gebärmutterhalsdysplasie richtet sich immer nach dem festgestellten Schweregrad der Veränderung.

Bei geringgradigen Auffälligkeiten kann ein abwartendes Verhalten indiziert sein, vor allem bei jungen, gesunden Frauen kann sich der Befund von selbst wieder zurückbilden. Erneute Kontrolluntersuchungen in regelmäßigen Zeitabständen werden dann vereinbart. Normalisiert sich der Befund nicht oder besteht über einen längeren Zeitraum, so wird der Arzt weitere Therapieschritte einleiten.

Bei höhergradigen Dysplasien wird die operative Entfernung empfohlen. Dabei wird ein kegelförmiges Stück von Muttermund und Gebärmutterhals entfernt. Man spricht von einer sogenannten Konisation. Die Operation kann durch die Scheide durchgeführt werden und unter örtlicher Betäubung, aber auch in Vollnarkose erfolgen. Die Entfernung des Gewebes erfolgt durch eine Elektroschlinge oder einen Laser.

Ist eine Dysplasie gefährlich?

Grundsätzlich spricht man bei einer Dysplasie noch nicht von einer bösartigen Krebserkrankung, die Veränderungen sind in der Regel heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt und gegebenenfalls behandelt werden. Je länger eine Dysplasie besteht, desto schlechter stehen die Chancen auf eine alleinige Rückbildung und desto höher ist das Risiko der Progression zu Gebärmutterhalskrebs. Die angebotenen regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bei Frauenarzt sollten also als Früherkennungsmaßnahme wahrgenommen werden.

Leichtgradige Dysplasien des Gebärmutterhalses normalisieren sich in vielen Fällen innerhalb von etwa 6-12 Monaten von selbst. Die Prognose bei einer geringfügigen Veränderung ist also auch ohne direkte Therapie gut.

Selbst bei einer chirurgischen Konisation kann die Dysplasie sehr häufig komplett entfernt werden, sodass die Patientin ebenfalls als geheilt gilt. Durch diese operative Methode können die oftmals jungen Patientinnen, die häufig noch einen Kinderwunsch haben, weiterhin schwanger werden und das Kind austragen, auch wenn ein erhöhtes Risiko einer Frühgeburt besteht.

Bis aus einer Dysplasie eine tatsächliche Krebserkrankung entsteht, vergehen in der Regel mehrere Jahre. Dennoch sollte ein auffälliger Befund ernstgenommen und zumindest regelmäßig ärztlich kontrolliert werden.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten im Bereich Dysplasie?

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.

Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Dysplasie überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • https://next.amboss.com/de/article/ZO0ZIT?q=cin#Z8022cf040780c1e9dd6ece26542c1e42
  • https://www.die-frauenklinik.koeln/gynaekologie/gynaekologisches-krebszentrum/diagnose/dysplasiesprechstunde/
  • https://www.uniklinikum-jena.de/frauenheilkunde/Klinik/Spezialsprechstunden/Dysplasie_Sprechstunde-p-4.html
  • https://www.gesundheitsinformation.de/gewebeveraenderungen-am-muttermund-dysplasien.html

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