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Informationen zum Bereich Tumororthopädie

Ein Spezialist für Orthopädie behandelt nicht nur Störungen des Bewegungsapparates sondern ist auch für die Therapie verschiedener Tumorerkrankung des Weichteil- und Skelettsystems ...

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AUSGEWÄHLTE SPEZIALISTEN


Informationen zum Bereich Tumororthopädie

Ein Spezialist für Orthopädie behandelt nicht nur Störungen des Bewegungsapparates sondern ist auch für die Therapie verschiedener Tumorerkrankung des Weichteil- und Skelettsystems verantwortlich.

Tumorerkrankungen von Knochen und Weichteilen können sowohl gutartiger als auch bösartiger Natur sein, wobei die gutartigen Tumoren weitaus häufiger vorkommen.

Je nach Alter und Risikofaktoren der Patienten gibt es typische Tumorerkrankungen die einer Behandlung in der Tumororthopädie bedürfen.

Was sind die Ursachen für eine Behandlung in der Tumororthopädie?

Sarkome sind die häufigsten, bösartigen Tumoren des menschlichen Weichteilsystems und Skelettsystems. Insgesamt machen sie aber unter allen Krebserkrankungen mit nur 1% einen äußerst geringen Anteil aus. Sarkome (griech: Fleischgeschwulst) können sowohl Knochen, Knorpel, Fett, Muskel und Bindegewebe betreffen und metastasieren (Tochtergeschwulstbildung) früh über das Blutsystem.

Wesentlich häufiger kommt es zu Knochenmetastasen. Aus vielen verschiedenen Tumoren anderer Organe (z.B. Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs) lösen sich Krebszellen und führen nach ihrer Ansiedlung im Knochen zu enormen Schäden.

Neben den bösartigen Tumoren werden in der Tumororthopädie auch die wesentlich häufigeren gutartigen Knochen und Weichteiltumoren behandelt (z.B. Desmoid, Lipom, Fibrom).

Oftmals muss der behandelnde Spezialist auch Bluterkrankungen / Knochenmarkserkrankungen, die das Skelettsystem mitbetreffen als mögliche Diagnose im Rahmen einer tumororthopädischen Untersuchung ausschließen.

Wie läuft die Behandlung in der Tumororthopädie ab?

Jeder Behandlung stellt der Spezialist der Orthopädie eine ausführliche Diagnose voran. Durch ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch erlangt der Orthopäde erste Hinweise auf die mögliche Erkrankung. Körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren vervollständigen das Bild.

Gerade bei bösartigen Erkrankungen ist oft eine Gewebeuntersuchung durch Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) nötig. Manchmal kann sie allein gutartige und bösartige Tumoren unterscheiden, die sich beispielsweise im Röntgenbild sehr ähneln können.

Die Therapie der Tumorerkrankung ist meist multimodal. Verschiedene, sich ergänzende Verfahren werden angewandt, damit der Spezialist die individuell bestmögliche Therapie garantieren kann.

Meist verlangt eine Tumorerkrankung die vollständige operative Entfernung des Tumors. Da Knochen tragende Bestandteile unseres Körpers sind und im Alltagsleben für die Bewegung unabkömmlich, wurden über die Jahre verschiedene Tumorendoprothesen entwickelt. Dabei handelt es sich um künstliche Ersatzteile, die der operierende Spezialist in den Körper einbaut und so die normale Funktion wiederherstellt.

In bestimmten Fällen ist es auch möglich den Defekt mit eigenem Körpermaterial zu beheben. Besonders im Kindesalter bzw. im Wachstum ist dies sinnvoll.

Aber auch die Weichteiltumoren müssen entfernt werden. Hier wird der Orthopäde ebenfalls versuchen, evtl. in Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten aus der Plastischen Chirurgie, den Körper sowohl funktionell als auch ästhetisch wiederherzustellen.

Wenn möglich und sinnvoll, werden solche Operationen minimalinvasiv durchgeführt. So kann ein größerer Gewebeschaden umgangen werden. Zusätzlich wird so die Infektionsgefahr verringert und die Heilung beschleunigt.

Über die Operation hinaus verfügt die Tumororthopädie über weitere spezifische Verfahren, die je nach Tumor vom Spezialisten angewandt werden können (z.B. Radiofrequensablation, Strahlentherapie, hypertherme Extremitätenperfusion).

Wie sind die Prognosen und die Krankheitsverläufe nach der Behandlung in der Tumororthopädie?

Rund 60% bis 70% der bösartigen Knochensarkome sind heilbar. Wichtig sind hier der frühzeitige Gang zum Tumororthopäden, die rasche Diagnose und eine optimale Therapie.

Die herausragenden Rekonstruktionsverfahren ermöglichen es den behandelnden Spezialisten in vielen Fällen die Knochen- und Weichteildefekte zu beheben und ein normales Leben zu ermöglichen. Nur in den seltensten Fällen muss eine Amputation durchgeführt werden.

Die Weichgewebssarkome bei älteren Menschen gehen mit einer 50%-igen Heilungschance einher.

Die Prognose von Knochenmetastasen ist schlechter. Meist kann eine Behandlung in der Tumororthopädie nur Schmerzen lindern und Bewegungseinschränkungen beheben. Der Tumor selbst ist oft zu weit fortgeschritten für eine Heilung.

Wichtig bei allen bösartigen Tumoren ist die regelmäßige Nachsorgeuntersuchung. Sie dient dazu, ein mögliches Rezidiv (Wiederkehr) des Tumors frühzeitig zu entdecken.

Gutartige Tumoren sind meist vollständig zu heilen ohne merkliche Einschränkungen durch die Operation.

Sollten Sie weitere Fragen bezüglich der Therapiemöglichkeiten der Tumororthopädie haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren behandelnden Spezialisten für Orthopädie.

 

Quellen:

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/025-005.html

http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/metastasen/knochenmetastasen.php

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/025-006.html

Winker, Karl-Heinrich (2011): Facharzt Orthopädie Unfallchirurgie. Munich: Urban & Fischer.

Grifka, Joachim (2011): Orthopädie und Unfallchirurgie. Für Praxis, Klinik und Facharztprüfung ; mit 155 Tabellen. Berlin [u.a.]: Springer.


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