Magenband: Operation, Vorteile und Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz

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Informationen zum Bereich Magenband

Sie suchen eine Magenband Klinik in Deutschland, Österreich oder der Schweiz? Hier finden Sie erfahrene Spezialisten für eine Magenband-Operation in Düsseldorf, Zürich, Wien oder Liestal und Informationen zu Vorteilen, Nachteilen, Risiken und Operationsverlauf.

Was ist ein Magenband?

Das Magenband ist eine operative Methode zum radikalen Gewichtsverlust. Dabei wird der Magen des Patienten durch ein verstellbares Band in einen kleinen Vormagen (Pouch) mit ca. 20-30ml Füllvolumen und einen größeren Restmagen unterteilt. Dadurch wird die Füllkapazität des Magens eingeschränkt. Ein schneller eintretendes Sättigungsgefühl begrenzt die Nahrungsaufnahme.

MagenbandDas Essen bewegt sich langsamer durch den Verdauungstrakt vorwärts, da es durch die verkleinerte Öffnung gelangen muss und damit fühlt sich der Operierte schneller satt. Man kann sich diese Verlangsamung des Verdauungstraktes in etwa vorstellen wie eine Sanduhr durch die der Sand langsam hindurch rinnt. Das Magenband fungiert somit als Essbremse.

Magenband ab wann?

Voraussetzung für einen adipositaschirurgischen Eingriff ist, dass die konservative Therapie zur Gewichtsreduktion komplett ausgeschöpft wurde. Unter der konservativen Therapie versteht man Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltensmodifikation, sowie eventuell eine psychologische Therapie.

OP-Indikation ab BMI von 40

Die Indikation zur operativen Therapie basiert meist auf dem BMI (Body-Mass-Index) der Patienten. So ist bei Versagen der konservativen Therapie und einem BMI über 40 kg/m² bzw. einem BMI über 35 kg/m² mit Sekundärerkrankungen (z.B. Zuckerkrankheit, Bluthochdruck) ein operativer Eingriff zu diskutieren. Es gibt keinen Standardeingriff, der für jeden Patienten geeignet ist.

Daher muss immer individuell geprüft werden, welche Methode (z.B. Magenband, Magenbypass, Schlauchmagen, Magenballon) die beste Wahl ist. Die Verfahrensauswahl wird dabei unter anderem beeinflusst von BMI, Alter, Geschlecht und Nebenerkrankungen des Übergewichtigen.

Ablauf der Magenband-OP

Das Band wird knapp unterhalb des Übergangs von Speiseröhre zu Magen um den Magen gelegt. Damit wird dieser in einen Vormagen (Pouch) mit maximal 20-30ml Volumen und einen größeren Restmagen aufgeteilt. Das Magenband besteht meist aus Silikon und ist an der Innenseite mit einer Kochsalzlösung auffüllbar. Bei der Operation wird das Magenband ungeblockt eingebaut und später je nach Bedarf gefüllt.

Magenband Befüllung erfolgt von Aussen

Die Befüllung des Bandes erfolgt von außen. Unter der Bauchdecke des Patienten liegt ein etwa 5-Cent-Stück-großes Reservoir, das durch die Haut punktiert werden kann. Die Flüssigkeitsmenge im Band ist variierbar. Je mehr Volumen das Band enthält, umso straffer liegt es um den Magen und proportional dazu steigt der Gewichtsverlust. Veränderungen der Flüssigkeitsmenge sind ambulant möglich.

Laparoskopische OP-Technik reduziert Spätfolgen

Der Eingriff zur Implantation des Magenbandes sollte primär laparoskopisch („Schlüsselloch-Technik“) erfolgen, da es hierbei zu weniger Spätkomplikationen und Schmerzen sowie einem kürzeren Klinikaufenthalt kommt. Durch einen laparoskopischen Eingriff sind nur wenige kleine Schnitte nötig und der Patient ist schneller wieder fit.

Magenband Risiko und Komplikationen

Komplikationen sind im Allgemeinen recht selten. Von allen chirurgischen Adipositas-Behandlungen ist das Magenband die einfachste Methode mit dem geringsten Komplikationsrisiko. Wundinfekte treten bei ca. 1,4% der Operierten auf. Pneumonien (Lungenentzündung), Sepsis („Blutvergiftung“) oder Lungenembolien treten jeweils bei unter 0,5% der Patienten auf.

Häufigste Magenbandkomplikation ist verrutschen des Magenbands

Die häufigsten Magenband-spezifischen Komplikationen sind z.B. ein Verrutschen des Bandes (5,5%), Undichtigkeit des Magenbandes (3,6%) oder Speiseröhren-/Magenperforationen (0,5%). Diese Komplikationen machen meist eine weitere Operation und eine Bandentfernung nötig.

Was sind die Vorteile des Magenbandes?

Ein Vorteil des Magenbandes ist, dass eine normale Nahrungsaufnahme weiterhin möglich ist und die Verdauung ganz regulär ablaufen kann. Durch den natürlichen Ablauf der Nahrungsverwertung kann in der Regel kein Vitamin- oder Mineralmangel entstehen.

Magenband effektiver bei Gewichtsreduktion als herkömmliche Diäten

Das Magenband ist den konservativen Methoden zum Gewichtsverlust deutlich überlegen bezüglich Gewichtsreduktion, Rückgang der Folgeerkrankungen durch das Übergewicht (z.B. Zuckerkrankheit, Bluthochdruck) und Senkung der Sterblichkeit durch die Fettleibigkeit. So werden 76,8% der Magenband-Implantierten von Typ 2-Diabetes (Zuckerkrankheit), der durch das Übergewicht entstanden ist, geheilt.

Nach zwei Jahren haben die Operierten im Schnitt 62,5% ihres Übergewichts verloren, während bei konservativen Diäten nur 4,3% des Übergewichts abgenommen werden konnte. Jedoch tritt bei anderen adipositaschirurgischen Eingriffen, wie Magenbypass oder biliopankreatischer Diversion der antidiabetische Effekt früher ein.

Magenband kann wieder entfernt werden

Ein weiterer positiver Aspekt des Magenbandes ist, dass dieser Eingriff reversibel und modifizierbar ist, es kommt nicht zu permanenten Schnitten o.ä. am Magen. Der natürliche Aufbau des Magens bleibt bei dieser Methode erhalten und die Operation ist daher umkehrbar. Auch ist eine Magenspiegelung ist weiterhin problemlos möglich.

Nachteile einer Magenband-OP

Von Nachteil ist bei dieser Methode, dass der Operationserfolg ausbleiben kann, wenn der Patient viele Zwischenmahlzeiten zu sich nimmt oder sich sehr kalorien-/zuckerreich ernährt. Bei z.B. energiereicher Flüssigkost (z.B. kalorienreiche Getränke) bleibt der mögliche Gewichtsverlust aus. Deshalb ist für jeden Patienten genau abzuwägen, ob sich dieser an die empfohlene Ernährung halten kann und der Eingriff für ihn geeignet ist.

Bei dieser Methode ist der Gewichtsverlust meist tendenziell geringer als bei anderen Magenverkleinerungs-Operationen. Eine gute Mithilfe des Patienten ist für eine effektive Gewichtsreduktion essentiell. Die Ernährung des Übergewichtigen muss umgestellt werden und auch die neuen Körpersignale müssen vom Operierten wahrgenommen werden. Daher ist eine genaue Aufklärung über den Eingriff und eine gute Ernährungsberatung dringend erforderlich.

Langfristig sind Komplikationen, wie eine Erweiterung des Vormagens, eine veränderte Beweglichkeit des Magens oder ein Verrutschen (Dislokation) des Magenbandes möglich.

Die Gewichtsreduktion beträgt bei der Methode des Magenbandes in der Regel 50-60% des Übergewichts innerhalb der ersten 2 Jahre. Eine begleitende Ernährungstherapie nach der Implantation eines Magenbandes ist zu empfehlen. So ist eine fettarme, ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung zu erlernen und einzuhalten.

Welche Fachärzte und Kliniken sind Spezialisten zur eine Magenband-Operation?

Wer über eine Operation zur Gewichtsreduktion nachdenkt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für eine Magenband-OP?

Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen. Je mehr Adipositas-Operationen ein Arzt durchführt, desto erfahrener wird er in seinem Spezialgebiet.

Somit sind Spezialisten für eine Schlauchmagen-Operation Viszeralchirurgen, die sich auf die den Teilbereich Adipositaschirurgie spezialisiert haben. Durch ihre Erfahrung und langjährige Tätigkeit als Bauchchirurgen mit dem Schwerpunkt bariatrische Chirurgie sind sie für die Durchführung einer Magenband-OP der richtige Ansprechpartner.

 

Quellen:

http://www.adipositas-zentrum-muenchen.eu/therapieoptionen/magenband/funktion.html

http://www.aerzteblatt.de/archiv/89891

Informationsbroschüre für Patienten über Adipositaschirurgie, Johnson&Johnson MEDICAL GmbH, Ethicon Endo-Surgery

Adipositaschirurgie Indikation, Operationsverfahren und Erfolgsaussichten; Thomas P. Hüttl

S3-Leitlinie, Chirurgie der Adipositas, 2010


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