Sodbrennen nach Schlauchmagen-OP: Wann raten Sie zu Magenbypass, Prof. Wenger?
Der Goldstandard bei chronischem Reflux: Was Betroffene nach bariatrischer Operation wissen müssen
Eine bariatrische Operation ist ein operativer Eingriff am Magen oder Darm, um stark Übergewichtigen beim Abnehmen zu helfen und Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes zu lindern. Der chirurgische Eingriff kommt meist erst infrage, wenn Ernährungsumstellungen oder Sport nicht ausreichen. Wird eine Schlauchmagen-Operation die Lösung, können allerdings manchmal Refluxbeschwerden auftreten.
Zu Gast beim PRIMO MEDICO Fachärzte-Talk ist Prof. Dr. med. Frank A. Wenger, Chefarzt am Adipositaszentrum des Hohenloher Krankenhauses in Öhringen (fränkisch Baden-Württemberg). Der ausgewiesene Experte für Adipositaschirurgie sowie Viszeralchirurgie erklärt, warum Refluxbeschwerden nach einem Schlauchmagen-Eingriff entstehen können, welche anatomischen Veränderungen dabei eine Rolle spielen und welche Risikofaktoren das Auftreten von Sodbrennen begünstigen.
Außerdem spricht Prof. Wenger über die Häufigkeit relevanter Beschwerden in der Praxis, welche konservativen Behandlungsmöglichkeiten zunächst helfen können und ab wann eine erneute Operation sinnvoll wird. Im Mittelpunkt stehen dabei die verschiedenen chirurgischen Behandlungsoptionen bei therapieresistentem Reflux sowie die Frage, warum die Umwandlung in einen Magenbypass heute häufig als Goldstandard gilt.
Darüber hinaus erläutert der Adipositaschirurg, wie sich Patientinnen und Patienten auf einen möglichen Zweiteingriff vorbereiten sollten, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind und welche Bedeutung Nachsorge, Ernährungsberatung, Bewegung und eine interdisziplinäre Betreuung für den langfristigen Erfolg haben.
Interview mit Moderatorin Viola Gräfenstein


