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Informationen zum Bereich Trichterbrust

(Die Trichterbrust-Operation)

Unser Brustkorb besteht aus Rippenknochen, welche über Knorpel am Brustbein verankert sind. Am Rücken findet die Anheftung an den Wirbelkörperfortsätzen ...

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Informationen zum Bereich Trichterbrust

(Die Trichterbrust-Operation)

Unser Brustkorb besteht aus Rippenknochen, welche über Knorpel am Brustbein verankert sind. Am Rücken findet die Anheftung an den Wirbelkörperfortsätzen statt. Zwischen den Rippen verlaufen Muskeln, Nerven und Gefäße, die es ermöglichen, den Brustkorb bei der Atmung zu heben und zu senken.

Eines von 300 bzw. 400 Kindern kommt mit einer Deformierung des Brustkorbes zur Welt. Bei diesem, als Trichterbrust bezeichneten Defekt handelt es sich um eine Veränderung der Knorpelverbindung zwischen Rippen und dem Brustbein. Dabei kann es zum einseitigen oder beidseitigen Einsinken vom Brustkorb (Trichterform) kommen. Dieser Defekt kann von unterschiedlicher Größe sein und dementsprechend körperliche Einschränkungen nach sich ziehen.

Jungen sind deutlich häufiger von der Trichterbrust betroffen als Mädchen, wobei die Fälle familiär gehäuft auftreten. Weitere Ursachen liegen in übermäßigem Alkoholkonsum in der Schwangerschaft oder beispielsweise auch dem Marfan-Syndrom.

Wann wird eine Trichterbrust-Operation durchgeführt?

Die Trichterbrust ist im Kleinkinderalter meist mit keinen körperlichen Folgen verbunden, da der kindliche Brustkorb noch relativ weich ist. Erst im Alter ab ca. 12 Jahren und mit zunehmender Starrheit des Brustkorbes kann es, je nach Ausprägung, zu Einschränkungen der Atmung und der Herzpumpfunktion kommen. Atemnot, Leistungsminderung und Herzrasen, sind einige der Symptome. Oftmals gehen mit der Trichterbrust auch eine vermehrte Krümmung des Rückens und dementsprechend Rückenschmerzen als Folge der Fehlhaltung einher.

Nicht nur körperliche Folgen, auch psychische Folgen kann die Deformierung des Körpers durch eine Trichterbrust mit sich bringen. Eine Trichterbrust-Operation allein aus kosmetischen Gründen ist jedoch in den meisten Fällen nicht angebracht.

In leichteren Stadien können Krankengymnastik und Saugglocke (Heben des Bruskorbes durch Saugglocke mind. 1 Stunde am Tag für 2-3 Jahre) zur Verbesserung von Trichterbrust und Fehlhaltung führen.

Bei stärkeren körperlichen Beschwerden kann eine Trichterbrust-Operation durch den Thoraxchirurgen durchgeführt werden.

Wie läuft die Trichterbrust-Operation ab?

Bevor eine Trichterbrust-Operation durchgeführt werden kann, sollten andere Ursachen für Herzbeschwerden, Lungenbeschwerden, und Wirbelsäulenbeschwerden ausgeschlossen werden.

Über die Jahre habe sich verschieden Verfahren zur Trichterbrust-Operation entwickelt, mit der Tendenz zu schonenden minimalinvasiven Verfahren.

Die ursprüngliche offene Operation findet heute meist nur noch in modifizierter Version und bei starker Deformierung Anwendung. Dabei wird ein Schnitt entlang des Brustbeins gesetzt (quer bei Frauen) und der deformierte Knorpel durchtrennt, angehoben und neu fixiert. Zur Stabilisierung werden Metallimplantate verwendet, welche meist nach einem Jahr wieder entfernt werden können.

Die minimalinvasie Trichterbrust-Operation (nach Nuss) ist ein häufig verwendetes Verfahren im Alter nach Abschluss des Wachstums (16-20 Jahre). Hierbei schiebt der Thoraxchirurg mittels Brustkorbspiegelung (Thorakoskopie) einen oder mehrere geformte Metallbügel über einen kleinen Schnitt an der seitlichen Brustwand unter den deformierten Bereich und fixiert diese seitlich. So wird Druck von Innen auf die Trichterbrust ausgeübt und der Defekt mit der Zeit behoben. Meist kann das Metall nach 2-3 Jahren entfernt werden. Bei älteren Patienten dauert die Defektbehebung etwas länger.

In bestimmten Fällen ist auch eine Kombination von minimalinvasiven Verfahren und der offenen Operation von Vorteil.

Wie sind die Verlauf und Prognose nach einer Trichterbrust-Operation?

Vorteil der minimalinvasiven Verfahren ist die Schonung von Knochen und Knorpel. Auch der schonende Eingriff durch kleine Schnittführung führt zu einer schnelleren Genesung.

Meist ist nach der Operation jedoch eine längere und teilweise intensive Schmerztherapie nötig, da die Kraft des Metallbügels gegen den Brustkorb arbeiten muss, der in seine ursprüngliche Lage zurückkehren möchte. Zusätzlich verstärkt die Bewegung des Brustkorbes bei der Atmung die Reibung zwischen Metall und der besonders schmerzempfindlichen Knochenhaut.

Nach dem Krankenhausaufenthalt ist mit einer mehrwöchigen Arbeitsunfähigkeit zu rechnen, bis die Stabilisierung der neuen Brustkorbform vorangeschritten ist.

Die spätere Entfernung der Metallbügel ist ein kleiner und schmerzarmer Eingriff.

Grundsätzlich ist jede Operation mit bestimmten Risiken verbunden. Dazu gehören Verletzungsgefahr von umliegenden Organen (Herz, Lunge, Nerven, Blutgefäße), Infektionen, Wundheilungsstörungen, allergische Reaktionen auf eingebrachtes Metall, Blutungen, Blutgerinnsel, etc.

Die Heilungsphase nach der Operation ist durch ein anfängliches Verbot von Belastung des Oberkörpers gekennzeichnet. Nach ca. 6 Wochen wird mit einer leichten Krankengymnastik begonnen. Danach kann die körperliche Aktivität langsam gesteigert werden. Die Details wird der Thoraxchirurg ausführlich mit Ihnen im Vorfeld klären.

Sollten Sie weitere Fragen bezüglich Prognose und Therapievarianten der Trichterbrust-Operation haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren behandelnden Thoraxchirurgen.

 

Quellen:

http://www.t-online.de/lifestyle/gesundheit/id_62329962/trichterbrust-ein-loch-in-der-brust-kann-psychisch-belastend-sein.html

P. Puri, M. Höllwarth: Pediatric Surgery, Springer 2006

Dienemann, Hendrik C.; Hoffmann, Hans H.; Detterbeck, Frank C. (2014): Chest surgery (Springer surgery atlas series).


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