Niereninsuffizienz: Ursachen, Behandlung & Spezialisten in Deutschland

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Informationen zum Bereich Niereninsuffizienz

Was eine Niereninsuffizienz?

Bei einer Niereninsuffizienz können die Nieren ihre Entgiftungsfunktion nur noch ungenügend ausführen, sodass sich Schadstoffe im Körper einlagern und ...

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Was eine Niereninsuffizienz?

Bei einer Niereninsuffizienz können die Nieren ihre Entgiftungsfunktion nur noch ungenügend ausführen, sodass sich Schadstoffe im Körper einlagern und innere Organe beeinträchtigen.

Die Nieren erfüllen im menschlichen Körper die Aufgabe, schädliche Stoffwechselprodukte und überschüssiges Wasser aus dem Blut herauszufiltern und dem Urin zuzuführen. Sie verfügen über ein kompliziertes System von Tubuli (Kanälchen), in dessen Verlauf das Blut durch Osmose von den Stoffen gereinigt wird, die in einer zu hohen Konzentration vorliegen.

Ursachen und Formen der Niereninsuffizienz

Eine Niereninsuffizienz kann spontan auftreten oder sich chronisch über viele Jahre entwickeln. Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig. 

Bei einer akuten Niereninsuffizienz unterscheidet man je nachdem, wo das Versagen seinen Ursprung hat, prärenales, renales oder postrenales akutes Nierenversagen. Prärenal („vor“ der Niere) liegt die Ursache in einer stark verminderten Durchblutung dieses Organs, hervorgerufen beispielsweise durch ein Blutgerinnsel oder einen Kreislaufstillstand bei einem Unfall.

Renales, also ein in der Niere entstandenes Versagen wird durch eine Schädigung des Organs selbst durch Sauerstoffmangel oder Medikamente hervorgerufen.

Postrenales („hinter“ der Niere) Versagen tritt auf, wenn der Urin aus der Niere nicht abfließen kann, weil die  ableitenden Harnwege durch Nierensteine oder einen Tumor verlegt sind.

Die chronische Niereninsuffizienz entwickelt sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Die häufigste Ursache dafür ist Diabetes mellitus. Aber auch eine ausgeprägte Arteriosklerose und chronische Nieren- oder Nierenbeckenentzündungen können eine chronische Niereninsuffizienz hervorrufen.

Welche Folgen hat eine Niereninsuffizienz?

In einem frühen Stadium verursacht eine Niereninsuffizienz eher unspezifische Symptome wie Müdigkeit oder Appetitlosigkeit. Nach und nach wird immer weniger Harn produziert und ausgeschieden. Dadurch geraten die Elektrolyte im Blut aus dem Gleichgewicht. Das hat zahlreiche - zum Teil schwerwiegende -Auswirkungen auf die Gesundheit: Es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) in Beinen und Lunge. Blutarmut, Bluthochdruck, Nerven- und Gerinnungsstörungen. Zudem beeinflussen die veränderten Elektrolyte Menstruation und Potenz. Ist die Niereninsuffizienz weit fortgeschritten, drohen Herz-Rhythmus-Störungen und Herzversagen. 

Wie wird eine Niereninsuffizienz behandelt?

Zunächst muss eine Niereninsuffizienz diagnostiziert und festgestellt werden, ob die Erkrankung akut oder chronisch ist. Ein akutes Geschehen ist dabei einfacher zu erkennen als ein chronisches, da Symptome und Beschwerden schlagartig einsetzen. Der Arzt fragt den Patienten zunächst, welche Symptome bestehen, wann sie aufgetreten sind und ob es Grunderkrankungen oder eine zurückliegende Operation gibt. Es folgt eine körperliche Untersuchung, um festzustellen, ob sich Wassereinlagerungen oder Hautveränderungen eingestellt haben. Anschließend wird das Blut untersucht. Wichtig sind dabei vor allem die Werte Kreatinin und Harnstoff. Kreatinin - ein Abbauprodukt der Muskeln - wird über die Nieren ausgeschieden und gilt daher als wichtigster Indikator für deren Funktion.

Bei weiteren Untersuchungen wird der Urin auf Eiweiß untersucht, das beim Gesunden nicht vorhanden sein sollte. Auch eine Ultraschalluntersuchung kann Hinweis auf Schäden oder Veränderungen der Niere geben.

Liegt dem Nierenversagen ein Trauma, eine Erkrankung oder Medikamente zu Grunde, so wird die Ursache behandelt. Ein Diabetes mellitus sollte gut eingestellt, Bluthochdruck mit entsprechenden Präparaten und gesunder Ernährung gesenkt werden. Bei einer Nierenentzündung kann der Arzt Medikamente verschreiben, eine Verlegung der Harnwege muss beseitigt werden.

Ist die Ursache behoben, kann sich die Nierenfunktion wieder erholen. Unter Umständen ist dabei vorübergehend die Unterstützung durch Medikamente oder eine Nierenersatztherapie notwendig. Tritt dieser Fall nicht ein, muss sich der Patient der Dialyse unterziehen. Dieses umgangssprachlich als Blutwäsche bezeichnetes Verfahren leitet das Blut des Patienten aus dem Körper, filtert per Osmose schädliche Stoffe heraus und führt es ihm wieder zu. Diese Prozedur muss mehrmals die Woche über einige Stunden erfolgen. Patienten mit einer nicht heilbaren Nierenschwäche haben zudem die Möglichkeit einer Transplantation. Dabei wird dem Patienten die Niere eines Verstorbenen oder Lebendspenders eingesetzt, denn ein Organ reicht aus, um den Körper ausreichend zu entgiften. Die erkrankte Niere verbleibt an Ort und Stelle, zudem ist eine dauerhafte Medikamenteneinnahme notwendig, um eine Abstoßungsreaktion zu vermeiden.

Quellen

http://www.apotheken-umschau.de/Nierenversagen/Nierenversagen-Therapie-11604_5.html

http://www.apotheken-umschau.de/laborwerte/kreatinin


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