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Erkrankungen der Herzklappen sind meist Krankheitsbilder des alternden Menschen. Durch die immer besser werdende medizinische Versorgung werden die Patienten immer älter und ...

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Informationen zum Bereich Herzklappenrekonstruktion

Erkrankungen der Herzklappen sind meist Krankheitsbilder des alternden Menschen. Durch die immer besser werdende medizinische Versorgung werden die Patienten immer älter und dadurch steigen auch die Fallzahlen mit Herzklappenerkrankungen jährlich weiter an.

Die Herzklappen haben im menschlichen Herzen die Aufgabe einen Rückstrom des Blutes zu verhindern. Es gibt insgesamt 4 Herzklappen, 2 zwischen den Vorhöfen und den Hauptkammern und 2 zwischen den Hauptkammern und den anschließenden großen Blutgefäßen. Die Herzklappen zwischen Vorhof und Kammer sind sogenannte Segelklappen, die durch Bänder (Chordae tendineae) in ihrer Bewegung gelenkt werden. Im linken Herzanteil heißt diese Klappe Mitralklappe, im rechten Anteil Trikuspidalklappe. Die Klappen vor den großen Blutgefäßen sind die Taschenklappen. Sie heißen Pulmonalklappe im rechten und Aortenklappe im linken Herzen.

Die Behandlung einer Herzklappe kann klappenerhaltend oder klappenersetzend erfolgen. Beim Klappenersatz wird die Herzklappe entfernt und durch eine mechanische Prothese oder eine biologische Klappe ausgetauscht (siehe auch: Aortenklappenersatz). Die klappenerhaltende Therapie ist die sogenannte „Herzklappenrekonstruktion“. Bei der Herzklappenrekonstruktion erfolgt ein Eingriff an der fehlerhaft funktionierenden Herzklappe. Dieser kann chirurgisch am offenen Herzen oder manchmal minimalinvasiv erfolgen. Die angewandten Methoden dienen dazu den Blutfluss durch die Herzklappen wieder zu regulieren und die Klappe in eine ursprüngliche Form zu bringen. Allgemein ist immer eine Rekonstruktion einem Ersatz vorzuziehen, denn bis heute stehen keine Kunstklappen zur Verfügung, die mit den natürlichen Klappen in Haltbarkeit und Funktion vergleichbar sind!

Wann ist eine Herzklappenrekonstruktion nötig?

Störungen der Herzklappenfunktion bleiben meist sehr lange symptomlos und erst in fortgeschrittenem Erkrankungsstadium entwickeln die Patienten Krankheitszeichen. Sobald es zu Beschwerden kommt, sollten die Patienten deshalb zeitnah einer Behandlung zugeführt werden, da es in diesem Krankheitsstadium bereits zu irreversiblen Veränderungen am Herzmuskel kommen kann.

Wenn die Herzklappen verengt sind (= Stenose) und das Blut nicht mehr ausreichend hindurchfließen kann, kommt es zu einer erhöhten Druckbelastung des Herzens. Die Patienten klagen über Kurzatmigkeit, Wassereinlagerungen und allgemeine Leistungsminderung. Eine Klappeninsuffizienz dahingegen ist die Schlussunfähigkeit einer Herzklappe. Bei diesem Krankheitsbild leiden die Patienten unter Atemschwierigkeiten, Schwindel und Herzstechen. Meist sind die Klappen des linken Herzens betroffen, da dort ein höherer Blutdruck und damit eine stärkere mechanische Beanspruchung vorherrschen.

Vor allem bei der Mitralklappeninsuffizienz und bei einer Trikuspidalklappeninsuffizienz gibt es sehr gute Erfolge durch Rekonstruktionseingriffe. Die Mitralklappeninsuffizienz ist die zweithäufigste Klappenerkrankung im Erwachsenenalter.

Welche Untersuchungen sollten vor einer Herzklappenrekonstruktion durchgeführt werden?

Der Klappenerkrankte sollte körperlich untersucht werden, dabei wird vor allem das Herz genau abgehört. Ein aktuelles EKG muss aufgezeichnet werden. In einer Echokardiografie (Herzultraschall) kann abgeschätzt werden, ob ein rekonstruktiver Eingriff möglich ist. Zum Teil kann dies aber erst während der Operation festgestellt werden. Deshalb müssen mit dem Patienten stets alle therapeutischen Möglichkeiten vor dem Eingriff eingehend besprochen werden. Eine Entscheidung über die Therapieart muss aber immer individuell für den Patienten getroffen werden, je nach Symptomatik und Schweregrad der Klappenveränderungen sowie der bereits vorliegenden Herzmuskelveränderungen.

Welche Arten der Herzklappenrekonstruktion gibt es?

Es gibt verschiedene Methoden eine geschädigte Herzklappe zu rekonstruieren. Welche Form angewandt wird, ist meist von der genauen Art und Ursache der Klappenschädigung abhängig. Durch einen minimalinvasiven Eingriff über einen Herzkatheter kann beispielsweise bei einer Ballonvalvuloplastie durch einen Ballon eine verengte Herzklappe aufgedehnt werden. Bei einer Kommissurotomie operiert der Chirurg am offenen Herzen. Dabei werden miteinander verwachsene oder verdickte Klappenanteile voneinander getrennt. Bei dieser Methode kommt es aber im Nachhinein oft zu einer Klappenschlussstörung (Insuffizienz) und es treten häufig Rezidive auf. Bei einer Ring-Anuloplastik unterstützt ein ringähnliches Implantat die Stabilität der Herzklappe, sodass die Insuffizienz verringert werden kann. Im Alter kommt es bei vielen Herzklappen zu Verkalkungen, auch diese können operativ entfernt werden und damit eine Erleichterung bringen. Es gibt viele weitere Methoden der Herzklappenrekonstruktion. Bei genaueren Fragen zu Ihrer Erkrankung wenden Sie sich gerne an einen unserer Spezialisten.

Meist erfolgt die Klappenrekonstruktion am offenen Herzen unter Vollnarkose. Dabei wird der Brustkorb über das Brustbein eröffnet und der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. In der heutigen Zeit sind immer mehr Eingriffe in minimalinvasiver Technik möglich. Diese erfolgt entweder über einen Katheter über den Blutkreislauf oder über einen kleinen Schnitt am Brustbein und läuft am schlagenden Herzen ab. Der Vorteil der minimalinvasiven Methode ist, dass der Patient wesentlich schneller wieder fit ist und weniger Schmerzen durch die Wundheilung hat.

2012 wurden in allen deutschen Herzzentren etwa 5500 Patienten an der Mitralklappe operiert. 3600 davon erhielten eine Herzklappenrekonstruktion und wiederum 60% dieser Eingriffe erfolgten bereits minimalinvasiv.

Was sind Vor- und Nachteile der Herzklappenrekonstruktion?

Bei der Rekonstruktion der geschädigten Herzanteile werden dem Patienten keine Fremdkörper implantiert. Auch senkt der Eingriff v. a. bei der Mitralklappe die Sterblichkeit der Betroffenen drastisch. Eine frühzeitige Rekonstruktion geschädigter Herzklappen erhöht die Lebensqualität und die Lebenserwartung der Patienten deutlich.

Jedoch gelten auch bei Eingriffen an den Herzklappen die allgemeinen Operationsrisiken. Es kann zu Blutungen kommen. Eine Thrombose (Gefäßverschluss) oder eine Lungenembolie können sich entwickeln. Auch ist es möglich, dass der Eingriff nicht den gewünschten Erfolg zeigt oder es sogar zu einer neuen Klappenundichtigkeit kommt. Vor allem bei Eingriffen am Herzen können in der Folge Herzrhythmusstörungen oder Entzündungen der Herzinnenhaut (Endokarditis) auftreten.

Was passiert nach der Operation?

Nach dem Eingriff am Herzen zeigt sich in der Regel sehr schnell eine Besserung der Symptome. Nach Ausheilung der Operationswunden dürfen die Betroffenen wieder normal körperlich aktiv sein. Die Patienten sollten aber nach der Herzoperation regelmäßig Nachsorgeuntersuchungen bei geeigneten Spezialisten durchführen lassen.

 

Quellen

Innere Medizin, Gerd Herold, 2014

Chirurgie, Duale Reihe, Henne-Bruns; Doris, 2012

http://www.medtronic.de/erkrankungen/herzklappenerkrankungen/eingriff/herzklappenrekonstruktion/entscheidung/index.htm (21.09.2015)

http://www.leading-medicine-guide.de/Medizinische-Fachartikel/Herzklappenrekonstruktion (21.09.2015)

 

 


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