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Informationen zum Bereich Fazialisparese

(Gesichtslähmung)

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Informationen zum Bereich Fazialisparese

(Gesichtslähmung)

Sie suchen einen erfahrenen Facharzt für Fazialisparese? Bei PRIMO MEDICO finden Sie ausschließlich Spezialisten, Kliniken und Zentren in Ihrem Fachgebiet in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Was ist eine Fazialisparese?

Das Auge lässt sich nicht mehr richtig schließen, das Gesicht verzieht sich beim Lächeln, die Sprache wirkt verwaschen. Eine Fazialisparese (auch Gesichtslähmung genannt) kann plötzlich auftreten und wird oft als Symptom eines Schlaganfalls gedeutet. Meist sind jedoch andere Gründe für diese Muskelstörung verantwortlich.

Es ist ein großer Nerv, der uns Menschen die Kontrolle der Gesichtsmuskulatur ermöglicht: der Nervus Facialis. Über einen knöchernen Kanal zieht sich der Nerv vom Hirnstamm zur Schädelwand (nahe dem Ohr) und verzweigt sich von dort zu den entsprechenden Gesichtspartien. Dank dieses Nervennetzes können wir kontrolliert sprechen, lachen, pfeifen, Grimassen schneiden – kurz: unser Gesicht gezielt bewegen, um einen bestimmten Ton oder eine bestimmte Optik zu erzeugen. Zusätzlich dient der nervus facialis der Regulierung der Nasenschleimhaut, der Tränendrüsenfunktion und der Geschmacksempfindung, ebenso der Speichelproduktion und der Berührungsempfindung. Bei einer Schädigung dieses Nervs entstellt sich meist das gesamte Gesicht, was für Betroffene eine psychisch extrem belastende Situation darstellt.

Wodurch kann eine Fazialisparese entstehen?

Die häufigste Form der einseitigen Fazialisparese ist unbekannter Ursache. Sie wird auch als “Bell-Parese” bezeichnet. Betroffen sind meist junge Erwachsene.

Man geht davon aus, dass autoimmune Prozesse eine Entzündung des Gesichtsnervs hervorrufen. Stress, Infektionen, Schwangerschaft oder Zugluft könnten den Nerven reizen anschwellen lassen und zu einer Einzwängung des im Knochenkanal führen. Im Regelfall entsteht die Lähmung nur einseitig und tritt unerwartet auf. Doch auch Fälle mit Vorzeichen wie Schmerzen in der Nähe des Ohres oder Empfindungsstörungen in der Wange kommen vor. Betroffene wachen dann morgens mit einer halbseitigen Lähmung auf, die sich innerhalb von drei Tage vollständig ausprägt.

Erberkrankungen

Bei der peripheren Fazialisparese können verschiedene Erkrankungen ursächlich sein.

Dabei kann es sich um Erbkrankheiten handeln wie das Möbius-Syndrom, bei dem die Gesichtslähmung schon im Säuglingsalter auftritt. In solchen Fällen sind einige Nerven unterentwickelt bzw. durch Entwicklungsstörungen nicht ganz funktionsfähig.

Ebenfalls eine mögliche Ursache und eine Erbkrankheit ist das Melkersson-Rosenthal-Syndrom. Es sind davon überwiegend Patienten zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr betroffen und wird ausgelöst durch eine Entzündung. Die Gesichtslähmung ist dabei halbseitig. Neben der Gesichtslähmung gehören auch eine Lippenschwellung und eine (vorübergehend auftretende) sogenannte Faltenzunge.

Infektionen

Borreliose und Mittelohrentzündung können ebenfalls zur Faszialparese führen.

Borreliose wird durch Zeckenstiche übertragen. Im späteren Stadium der Krankheit greift die Infektion auf den nervus facialis über und verursacht so eine einseitige Gesichtslähmung.

Bei einer Mittelohrentzündung kann die Entzündung sich bis zum Knochenkanal des Faszialnervs ausbreiten – und bei der einer schweren Entzündung ist die Gefahr eines solchen Verlaufs nicht zu unterschätzen aufgrund der anatomischen Nähe des Knochenkanals zum Ohr. Eine solche Schädigung der Nerven ist jedoch meist nur vorübergehend.

Zu den viralen Infektionen, die eine solche Parese auslösen können, gehört eine Ausprägung der Gürtelrose, die den Gehörgang befällt (zoster oticus). Auch Windpocken, Mumps, Kinderlähmung und die Grippe können zur Lähmung des Gesichts führen, da bei allen die Gefahr besteht, dass ich die Infektion auf den Gesichtsnerv ausbreitet.

Autoimmunerkrankungen

Bei den Autoimmunerkrankungen kennt man besonders Sarkoidose (Morbus Boeck oder Morbus Schaumann-Besnier) und das Guillain-Barré-Syndrom als Auslöser einer peripheren Faszialparese. Im Fall der Sarkoidose entzünden sich Ohrspeicheldrüse bzw. Tränendrüse und kann zu einer Schädigung der Nerven führen.

Beim Guillain-Barré-Syndrom kommt es zu entzündlichen Reaktionen der Nervenenden, die dadurch zerstört werden. Die Lähmung beginnt meist in den Beinen und breitet sich über den Körper aus, sodass die Gesichtslähmung nur eine Teilerscheinung der Körperlähmung ist. Die Lähmung ist aber nicht endgültig, sondern verschwindet mit der Zeit.

Krebserkrankungen

Auch Krebswucherungen können zur Parese führend. Der häufigste, aber gutartige Tumor ist das Akustikusneurinom. Erste Symptome sind Hörstörungen und Gleichgewichtsstörungen. Es kann unbehandelt aber auch auf den Faszialnerv übergreifen und ihn schädigen. Letztlich können sämtlich Tumore, die in anatomischer Nähe zum Ohr und damit dem Hauptstrang des Nervs sind, zur Ursache für eine Faszialparese werden.

Ursachen einer zentralen Fazialisparese liegen meist in Erkrankungen, die das Gehirn betreffen. Hierzu zählen ebenso Tumore wie auch der Hirninfarkt, Verletzungen des Gehirns, Kinderlähmung oder Multiple Sklerose. Im Gegensatz zur peripheren Parese ist bei der Zentralen meist auch ein Arm oder eine komplette Körperhälfte gelähmt. Gerade ein Schlaganfall darf nicht überschätzt werden, bei Symptomen sollte daher dringend ein Notarzt gerufen werden.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Gesichtslähmung und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Eine halbseitige Gesichtslähmung kann der Arzt meist schon durch Blickdiagnose erkennen: Der Mundwinkel steht offen, Speichel fließt aus, die Sprache wirkt schwer verständlich und das Augenlid schließt nur teilweise oder gar nicht. Zunächst wird der Arzt die Anamnese, also das Patientengespräch, führen. Interessant sind dabei vor allem Informationen zu möglichem Bluthochdruck und eine möglichst zeitlich-genaue Einordung, über das Auftreten der ersten Symptome. Nach einer umfassenden körperlichen Untersuchung, wird dem Patienten Blut abgenommen, um virale oder bakterielle Infektionen auszuschließen.

Die neurologische Untersuchung prüft die Funktionstüchtigkeit der zentralen und peripheren Nerven. Bei einer peripheren Lähmung ist es wichtig, die Schädigung des Nervs zu lokalisieren. Abhängig davon, ob die Schädigung der Nerven innerhalb oder außerhalb des Schädels ist, ist die Lähmung unterschiedlich stark ausgeprägt: so können nur die Gesichtsmuskeln gelähmt sein oder aber bei einer Schädigung innerhalb des Schädels Geschmack, Empfindung, Speichelfluss u.a. beeinträchtigt sein.

Man unterteilt die Faszialparese nach Schwere der ihrer Ausprägung in sechs Grade, wobei Grad 1 „keine Lähmung“ bedeutet und Grad 6 „komplette Lähmung“. Bei der Diagnose ist die Bestimmung zwischen Grad 2 und Grad 3 kritisch, da der Gesichtsausdruck des Betroffenen unauffällig ist, aber der Nerv dennoch bereits leicht geschädigt ist.

Die Unterscheidung zwischen peripherer und zentraler Läsion ist äußerlich ebenfalls nicht leicht zu machen. Bei der zentralen Fazialisparese liegt die Störung in einem der Kerngebiete des Hirnnerven, das heißt, die Impulsverarbeitung ist gestört. Die Kerngebiete versorgen allerdings jeweils nur die gegenüberliegenden Körperhälften, sodass Patienten mit einer zentralen Fazialisparese ihre Augen- und Stirnmuskeln noch bewegen können. Bei der peripheren Parese liegt die Störung in der Leitfähigkeit des Nervs selbst. Betroffene Patienten können dann meistens ihre gesamte Gesichtshälfte inklusive der Augen- und Stirnmuskulatur nicht mehr bewegen.

Bei der Annahme, es handle sich um eine periphere Schädigung, wird die Elektromyographie herangezogen. Bei einer zentralen Schädigung muss man mit Hilfe von bildgebenden Verfahren (MRT, Röntgen, CT) in den Kopf „reingucken“, Verletzungen zu lokalisieren.

Behandlung einer Gesichtslähmung

Aufgrund der vielfachen Ursachen, die zu einer Gesichtslähmung führen können, lässt sich kaum ein einheitliches Behandlungskonzept beschreiben. Vielmehr richtet sich der behandelnde Spezialist nach dem jeweiligen zugrundeliegenden Krankheitsbild. Sowohl medikamentöse als operative Therapien kommen daher dabei zur Anwendung.

Im Fall der sehr häufigen Bell-Parese bestehen auch unbehandelt sehr gute Genesungschancen. Etwa 60 Prozent der Betroffenen gesunden von selbst. Von den übrigen 40 Prozent wird der Entzündung der Nerven meist mit einer Kortison-Therapie entgegengewirkt. In 90 Prozent dieser Fälle heilt die Lähmung aus, wobei die Dauer des Heilungsprozesses je nach Schweregrad sehr divergieren kann. Nebenwirkungen der Therapie können trockene Augen sein. Spätfolgen können sogenannte „Krokodilstränen“ sein, d. h. unwillkürlicher Tränenfluss beim Essen. Nicht selten kann es auch zu einem erneuten Aufflammen der Erkrankung kommen.

Eine Fazialisparese, deren Ursache in einem Schlaganfall liegt, muss sofort in einer dafür vorgesehenen Klinik behandelt werden: Verschlossene Hirnarterien müssen sofort geöffnet werden, Hirnblutungen müssen unterbunden werden und ein erhöhter Hirndruck muss schnellstmöglich reduziert werden.

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema Gesichtslähmung haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an einen Spezialisten für HNO-Heilkunde bzw. für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.

 

Quellen:

http://www.neuro24.de/hirnnerven_facialis.htm


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